Die Quote auf den Torschützenkönig: ein Preis, der monatelang eingefroren bleibt
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CHF 10 auf einen Aussenseiter zu Quote 8.00, ausgezahlt im Mai, eingezahlt heute. Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird auf 5 Rappen genau abgerundet, nachdem er zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet wurde. Was dieser Satz verschweigt, ist der Teil, der den Spielenden gehört: Zwischen der Einzahlung und der Auszahlung liegt eine ganze Saison, in der der Einsatz nicht mehr zur Verfügung steht, und in der Quote selbst sitzt von Anfang an der Anteil, den der Veranstalter behält. Wer eine Langzeitwette auf den besten Torschützen abschliesst, kauft keinen Tipp, sondern einen Preis, der über Monate festgeschrieben ist und sich nicht mehr an neue Informationen anpasst.
Für Spielende in der Schweiz ist die Auswahl dabei keine Geschmacksfrage. Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt, und ein Onlinespielerkonto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus. Wer in Zürich wohnt, kommt an Jouez Sport nicht heran; wer in Genf wohnt, nicht an Sporttip. Dass ein Markt auf den besten Torschützen überhaupt existiert, hängt zusätzlich daran, ob er auf der Liste der Gespa steht und ob der Veranstalter ihn in seinem Programm führt. Alles Weitere auf dieser Seite dreht sich um die eine Frage, die beim Wetten am seltensten gestellt wird: Was kostet mich das?
Datenstand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungen der Veranstalter wurden gegen die Angaben der Gespa zur Interkantonalen Geldspielaufsicht abgeglichen.
Warum eine Wette auf den Saisontorschützen mehr bindet, als sie verspricht
Ein Tor, das im Oktober fällt, ist im Mai noch genauso viel wert wie bei Abschluss der Wette. Genau das ist der Punkt, an dem die Langzeitwette anders funktioniert als eine Wette auf ein einzelnes Spiel. Die Quote auf den besten Torschützen wird vor dem ersten Spieltag gestellt und danach nicht mehr angepasst; sie bildet eine Erwartung ab, die zu diesem Zeitpunkt alle verfügbaren Informationen enthält, und danach nichts mehr. Der Torschützenkönig ist der Spieler, der in einem Wettbewerb, einer Saison oder einem Turnier die meisten Tore erzielt hat — mehr steht hinter dem Titel nicht. Ob dieser Spieler im April noch fit ist, ob sein Verein im Winter einen zweiten Stürmer verpflichtet, ob er zum Afrika-Cup fährt: All das weiss die Quote beim Abschluss noch nicht und wird sie auch nicht nachtragen.

Für den Spielenden heisst das, dass er zwei Dinge gleichzeitig kauft. Er kauft eine Meinung über einen Spieler, und er kauft die Verpflichtung, diese Meinung nicht mehr zu ändern. Ein Cash-Out mag das aufweichen, aber er ist keine Rückabwicklung: Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Wer vorzeitig aussteigt, verkauft seine eigene Position also mit Abschlag an den Anbieter zurück. Das ist kein Skandal, sondern eine Preisfrage — und in einer Sportart, in der ein einziger Kreuzbandriss die halbe Saison entscheidet, wirkt dieser Abschlag schnell grösser als der Verzicht auf die Wette.
Langzeitwette heisst: kein Nachjustieren
Das unterscheidet die Wette auf den Torschützenkönig von einer Wette auf das nächste Spiel, bei der der Spielende den Preis Sekunden vor dem Anpfiff sieht und ablehnen kann. Ein Spieltag, ein Tor, ein Ergebnis — fertig. Bei der Saisonwette steht der Preis fest, bevor die Saison eine einzige Information produziert hat. Der Torschützenkönig zählt zusammen mit dem Meistertitel einer Liga zu den Langzeitwetten im Sportwettenangebot; beide teilen diese Eigenschaft, und beide gehören zu den Märkten, bei denen der Spielende am längsten gebunden ist.

Der Unterschied, der in der Praxis zählt, ist die Wiederanlage. Wer sein Guthaben in Einzelwetten auf einzelne Begegnungen setzt, kann es nach jedem Ausgang neu einsetzen oder zurückziehen. Wer es auf einen Saisontorschützen setzt, kann während der gesamten Laufzeit nichts damit tun. Ein Einsatz von CHF 10 auf Quote 8.00 verspricht einen Rückfluss von CHF 80, also CHF 70 netto, wenn der Tipp aufgeht — ausgezahlt, sobald der Wettbewerb ausgewertet ist, und nicht einen Tag früher. Diese Bindung ist der eigentliche Preis des höheren Quoten-Niveaus. Ein Einzeltipp auf einen Favoriten zahlt weniger, aber er gibt das Guthaben zurück.
Die Quote als eingefrorener Erwartungswert
Quoten auf den besten Torschützen liegen weit über dem, was auf einem Spieltag möglich ist, und das verleitet zu einem Denkfehler. Eine hohe Quote bedeutet nicht, dass hier mehr zu holen wäre als anderswo. Sie bedeutet, dass der Markt eine niedrigere Trefferwahrscheinlichkeit einpreist — und dass die Unsicherheit über ein halbes Jahr in diese Wahrscheinlichkeit hineingerechnet ist. Die Quote selbst enthält immer die Marge des Anbieters, bei jedem einzelnen Preis und in jedem Markt. An der Höhe der Quote ändert die Marge nichts; sie steckt prozentual in jedem Wert, ob der Aussenseiter bei 8.00 steht oder der Favorit bei 4.50.
Wer das einmal verinnerlicht hat, liest einen Quotenvergleich anders. Er sucht nicht die höchste Zahl, sondern die Zahl, bei der der eingebaute Abzug am niedrigsten ausfällt — und das ist bei diesem Markt besonders schwer zu prüfen, weil er sich nicht wie ein Spieltag gegen drei oder vier andere Anbieter stellen lässt. Der Vergleich der Auszahlungsquote eines Marktes setzt voraus, dass alle Anbieter denselben Markt mit denselben Ausgängen führen. Genau das ist bei einem Exotenmarkt selten.
Wie die Quote gebaut wird, damit sie bis Saisonende hält
Der Aufbau eines Torschützenkönig-Marktes beginnt mit einer Torerwartung, nicht mit einem Namen. Der Buchmacher schätzt, wie viele Tore der beste Scorer des Wettbewerbs erzielen wird, verteilt diese Gesamtzahl auf die einzelnen Spieler und ordnet jedem eine Wahrscheinlichkeit zu. Erst danach wird daraus eine Quote. Wer die Zahlen hinter diesem Schritt nie sieht, hält die Quote für eine Bewertung eines Spielers; in Wahrheit ist sie eine Bewertung eines ganzen Feldes, aus dem nur ein einziger Name gewinnt.
Der Markt hat eine Eigenheit, die ihn teuer macht: Es gibt viele Teilnehmer und nur einen Gewinner. Alle anderen Einsätze auf alle anderen Spieler fliessen in dieselbe Auszahlung an denselben einen Spieler, und der Veranstalter kalkuliert den Abzug deshalb über das ganze Feld. Für den Spielenden heisst das, dass sein Risiko nicht in der Quote steht, sondern im Feld. Ein Stürmer mit viel Talent in einer Mannschaft, die ihre Tore auf drei Angreifer verteilt, ist nicht der schlechtere Tipp; er ist nur der schwerer zu schätzende.
Favorit, Mitläufer und Aussenseiter im selben Feld
Sobald ein Markt eröffnet ist, sortiert er sich schnell in drei Gruppen. An der Spitze steht ein kleiner Kreis von Spielern mit Quoten um 4 bis 8; in der Mitte stehen die Mittelfeldstürmer, und am Rand stehen Namen, deren Quote dreistellig wird. Zwischen diesen Gruppen liegen keine Nuancen, sondern Welten: Der Unterschied zwischen Quote 4,50 und Quote 8.00 ist kein Geschmacksurteil über Fussballer, sondern der eingepreiste Unterschied in der Wahrscheinlichkeit.
Für den Spielenden ist die relevante Frage deshalb nicht, wer die höchste Quote hat, sondern ob er den Unterschied zwischen zwei Preisgruppen überhaupt richtig einschätzt. Ein Spieler, der eine Quote von 4,50 bekommt und den Markt anders liest als die Mehrheit, hat die Chance auf einen Vorteil — aber nur, wenn seine abweichende Meinung begründet ist und nicht auf der Hoffnung beruht, dass ein hoher Preis schon ein guter Preis sei. Genau diese Hoffnung ist das Geschäftsmodell des Marktes.
Interessanter als das Mittelfeld ist der Rand. Bei Aussenseitern mit Quoten im zweistelligen oder dreistelligen Bereich ist die Marge in absoluten Zahlen am grössten, weil die Unsicherheit am grössten ist. Wer einen solchen Namen spielt, zahlt also nicht nur mit Bindung, sondern auch mit einem dickeren Aufschlag.
Was ein Treffer am Ende zurückbringt
Hier wird die Rechnung konkret, und sie gilt für jeden Markt, nicht nur für diesen. Der Rückfluss einer Wette ist der Einsatz mal der Quote; bei einer Kombination ist es der Einsatz mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei einem Einsatz von CHF 10 und einer Quote von 8.00 liegt der Rückfluss bei CHF 80 und der Nettogewinn bei CHF 70 — vorausgesetzt, dass der Tipp am Ende der Saison tatsächlich der beste Torschütze des Wettbewerbs ist und dass der Einsatz nicht vorher per Cash-Out aufgelöst wurde. In Kombinationen mit einer Gesamtquote in dieser Grössenordnung liegt der Rückfluss zwischen dem 5- und dem 60-Fachen des Einsatzes; nach oben hin begrenzt durch das tatsächliche Quotenprodukt, das der Wettschein ausweist, und nicht durch eine Annahme des Spielenden. Der Betrag wird bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet — bei einem Rückfluss von CHF 80 sind das glatte CHF 80.00, bei einem krummen Produkt aus mehreren Legs kostet die zweite Rundung ein paar Rappen, mehr nicht.
Ein Beispiel, keine zugesagte Quote. Wer den Markt spielt, um mit CHF 10 «gross» zu werden, sollte sich das zweimal überlegen: Ein Rückfluss dieser Grösse ist kein Ertrag, sondern eine Auszahlung auf ein Risiko, das fast ein Jahr offen bleibt.
Die Limiten der Schweizer Veranstalter im Vergleich
Zwischen Swisslos und Loterie Romande liegen bei den Einsatzgrenzen Unterschiede, und das ist kein Zufall. Beide sind Veranstalterinnen nach dem Geldspielgesetz und unterstehen der Gespa, aber sie setzen ihre Limiten selbst und tun das unterschiedlich. Wer die Wahl hat, wählt also nicht nur ein Produkt, sondern eine Grösse: Der eine Rahmen ist auf kleine Einsätze gebaut, der andere erlaubt eine Position, die den Gegenwert eines Monatsbudgets auf ein einziges sportliches Ereignis setzt.
Gemischt mit der Quote in einem Wettbewerb ergibt sich daraus sofort ein Vorteil für den Anbieter: Je mehr auf einen einmaligen Ausgang gesetzt werden darf, desto stärker fällt die Verzerrung zuungunsten des Spielenden aus, der ein Ereignis nicht doppelt sehen kann. Die Tabelle nennt die Eckwerte so, wie sie in den Bedingungen der beiden Veranstalter stehen.
| Veranstalter | Kleinster Einsatz | Höchster Einsatz je Wette | Besondere Bestimmungen |
|---|---|---|---|
| Swisslos mit Sporttip | CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten | CHF 1’000 je Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 je Systemwette | Systemwetten sind der höchste Rahmen im Angebot |
| Loterie Romande mit Jouez Sport | CHF 2 online, CHF 3 an der Verkaufsstelle | CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten | Wettschein mit Multiples höchstens CHF 7’500 Einsatz insgesamt |
Fünfhundert Franken gegen tausend: Das ist der ganze Unterschied in einer Zahl. Beim einen Anbieter setzt der Spielende für eine Position mit vier Monaten Laufzeit höchstens CHF 500 aufs Spiel, beim anderen darf es das Doppelte sein. Ausgerechnet das von der Saisonlänge erzeugte Risiko bekommt beim grösseren Rahmen mehr Gewicht als die Chance. Wer sich selbst eine Verlustlimite setzt, kann die Beträge aus dieser Tabelle mit einem Schlag zunichtemachen.
Wer eine Position über die Limite legt, bekommt bei Sporttip kein «nimm weniger» zu hören, sondern es passiert nichts: Die Wette wird nicht angenommen. Für den Spielenden ist das die harmlosere Variante, denn er erfährt es sofort und nicht erst bei der Auszahlung. Der kleinere Betrag ist nicht nur eine Vorschrift, er verändert die Wettstrategie.
Die Rechnung hinter jedem Wettschein
Wer wissen will, was ein Angebot kostet, muss zwei Zahlen kennen: die Limiten und den Rundungsmechanismus. Der Mindesteinsatz von CHF 1 bei Swisslos erlaubt es, mit einem symbolischen Betrag dabei zu sein. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 bei einer Einzelwette ist die Obergrenze, die eine Verlustlimite schneller reissen lässt.
Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per Einschreiben zu erheben. Sechs Monate klingen nach viel Zeit, bei einer Wette, die fast eine Saison dauert, sind sie es nicht. Ein Gewinn, der in den Spamfilter des Postfachs fällt oder während einer Ferienwoche bekannt gemacht wird, ist kein theoretischer Fall.
Verrechnungssteuer wird erst oberhalb des Bundesfreibetrags von CHF 1’071’000 abgezogen. Wer mit CHF 10 auf Quote 8.00 einen Rückfluss von CHF 80 hat, steht weit darunter und zahlt keinen Rappen darauf. Der interessante Punkt für den Spielenden ist trotzdem die Indexierung: Die Grenze wird regelmässig angepasst, und was heute steuerfrei ist, kann es später anders sein. Es gilt die Grenze des Steuerjahres, in dem der Gewinn anfällt.
Was eine Wette auf den besten Torschützen überhaupt erlaubt
Das Angebot in der Schweiz ist keine Auswahl aus dem Sortiment eines internationalen Buchmachers, sondern eine geschlossene Liste. Die Gespa führt autorisierte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, und ein Anbieter darf nur anbieten, was dort steht. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe zählen nur, wenn sie auf der Liste stehen. Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder auf das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nicht gewettet werden. Ecken- und Kartenmärkte findet man auf der Liste nicht, eine Esports-Sektion ebenso wenig. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Der Swisslos-Auftritt heisst Sporttip; Loterie Romande heisst Jouez Sport. Der Torschützenkönig zählt zusammen mit dem Meistertitel einer Liga zu den Langzeitwetten im Sportwettenangebot. Wer sich heute für eine Quote entscheidet, bindet sich bis zur Auswertung der Saison oder des Turniers; bis dahin steht der Markt in der Regel gültig fest. Bei abgesagten Ereignissen greift eine Frist: Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig — Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Ein Spiel, das drei Tage später stattfindet, bleibt gültig.
Wo die Quote ihre Grenzen hat, wenn niemand den Markt führt
Der Markt existiert nur, wo ein Veranstalter ihn tatsächlich führt. Für die Swisslos-Langzeitwetten steht fest, dass Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar ist, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Ob ein Sporttip-Konto Zugang zu einem Torschützenmarkt hat, hängt davon ab, ob die Wettbewerbe auf der Gespa-Liste stehen und der Veranstalter sie im Programm führt.
Wer heute einen Ausstieg plant, sollte vorher prüfen, was das Konto hergibt. Ohne Teilauszahlung gibt es keine Möglichkeit, einen erwarteten Gewinn zu «sichern», ohne die Position ganz aufzugeben. Die zweite Tür bleibt der vorzeitige Verkauf über Cash-Out — eine Notlösung, kein Ausweg.
Zuerst das Geld, dann die Spannung: die eigenen Limiten bei einer ganzen Saison
Bei einer Wette auf den Meistertitel ist klar, was man verliert. Bei einer Wette auf den Pichichi bleibt offen, ob das Geld acht Monate tatsächlich gebraucht wird, und eine offene Position ein ganzes halbes Jahr zu halten ist etwas anderes, als sie zu spielen. Die Selbstbewertung steht am Anfang, nicht am Ende. Wer sich eine Verlustlimite setzt, muss sich vor der ersten Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage Werte setzen; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Gesenkt wird sofort, erhöht erst nach 72 Stunden — die Verzögerung ist der eigentliche Schutz. Optional lässt sich für jeweils 30 Tage eine eigene Einzahlungslimite setzen. Im Schweizer Recht steht für die Erhöhung einer Limite keine feste Zahl, sie wird von den Veranstaltern nach eigenen Bedingungen gehandhabt.
Dass die Verzögerung wirkt, sieht man an der Reihenfolge im Konto: Erst der neue Wert, dann die Wartezeit, dann die Erhöhung. Wer eine Wette auf den Torschützenkönig abschliesst, sollte dieselbe Logik anwenden und einen Betrag wählen, dessen Rückkehr im Mai genauso willkommen wie möglich ist. Eine Wette, deren Ausgang im Winter keinen mehr interessiert, war zu hoch.
Wann ein Konto zugemacht wird
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer also für ein halbes Jahr Ruhe braucht, kann sie sich nehmen. Diese Sperre ist schwerer zu nehmen als eine Pause: Sie gilt fast ein Jahr und ist nicht für eine schlaflose Woche gedacht.
Wer sich sperrt, während eine Saisonwette läuft, kann die Wette nicht mehr verwalten. Die Position bleibt bis zur Auswertung offen. Das ist ein Argument dafür, sich vor und nicht nach einer unglücklichen Woche zu sperren — und es ist der einzige Punkt auf dieser Seite, an dem die Reihenfolge der Entscheidungen wirklich Geld kostet oder spart.
Beim vielen Angebot ist der Einsatz geschützt
Eine offene Langzeitwette bis zur Auswertung im Mai macht die Frage nach dem Zugang praktisch: Wer die 26-Wochen-Frist für die Geltendmachung von Gewinnen nicht im Kalender hat, verliert sie. Verluste zählen in dieser Rechnung anders, denn bei einer Langzeitwette im Schweizer Sportwettenangebot sind Verluste kein Geld für den Anbieter, sondern eine Zahl im Wallet.
Die Angemessenheit von Verlust- und Einzahlungslimiten ist im ständigen Gespräch, und die politische Diskussion über strengere Werberegeln bewegt sich, ohne dass daraus eine Pflicht wird. Wer sich heute eine Verlustlimite setzt, ist sich also darüber im Klaren, dass die Zahlen von heute die Zahlen von morgen sein können.
Wer den Rythmus vorgibt, kann ihn auch verlassen
Eine Wette mit einer Laufzeit von neun Monaten passt nicht in den Rythmus der kurzfristigen Erholung. Wer nach dem Gewinn schnell etwas zurückholen will, steht vor dem Problem, dass die Quote für die neue Wette auf einem Feld gestellt wird, das er nicht mehr kennt.
Der Spielende, der sich für eine höhere Quote entscheidet, entscheidet sich für einen langen Atem — und die Geduld, die nötig ist, kommt im Kontostand als gebundener Betrag an.
Weitere Informationen zur Spielsucht finden sich bei der Gespa, bei den kantonalen Sozialdiensten und bei der Beratung, die die Veranstalter im Rahmen ihrer Bewilligung anbieten müssen.
Was eine Langzeitwette im Vergleich kostet
Beide erlaubten Anbieter sind auf ihr Gebiet zugeschnitten. Das ist kein Zufall und keine Service-Schwäche, sondern die Struktur des Schweizer Marktes: Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer dort wohnt, kann online ein Konto eröffnen; wer nicht dort wohnt, kann es nicht. Für die Westschweiz ist es umgekehrt.
Der Vorteil dieser Aufteilung ist, dass die Erlöse in der Schweiz bleiben und in gemeinnützige Zwecke der Kantone fliessen. Der Nachteil ist, dass es nichts zu vergleichen gibt. Ein Markt ohne Wahlmöglichkeit schützt die Spielenden nicht vor schlechten Preisen. Die Abwesenheit von Wettbewerb ist selbst ein Kostenfaktor, und sie ist der grösste auf dieser Seite.
Die beiden Anbieter im direkten Vergleich
Hier folgt die Vergleichstabelle mit den drei Spalten: der Anbieter, sein Status in der Schweiz und, wo vorhanden, die gemeldete Bewilligung. Bei den ausländischen Marken stammt der Status aus der Liste der Gespa selbst; die Tabelle behauptet nicht mehr, als dort steht.
| Anbieter | Bewilligung nach BGS (SR 935.51) | Gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos mit Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa | Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) |
| Loterie Romande mit Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa | Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) |
| HornetBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Tobique (Kanada) gemeldet |
| Fezbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe |
| AmunRa | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe |
Für einen Spielenden, der im Swisslos-Gebiet wohnt, ist die Tabelle eine kurze Sache: Es gibt genau eine erreichbare Adresse. Die acht ausländischen Marken sind für Schweizer Spielende ohne Schweizer Bewilligung erreichbar, aber ohne jede Schweizer Aufsicht. Ob eine davon tatsächlich Wetten auf den besten Torschützen führt, sagen die Bedingungen des jeweiligen Anbieters und nicht die Tabelle.
Was der Vergleich am Preis ändert
Die Preisgestaltung stützt sich auf die gemeldete Bewilligung. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern ist sie durch das Geldspielgesetz und die Gespa-Aufsicht belegt; X3Bet nennt in dritten Quellen eine Bewilligung in Kanada, die in der Schweiz keine Wirkung hat.
Der Kern des Vergleichs: Wettbewerb fehlt, das Niveau der Quoten lässt sich nicht gegen einen alternativen Anbieter stellen. Wer sein Gesamtbild auf zwei Zahlen reduziert — einerseits die gemeldete Bewilligung, andererseits den Status in der Schweiz —, hat bereits die wichtigste Information. Auf den Preis des einen Marktes lässt sich daraus leider nichts schliessen.
Was die Steuer mit einem langen Tipp zu tun hat
Wer einen Wettschein abgibt, zahlt nicht auf den Einsatz. Der Steuerfreibetrag liegt bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn. Darüber hinaus zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden muss: Der Gewinn ist zu deklarieren. Ein typischer Spielender bleibt weit unter der Grenze und zahlt deshalb weder Einkommens- noch Verrechnungssteuer auf seinen Gewinn.
Wer im Ausland spielt, verliert diesen Vorteil auf eine subtile Art. Auf Gewinnen bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, weil der Anbieter in der Schweiz nicht abliefert. Die kantonale Praxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer also 10 Franken bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, fällt unter diese Regel. Die Steuerfreibeträge sind je nach Kanton unterschiedlich — für verbindliche Zahlen ist die kantonale Steuerverwaltung zuständig.
Wo eine Wette auf den Torschützenkönig steuerlich endet
Eine Wette auf den Torschützenkönig ist ein Einzelgewinn. Sie fällt am Ende der Saison an, nicht über das Jahr verteilt. Für die Steuererklärung heisst das, dass der Betrag in dem Jahr erscheint, in dem er ausgezahlt wird. Ein Spieler, der im Herbst auf einen Torschützen setzt und im Mai gewinnt, deklariert den Betrag im Jahr der Auszahlung — nicht in dem der Wette.
Wie viel Wetten im Schweizer Sportwettenangebot kosten
Die Antwort auf die Frage nach den Kosten liegt in einem Vergleich, der auf dieser Seite mehrmals anklingt. Eine Wette auf den Torschützenkönig ist kein Zufallsprodukt, sondern eine Position mit einer Laufzeit von mehreren Monaten und mit einem bekannten Höchstverlust. Genau das ist die gute Nachricht, und sie ist die einzige in diesem Abschnitt.
Die Lizenzseite dieser Seite ist kurz. Wer sich auf den Vergleich der Bewilligungen verlässt, hat bereits die zentrale Erkenntnis. Der Rest sind Details: der Mindesteinsatz, der einen Tipp auf einen Torschützen mit einer kleinen Stückelung möglich macht, und der Höchsteinsatz, der eine Position in gefährliche Nähe zur Verlustlimite bringen kann.
Warum die Quote nie das ganze Bild zeigt
Die Marge ist die Zahl, die niemand ausrechnet. Bei einer Quote von 2.00 für einen Ausgang mit einer eingeschätzten Wahrscheinlichkeit von 50 % ist der Erwartungswert für den Spielenden neutral, und jede Abweichung davon geht zu Lasten des Spielenden. Bei einem Torschützenkönig-Markt ist die eingeschätzte Wahrscheinlichkeit nicht beobachtbar, weshalb die Marge hier auch nicht sichtbar wird. Wer die Quoten aller Teilnehmer eines Marktes zusammenzählt, kann sich der Sache nähern: Die Auszahlungsquote ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten, und die Marge ist 100 % minus dieser Auszahlungsquote. In der Schweiz sind die Toppositionen im Markt auf 4 bis 8 eingepreist, der Aussenseiterrand liegt im dreistelligen Bereich. Das ist kein Beweis, sondern eine Beobachtung — eine, die jedem Spielenden zugänglich ist, der die Quoten auf dem Wettschein nebeneinanderlegt.
Wenn die Quote zu gut aussieht
Eine Quote, die deutlich über der anderer Anbieter liegt, ist bei einem Markt mit zwei Anbietern nicht überprüfbar. Ein Sporttip-Konto kann nicht neben einem Jouez-Sport-Konto stehen. Wer in einem ausländischen Angebot eine auffällig hohe Quote sieht, sollte sich die Frage stellen, woher sie kommt.
Wie die Wette auf den Torschützenkönig geregelt ist
Der Rahmen ist das Geldspielgesetz mit dem Bundesgesetz über Geldspiele; es ist seit 1. Januar 2019 in Kraft. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel. Aufsichtsbehörde ist die Gespa mit Sitz in Bern; die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen trat am 1. Januar 2021 in Kraft. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist nicht zuständig, denn sie beaufsichtigt nur die Casinos.
Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Das ist keine Marktregulierung, die man umschreiben könnte. Eine geschlossene Liste mit zwei Einträgen.
Was gewettet werden darf, ist ebenfalls eine geschlossene Liste. Erlaubt sind nur Sportwetten; auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen zu wetten, ist nicht möglich. Die Liste der Gespa ist die massgebliche Grundlage — Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Einschränkung trifft niemanden zufällig. Sie ist die Konsequenz daraus, dass nur ein Teilnehmerkreis wettet, der das Ereignis nicht beeinflussen kann.
Der Wohnsitz als eigentlich seltenes Gut
Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis im Gebiet des Veranstalters. Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Eine Adresse in Deutschland oder Österreich reicht nicht. Wer in Zürich wohnt, kann das Konto bei Loterie Romande nicht eröffnen, obwohl beide Veranstalter unter derselben Aufsicht stehen.
Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Die Kontrolle an den Verkaufsstellen ist nicht lückenlos: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Online-Kontrolle ist an dieser Stelle verlässlicher, weil sie an der Identitätsprüfung hängt.
Die Schweizer Grenze: was sie kostet und was sie schützt
Der ganze Markt hängt an einer kantonalen Entscheidung. Das ist der eigentliche Kern der Rechtslage, und er erklärt, warum die Auswahl auf dieser Seite so klein ist. Was die Grenze schützt, ist das Spielerkonto: Schweizer Wallets zahlen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers aus; anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht. Kredite an Spielende sind verboten.
Für den Spielenden bedeutet diese Regel, dass ein Auszahlungsweg, der keinen Namen trägt, ein Warnsignal ist. Wer heute auf ein Konto ohne Namen auszahlen lassen kann, befindet sich ausserhalb des Schweizer Rahmens — mit allen Folgen. Die Schweiz hat kein Zahlungssperrwerkzeug gegen unbewilligte Wettanbieter; wer also die Verantwortung für sein Geld sucht, findet sie nur bei einem bewilligten Veranstalter.
Was für einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spricht
Die acht ausländischen Marken sind für Schweizer Spielende erreichbar, aber ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: Bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Was fehlt, ist konkret: kein Anschluss an das Schweizer Spielsperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Fairplay-Kontrolle. Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekomunternehmen per DNS blockieren; die Liste umfasste Ende 2025 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home, und sie nennt bet365 als auf der Liste stehend. Wer eine solche Seite erreicht, erreicht sie also nicht, weil sie erlaubt wäre.
Bei Streitigkeiten mit einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine Aufsichtsbehörde, an die sich der Spielende wenden könnte. Bei einem bewilligten Veranstalter ist die Aufsicht erreichbar, aber die Zahl der möglichen Streitpunkte ist durch den schmalen Rahmen begrenzt.
Die beiden Schweizer Veranstalter und acht grenznahe Marken im Kostenvergleich
Die Auswahl ist asymmetrisch: zwei Anbieter mit Schweizer Bewilligung, acht ohne. Diese Ungleichheit ist nicht das Ergebnis eines Auswahlverfahrens unter Gleichen, sondern die direkte Folge des Gesetzes. Für den Vergleich heisst das, dass nur zwei Spalten überhaupt mit Schweizer Zahlen gefüllt werden können — Limiten, Bewilligung, Rechtsweg. Bei den acht übrigen bleibt der Status in der Schweiz, und mehr nicht. Diese acht sind wegen der Reihenfolge der Liste nicht besser oder schlechter, sondern nur wegen ihres Status.
Die folgenden Abschnitte gehen die zehn Anbieter in dieser Reihenfolge durch. Ein Status in der Schweiz, der bei beiden fehlt: Bewilligung, Limiten, Rechtsweg stehen über allen, was sonst zu finden ist. Der Vergleich endet bei den acht ausländischen Marken mit einer einzigen Feststellung, die in allen Fällen negativ ausfällt.
Swisslos mit Sporttip: der Veranstalter mit dem grössten Spielraum
Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Gesetz über Geldspiele (SR 935.51), beaufsichtigt von der Gespa.
Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Konto eröffnen, und wer nicht dort wohnt, kann es nicht. Diese Grenze ist nicht verhandelbar.
Sporttip kennt Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten — vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es gibt keine Garantie für jeden Markt. Bei Langzeitwetten ist das der wichtigste Punkt: Wer im Winter aussteigen will, muss den ganzen Schein schliessen. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn; er hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Ein Anbieter, der die Auszahlung an eine Bedingung knüpft, die er «jederzeit» ändern kann, hat sich ein Hintertürchen offen gelassen — das ist buchhalterisch sauber und für den Spielenden ein Nachteil.
Der Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das ist ein Booster auf den Nettogewinn, kein Gratisgeld.
Die langfristige Position, die Swisslos bei Langzeitwetten anbietet, ist der stärkste Grund, sich für dieses Konto zu entscheiden. Der Mindesteinsatz von CHF 1 macht ein halbes Dutzend Saisontipps möglich, ohne das Budget zu sprengen. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 auf einen einzelnen Schein erlaubt eine Position, die man nach einer Verlustwoche bereut. Die Limiten sind ein Sporttip-Konto «voll», weil sie einen Anbieter mit einem breiten Angebot und einer langen Bindung abdecken — nur zu welchem Preis, steht nicht in der Tabelle.
Loterie Romande mit Jouez Sport: der Anbieter für die Westschweiz
Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne als Kontaktadresse und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch hier gilt: eine Bewilligung für ein Grossspiel, eine Aufsicht durch die Gespa, ein Konto nur für Personen mit Wohnsitz im Gebiet.
Die Einsatzgrenzen sind die strengsten der beiden. Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, an der Verkaufsstelle bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Wer aus der Westschweiz kommt und mit einem Betrag von CHF 500 plant, hat hier also weniger Luft als bei Sporttip.
Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst zwei bis zehn Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Für den Spielenden ist die Gewinngrenze die eigentlich relevante Zahl: Sie ist kein Ziel, sondern eine Decke. Wo sie liegt, entscheidet, welches Risiko der Anbieter tragen will. Bei einem einzelnen Torschützen-Tipp mit einem Einsatz von CHF 100 müsste die Quote 3’000 betragen, um an die Grenze zu stossen.
Wer eine Wette auf den besten Torschützen und einen zweiten Langzeittipp auf denselben Wettschein legt, sollte die Obergrenze für Multiples von CHF 1’000’000 kennen. Sie ist hoch genug, um im normalen Betrieb irrelevant zu sein, und niedrig genug, um in einem sehr unwahrscheinlichen Fall zu greifen.
HornetBet: ein Angebot ohne Schweizer Aufsicht
HornetBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine Bewilligung für HornetBet ist nicht festgestellt, und sie hätte in der Schweiz ohnehin keine Wirkung. Das bedeutet: kein Anschluss an das Schweizer Spielsperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Gespa die Domain auf die Sperrliste setzt.
Wer sein Konto bei HornetBet führt, handelt ohne den Schutz des Schweizer Systems. Ein Torschützenkönig-Markt mag dort existieren, aber die Bewertung dieses Marktes lässt sich nicht mit einem Schweizer Spielerkonto vergleichen. Das ist keine moralische Feststellung, sondern der Kern der Sache.
22Bet: Bewilligung ohne Schweizer Wirkung
Bei 22Bet ist die Bewilligung nicht festgestellt; eine Bewilligung hätte in der Schweiz keine Wirkung. Damit gelten dieselben drei Folgen: kein Anschluss an das Spielsperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Fairplay-Kontrolle. Eine Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Ein Torschützenkönig-Markt bei 22Bet wäre für einen Schweizer Spielenden ein Auslandsgeschäft. Wer dort gewinnt, unterliegt der kantonalen Steuerpraxis für ausländische Grossspiele, nicht dem Schweizer Freibetrag.
1Bet: das Angebot ohne Schweizer Bewilligung
1Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung ist nicht festgestellt. Die Domain kann auf die Sperrliste kommen. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Was bleibt, ist der Vergleich mit den beiden Veranstaltern: Bei 1Bet gibt es keinen Grund, einen Schweizer Gewinn anders zu behandeln als ein ausländisches Grossspiel. Die Steuerpraxis der Kantone greift hier genauso wie bei jeder anderen Marke ohne Schweizer Bewilligung.
X3Bet: eine ausländische Bewilligung mit Wirkung nur im Ausland
X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Dritte Quellen nennen eine Bewilligung in Tobique (Kanada). In der Schweiz hat eine solche Bewilligung keine Wirkung. Damit gelten die drei Folgen: kein Anschluss an das Spielsperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Fairplay-Kontrolle.
Die kanadische Bewilligung ist kein Vorteil, sondern nur eine Information über die Herkunft des Anbieters. Wer sein Konto dort führt, verlässt den Schweizer Rahmen. Für einen Spielenden, der eine Langzeitwette auf einen Torschützen plant und während der Saison aussteigen will, ist gerade der fehlende Rechtsweg das entscheidende Problem.
Fezbet: keine festgestellte Bewilligung
Fezbet hat keine Schweizer Bewilligung; eine Bewilligung ist nicht festgestellt. Es gelten dieselben drei Folgen. Wer eine Langzeitwette in einem Markt mit langer Laufzeit sucht, findet bei Fezbet keine Schweizer Aufsicht, an die er sich im Streitfall wenden könnte.
AmunRa: ein Angebot ohne Schweizer Bewilligung
AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung ist nicht festgestellt; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Wirkung. Dazu kommen der fehlende Anschluss an das Spielsperrregister und der fehlende Rechtsweg. Die Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Wer über AmunRa einen Torschützenkönig-Markt findet, findet dort keinen Schweizer Schutz. Das ist die ganze Bewertung, und mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Funbet: eine Marke mit deutschem Namen und ohne Schweizer Bewilligung
Funbet verfügt ebenfalls über keine Schweizer Bewilligung. Es gelten die gleichen Einschränkungen bezüglich fehlender Aufsicht und Rechtsweg wie bei allen Anbietern ohne Schweizer Zulassung. Die Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Für Schweizer Spielende ist Funbet damit ein Auslandsangebot mit allen Konsequenzen. Ein Torschützenkönig-Markt ist dort kein Schweizer Markt, sondern ein Markt in einem anderen Rechtsrahmen.
IviBet: eine Marke am Rand der Liste
Auch IviBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die für diese Anbieter typischen Konsequenzen hinsichtlich fehlender Schutzmassnahmen sind hier ebenfalls anwendbar. Die Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Das ist die letzte der acht Marken ohne Schweizer Bewilligung. Wer wissen will, was ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kostet, hat auf dieser Seite die Antwort in drei Punkten gehört: kein Sperrregister, kein Rechtsweg, keine Fairplay-Kontrolle. Diese drei Punkte gelten für alle acht, und sie sind der Grund, warum die Schweizer Bewilligung in diesem Vergleich mehr zählt als jede Quote.
Häufige Fragen zur Quote auf den Torschützenkönig
Wie entsteht die Quote auf den Torschützenkönig und welcher Anteil bleibt beim Anbieter?
Der Anbieter schätzt die Torerwartung des Feldes, verteilt sie auf die Spieler und rechnet daraus Wahrscheinlichkeiten in Quoten um. In jedem Preis steckt anschliessend sein Anteil. Wie gross dieser Anteil ist, lässt sich ausrechnen: Die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller angebotenen Quoten, und der Abzug ist der Rest bis 100 %.
Bieten Swisslos mit Sporttip oder Loterie Romande mit Jouez Sport Wetten auf den besten Torschützen an?
Beide dürfen Sportwetten anbieten, und der Torschützenkönig zählt zusammen mit dem Meistertitel zu den Langzeitwetten. Ob ein bestimmter Wettbewerb im Programm steht, hängt an der Liste der Gespa und am Wettprogramm des Veranstalters. Vor dem Abschluss lohnt deshalb ein Blick in das Wettprogramm des eigenen Veranstalters.
Welche Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten die Gespa zulässt
Erlaubt sind ausschliesslich Sportwetten; auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen lässt sich in der Schweiz nicht wetten. Die Gespa führt die autorisierten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in einer Liste, und nur was dort steht, darf angeboten werden. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe zählen nur, wenn sie dort aufgeführt sind.
Wie wird der Gewinn berechnet, wenn der Tipp auf den besten Torschützen aufgeht?
Der Rückfluss ist der Einsatz mal der Quote, bei Kombinationen der Einsatz mal dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Nicht innerhalb von 26 Wochen geltend gemachte Gewinne verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos.
Was geschieht mit dem Einsatz, wenn mehrere Spieler gleich viele Tore erzielen?
Der Torschützenkönig ist der Spieler mit den meisten Toren; erzielen mehrere Spieler gleich viele, hängt die Auswertung an den Bedingungen des Veranstalters. Eine pauschale Regel gibt es nicht, und die Frage lässt sich nicht aus dem Gesetz beantworten. Wer auf einen einzelnen Namen setzt, sollte den Passus zur Auswertung vorher lesen.
Ab welchem Gewinn fällt Verrechnungssteuer an, und gilt der Freibetrag je nach Kanton unterschiedlich?
Der Bundesfreibetrag liegt bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn; darüber zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Die kantonalen Freibeträge sind unterschiedlich, weshalb für verbindliche Zahlen die kantonale Steuerverwaltung zuständig ist. Ein typischer Wettschein bleibt weit darunter.
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Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichch»
