Sportwetten Tipps, Vorhersagen und Gratis-Angebote: der Preis steckt nicht im Tipp

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein Stapel leerer Karteikarten und ein Kugelschreiber liegen auf einem aufgeräumten Schreibtisch am Fenster.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungen der Schweizer Veranstalter wurden gegen die Angaben der Interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa und die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen abgeglichen.

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Zwei Sätze, die man auf jeder Gratis-Prognoseseite vergeblich sucht: In der Schweiz darf Sportwetten nur anbieten, wer eine Veranstalterbewilligung für ein Grossspiel hat, und das sind genau zwei Organisationen. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was im deutschsprachigen Netz unter Sportwetten auftaucht, einschliesslich der Seiten, die dir morgen kostenlos sagen wollen, wer am Samstag gewinnt, hat hier keine Bewilligung. Der Tipp kostet dich nichts. Etwas anderes kostet dich etwas, und darum geht es auf dieser Seite.

Wer eine Vorhersage liest, kauft keine Eintrittskarte in einen sicheren Ausgang. Er kauft eine Meinung über ein Sportereignis, das noch nicht gespielt ist. Das ist mehr als nichts, sonst gäbe es keine Buchmacher. Aber es ist deutlich weniger, als die Aufmachung verspricht, und der Preisunterschied zwischen einer guten und einer schlechten Prognose ist nicht der zwischen Gewinnen und Verlieren, sondern der zwischen einem Wettprogramm, in dem du dich noch auskennst, und einem, in dem du die Bedingungen erst nach der Auszahlung erfährst. Pflicht dieser Seite ist deshalb eine Reihenfolge: erst der Schutz, den du nicht verhandeln kannst, dann das Werkzeug in der Hand, dann die Zahlen, dann die Anbieter und die Rechtslage. Wer bei der Prognose anfängt, fängt am falschen Ende an.

Spielerschutz: was eine Vorhersage dir nicht abnimmt

Kostenlose Tipps ändern an keiner Pflicht etwas. Wenn du mit eigenem Geld wettest, trägst du das Risiko allein, und die einzige Person, die es vorab begrenzen kann, bist du. Die Schweizer Veranstalter müssen dich dabei unterstützen, weil das Gesetz es verlangt. Von dir verlangt niemand, dass du die Unterstützung annimmst. Genau dafür ist sie da.

Ein Handball liegt am Rand des Torraums in einer leeren Sporthalle, Licht fällt durch Oberlichter auf den Hallenboden.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Verlustlimiten setzen, bevor der erste Tipp gespielt ist

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das ist der wirksamste Mechanismus auf der ganzen Seite, und er funktioniert genau so, wie er aussieht: Der schlechte Entschluss von heute Nacht lässt sich nicht mehr dagegen ausspielen, weil er drei Tage braucht, um wirksam zu werden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Der gesetzliche Rahmen dazu ist bewusst zurückhaltend. Es gibt in der Schweiz keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungsobergrenze. Der Veranstalter muss von seinen Kundinnen und Kunden einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Die Höhe bestimmst du. Eine Limite von mehreren tausend Franken ist formal korrekt und psychologisch wertlos. Setz sie auf eine Zahl, deren Verlust du am Monatsende nicht nachrechnen musst.

Die Statuten nennen für das Anheben einer Limite 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bestimmungen 72 Stunden an. Der Unterschied ist ein Beispiel für das Prinzip, das diese ganze Seite durchzieht: Der Anbieter legt fest, wie schwer es dir gemacht wird, und er hat hier die strengere Variante gewählt.

Spielsperre und Register: die Pause, die niemand dir verweigern kann

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der Teil des Schweizer Systems, den du nirgends sonst bekommst. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss dir angeboten werden.

Was das mit Gratis-Vorhersagen zu tun hat: Ein Prognoseportal hat keine Sperrliste. Es kennt dich nicht, es kennt dein Limit nicht, und wenn du morgen dort ein Konto eröffnest, weiss die Plattform nicht, dass du dich bei Swisslos gerade selbst gesperrt hast. Die Sperre ist ein geschlossenes System, und sie schliesst nur innerhalb der Schweiz. Diese Selbstverständlichkeit ist auf Tippseiten mit Affiliate-Werbung bemerkenswert schwer zu finden.

Wo es in der Schweiz hakt

Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Bewilligung auf Papier und Schutz am Tresen sind zwei verschiedene Dinge. Wer sein Kind mit einem Wettschein losschickt, sollte diese Zahl kennen.

Der Altersrahmen sonst ist klar: Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und Spielsperren sowie Minderjährige haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für registrierte Online-Konten gilt: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Wetten sind kein Einkommen. Wer eine Prognoseseite liest, weil er diesen Monat Geld braucht, hat bereits die falsche Seite offen. Bei anhaltendem Druck gehört die Frage nicht ins Wettschein-Fenster, sondern zu einer Beratungsstelle, und die Sperre ist der Schalter, den man umlegen kann, ohne mit jemandem zu reden.

Wett-Apps und Prognose-Apps: der Gratis-Tipp als Einstiegstür

Die Suchanfrage führt meist zu einer App, nicht zu einer Website. Darin liegt schon die erste Kostenerkenntnis: Prognose-Apps und Wett-Apps werden in einem Atemzug genannt, und sie gehören nicht in denselben Atemzug. Eine Prognose-App liefert Einschätzungen, eine Wett-App nimmt Geld entgegen. Verwechselt man beide, zahlt man dort, wo man gelesen hat.

Konto nur bei einem berechtigten Veranstalter

Sporttip-Wetten lassen sich online über Swisslos oder die Sporttip App für iOS und Android abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden. Wer in der Westschweiz wohnt, nutzt das Angebot der Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport. Mehr legale Türen gibt es nicht.

Die Registrierung ist nicht bloss eine Formalität, und sie ist der eigentliche Filter. Bei Swisslos werden die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das kostet ein paar Minuten beim Anlegen des Kontos und spart im Zweifelsfall Wochen bei der Auszahlung, weil ein Konto, dessen Inhaber feststeht, keine Diskussion über die Zuordnung eines Gewinns führt. Auszahlungen gehen ohnehin nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen, Krypto-Auszahlungen ohne Namensbezug, gibt es im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht. Wer das als Nachteil liest, hat die Richtung des Schutzes nicht verstanden: Es ist derselbe Mechanismus, der verhindert, dass jemand in deinem Namen spielt.

Ein Konto pro Person, geprüfte Identität. Ein Zweitkonto mit anderer Adresse ist keine Schlauheit, es ist der Grund, aus dem die Auszahlung dann stockt.

Was ausländische Anwendungen nicht mitbringen

Eine App ohne Schweizer Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung. Sie ist nicht mit dem schweizweiten Sperrregister verbunden, und wenn etwas schiefgeht, gibt es keinen Schweizer Rechtsweg. Ihre Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — das nennt sich Domain-Hopping, und die Gespa nennt dafür unter anderem Interwetten und Bet-at-Home; auch bet365 steht auf der Liste.

Diese Liste ist kein Zufallstreffer. Sie zeigt, dass die Blockade ein Nachhinken ist, kein Zaun. Wer eine ausländische App sucht, findet sie nach ein paar Minuten Suche wieder. Das ist keine Empfehlung, sondern die Beschreibung einer Lage, die jeder kennen sollte, der glaubt, eine Sperrliste schütze ihn vor der eigenen Neugier.

Für die App-Wahl heisst das: Die Zahl der Downloads sagt nichts über die Bewilligung. Prüfen lässt sich die Bewilligung dort, wo sie herkommt — bei der Gespa und in der Interkantonalen Vereinbarung, nicht im App-Store-Ranking.

Wie eine Vorhersage entsteht: Form, Statistik und Quoten

Eine Wettvorhersage ist ein Satz über ein Ereignis, das noch nicht eingetreten ist. Sie stützt sich auf drei Grössen, die man auseinanderhalten muss, weil sie unterschiedlich schnell veralten: die Form einer Mannschaft, die Statistik eines Wettbewerbs und die Quote, die der Markt bereits gebildet hat.

Form und Statistik sind beschreibend, nicht vorhersagend

Form beschreibt, was war. Fünf Spiele ohne Niederlage sind eine Beobachtung über fünf Spiele, nicht ein Mechanismus, der ein sechstes steuert. Statistik beschreibt Muster über viele Fälle und wird dort wertlos, wo die einzelne Begegnung von etwas abhängt, das nie in der Tabelle stand — Aufstellung, Reisestrapazen, ein Torwart mit einer schlechten Woche.

Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern der Kern des Problems mit gratis angebotenen Einschätzungen. Eine Prognose über Fussball, Eishockey, Handball oder Basketball lässt sich aus öffentlichen Daten in wenigen Minuten bauen. Sie sieht dadurch fundiert aus. Sie ist auch nicht wertlos. Sie ist nur nicht besser als der Markt, gegen den du sie setzt, und der Markt hat mehr Rechenleistung, mehr Daten und längere Erfahrung als das Portal, das dir gerade eine kostenlose Analyse schenkt.

Wettvorhersagen zur Champions League sind das beste Anschauungsmaterial, weil dort alle dieselben Zahlen sehen. Wenn die Informationen für jeden gleich zugänglich sind, verschwindet der Vorteil, den ein Tipp haben könnte, und es bleibt die Quote.

Quoten sind Preise, keine Meinungen

Die Quote ist die einzige Zahl auf einer Prognoseseite, die dich wirklich betrifft. Sie sagt, was du gewinnst und was der Veranstalter behält, und beides steckt in derselben Zahl. Rechnen wir das an einem Beispiel durch, ausdrücklich einem konstruierten und keiner Angebotszahl: ein Zwei-Wege-Markt mit den Quoten 1.90 und 1.90. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), was 90,25 % ergibt. Die Marge, der Anteil, den der Buchmacher von jedem gesetzten Franken behält, liegt damit bei 9,75 %.

Diese Marge ist kein Ausreisser, sondern der Normalfall eines einfachen Marktes, und sie ist die Grösse, die den Erwartungswert jeder Vorhersage drückt, ganz gleich, wie gut sie ist. Wer zwanzig Wetten zu je CHF 10 auf solche Märkte setzt, hat CHF 200 umgesetzt und im statistischen Mittel rund CHF 19,50 Margenkosten getragen — unabhängig davon, ob die Prognosen aus einer Redaktion stammen oder aus einem Forum.

Die Bandbreite ist das Entscheidende an der Zahl. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten um 1.90 liegen die Margen im hohen einstelligen Prozentbereich; handelt es sich um einen Markt mit mehreren gleichwertigen Ausgängen, verteilt sich derselbe Aufschlag auf mehr Preise und die Auszahlungsquote sinkt weiter; bei einem Duell mit klarem Favoriten liegt sie günstiger, weil der Buchmacher auf der Aussenseiter-Seite weniger Risiko tragen muss. Die Marge hängt also daran, wie viele Ausgänge ein Markt hat und wie sicher der Ausgang aus Sicht des Marktes ist — nicht daran, ob die Analyse dahinter gut ist.

Wer auf dieser Grundlage über einen Tipp nachdenkt, kommt an einer Frage nicht vorbei: Was müsste die Vorhersage besser wissen als der Preis, um diese 9,75 % aufzuholen? Antwort: mehr, als eine Seite weiss, die nichts von dir verlangt und sich über Werbung finanziert.

Der Value-Begriff, ohne Zauberwort

Eine Value-Wette ist eine Wette, deren tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit höher ist als die vom Preis ausgedrückte. Der Begriff ist nützlich als Denkfigur und gefährlich als Etikett, weil er sich nur im Rückblick kontrollieren lässt. Wenn ein Portal dir erklärt, es habe einen Value gefunden, dann liegt darin die Behauptung, es wisse etwas, das der Markt nicht wisse. Bei identischen Informationen ist das eine sehr grosse Behauptung, und eine Seite, die dir Gratis-Wettvorhersagen liefert, ist nicht der Ort, an dem sie belegt wird.

Was du selbst tun kannst, ohne dich zu verschulden: die Wahrscheinlichkeit, die du für ein Ereignis hältst, in eine Quote umrechnen und sie neben die angebotene legen. Wenn deine Einschätzung 50 % beträgt, entspricht ihr fair eine Quote von 2.00. Findest du 2.10, hast du bei deiner eigenen Einschätzung einen positiven Erwartungswert; liegst du falsch, hast du ihn nur gedacht. Die Rechnung belehrt dich nicht über den Ausgang. Sie sagt dir nur, was du glaubst — und dasselbe sagt sie über die Marge, die immer schon eingepreist ist.

Warum kein Tipp sicher ist

Ein Tarif über die Höhe deiner Rückzahlung bei einem gewonnenen Einsatz ist eine einfache Sache: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Diese Zahl ist beim Abschluss der Wette genau bekannt. Sie sagt nichts darüber, ob die Wette gewinnt, und nichts auf dieser Seite wird das je behaupten.

Bei den beiden bewilligten Veranstaltern gibt es dazu noch eine Detailregel, die man kennen sollte, weil sie zeigt, wie genau ein Wettprogramm gedacht ist: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — etwa 90 Minuten beim Fussball — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer ein Weiterkommen meint und auf den Sieg in der regulären Zeit gesetzt hat, hat nicht die Mannschaft falsch eingeschätzt, sondern den Markt.

Livewetten und Cash-Out: die Entscheidung in Echtzeit

Livewetten sind in der Schweiz erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern die Veranstalterin über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Das Geldspielgesetz beschränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird — ein Live-Bild ist keine Bedingung für eine Live-Wette. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit der Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit der Quote 1.00 werten.

Für den Live-Wettenden heisst das eine Sache: Die Sekunde, in der du auf den Knopf drückst, ist nicht die Sekunde, in der deine Wette gilt. Wer in der 89. Minute auf das 1:0 reagiert, wettet nicht auf die Zukunft, sondern auf die Geschwindigkeit seiner eigenen Leitung. Die Regel ist nicht unfair, sie ist die Grenze, an der Livewetten physikalisch werden.

Cash-Out ist dagegen nicht gesetzlich geregelt und bleibt eine Funktion des jeweiligen Anbieters. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Damit ist Cash-Out kein Rettungsanker, sondern ein weiterer Handel. Du verkaufst eine noch offene Position an den Buchmacher zurück, und der Preis dafür wird von der Gegenseite bestimmt. Wer ihn regelmässig nutzt, zahlt für die Bequemlichkeit der Gewissheit. Wer einmal nachrechnet, was ihm bei einem deutlichen Zwischenstand angeboten wird, trifft die Entscheidung danach anders.

Die Anbieter im Vergleich: zwei mit Bewilligung, acht ohne

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Plattformen nach ihrem Schweizer Bewilligungsstatus. Sie ist kein Ranking von Gewinnchancen, sondern eine Einordnung: Wer darf hier überhaupt, und wer trägt eine Bewilligung aus einem anderen Land, die in der Schweiz keine Geltung hat.

Plattform Bewilligung für Sportwetten in der Schweiz Veranstalterin oder berichtete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Wettigo keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung nicht festgestellt
1xBet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung nicht festgestellt
BetAlright keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung nicht festgestellt
BetFury keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung nicht festgestellt
bet365 keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung nicht festgestellt
Rainbet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung nicht festgestellt
Gamdom keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung nicht festgestellt
N1 Bet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung nicht festgestellt

Die Tabelle hat auf den ersten Blick nur zwei Farben, und das ist die ehrlichste Darstellung der Schweizer Lage. Was sie nicht zeigt: Die acht Zeilen unten sind untereinander nicht gleich. Sie unterscheiden sich in Wettprogramm, Auszahlungsgeschwindigkeit und Bedienung, und für einen Wettenden kann das ein Unterschied sein. In der einigen Frage, die für einen Schweizer Wohnsitz zählt, sind sie identisch. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Die andere Auslassung der Tabelle ist strukturell: Die beiden oberen Zeilen bedienen nicht dasselbe Gebiet. Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Gebiet offen. Für einen Wettenden ist damit nicht die Qualität des Angebots die erste Frage, sondern die Postleitzahl. Die Wahl, die eine Bestenliste normalerweise verspricht, existiert innerhalb der Schweiz nicht.

Die dritte Auslassung betrifft das, was die unteren acht Zeilen kostet. Keine Schweizer Bewilligung heisst: keine Verbindung zum schweizweiten Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und ein ausländischer Gewinn, der nach kantonaler Praxis steuerlich anders behandelt wird. Was unten steht, bietet mehr Märkte und oft grössere Auswahl. Es bietet sie ohne das Rückgrat, das die oberen zwei Zeilen tragen.

Sporttip: der Veranstalter mit dem längsten Regelwerk

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip, und die Aufsicht führt die Gespa mit Sitz in Bern. Erwähnt sei, damit die Zuständigkeiten nicht verwischen: Die eidgenössische Spielbankenkommission ist für Casinos zuständig, nicht für Sportwetten.

Einsatz und Systemwette

Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. CHF 1’000 pro Wette klingt nach einer Zahl für Grossspieler, und für den Alltag ist es genau das Gegenteil einer Einschränkung. Bemerkenswert ist etwas anderes: Die Obergrenze ist im Vergleich zum Schweizer Höchstgewinn bei Jouez Sport ein Rundungsfehler, und für einen Wettenden, der eine Kombination mit zehn oder fünfzehn Positionen baut, wird sie zur eigentlichen Deckelung des möglichen Ertrags.

Die Mindestquote von 1.10 und die Höchstquote von 100’000 aus der Systematik der Westschweizer Schwester zeigen, wo die Grenzen eines Wettscheins liegen. Bei Swisslos ist ein zugelassener Mindestwert nicht dasselbe wie bei der Loterie Romande, und wer an beiden Systemen teilnimmt, muss die eine Zahl nicht auf das andere übertragen.

Kombiboost, Quotenboost und Profitboost

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Rechnen wir die unterste Stufe nach: vier richtige Voraussagen auf einen Nettogewinn von CHF 100 ergeben CHF 105. Fünf Franken. Für vier Einschätzungen, die alle zutreffen müssen, und jede von ihnen mit einer Mindestquote von 1.50.

Das ist die ganze Mechanik hinter einem Wort, das auf den ersten Blick nach Geschenk klingt. Die 100 % bei fünfzehn Voraussagen sind arithmetisch spektakulär und praktisch eine Lotterie in der Lotterie. Wer den Boost als Grund sieht, mehr Positionen auf den Schein zu nehmen, hat die Kostenrichtung umgedreht: Der Boost wächst mit der Kombination, die Trefferwahrscheinlichkeit fällt mit ihr.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Diese letzte Regel verbindet zwei Funktionen, die nichts miteinander zu tun haben: Wer den erhöhten Gewinn mitnimmt und dann während des Spiels aussteigt, verliert die Erhöhung und behält den Cash-Out zum regulären Preis. Eine der beiden Entscheidungen frisst die andere.

Cash-Out und Kombinationen

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, bei Online-Wetten und nur vollständig. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Spielraum, den das eröffnet, ist der Preis der technischen Absicherung. Für den Wettenden, der eine Kombination aus zwei Märkten desselben Spiels zusammenklickt, gilt: entweder über die vorgesehene Funktion oder gar nicht.

Einzahlung und Auszahlung

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos bietet Swisslos unter anderem PostFinance Pay an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Die Auszahlungsregeln enthalten die Position, die bei jedem Vergleich unter den Tisch fällt. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Zweimal im Jahr gratis, danach 3 %. Für einen Wettenden mit einem regelmässigen Spielmuster ist das eine Wettgebühr auf die eigene Kasse, und sie ist unsichtbar, weil sie nicht im Wettschein steht, sondern im Zahlungsverkehr. Wessen Kontoauszug vier oder fünf Buchungen zeigt, hat die Grenze bereits überschritten. Bemerkenswert ist auch die Frist von 5 bis 10 Arbeitstagen: Sie ist keine Langsamkeit, sondern die Bedingung, unter der ein manuell geprüfter Auszahlungsvorgang mit Namensabgleich funktioniert — genau der Vorgang, der anonyme Auszahlungen ausschiesst.

Bei den Gewinnen gilt eine Zweiteilung: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Kleine Gewinne landen also im Spielguthaben, grosse auf dem Bankkonto — mit der Folge, dass Kleingewinne im System bleiben und die Kosten des Zahlungsverkehrs erst bei den grösseren Beträgen anfallen.

Verfall und Einsprache

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Wer gegen die Verweigerung einer Auszahlung vorgeht, hat für die Einsprache 10 Tage und muss sie per eingeschriebenem Brief erheben. Zwei Fristen, zwei völlig verschiedene Grössenordnungen: 26 Wochen für den Gewinn, 10 Tage für den Einspruch. Ein Wettschein im Handschuhfach hat ein Verfallsdatum, und die Beschwerdefrist ist kürzer als ein Zahnarzttermin.

Und wie es sich ausgeht

Sporttip ist das Produkt eines Veranstalters, dessen Spielregeln bis zur letzten Frist ausformuliert sind, und das ist für einen Wettenden ein Vorteil, den keine Quote ausdrückt. Der Preis dieses Vorteils steht in den Limiten und in der Wallet-Mechanik: CHF 1’000 pro Wette, rund zwei kostenlose Auszahlungen im Jahr. Wer häufig und mit kleineren Beträgen spielt, merkt von beidem wenig. Wer einmal gross spielt, merkt beides.

Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, andere Zahlen

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Zweitausenddreihundertfünfzig Verkaufsstellen in sechs Kantonen sind kein Randkanal, sondern ein Vertriebsnetz mit Filialdichte — und für einen Teil der Kundschaft ist die Wettschein-Abgabe am Tresen der Weg, der überhaupt gegangen wird.

Am Rahmen ändert das nichts: Jouez Sport ist das zweite Produkt einer Veranstalterbewilligung für ein Grossspiel unter Aufsicht der Gespa, und ein Online-Konto ist Personen mit Wohnsitz in der Westschweiz vorbehalten. Die Beklagenswerte Asymmetrie ist bekannt und wird von der Aufsicht nicht bearbeitet: In welchem Kanton man wohnt, entscheidet darüber, welchen Anbieter man überhaupt wählen kann, und in Ticino und Liechtenstein gilt Swisslos, in Freiburg die Loterie Romande.

Der Höchstgewinn als eigentliche Obergrenze

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Das ist eine der wenigen Stellen im Schweizer Wettgeschäft, an der eine Zahl wirklich gross ist — und sie ist gross, weil sie eine Obergrenze ist, keine Zusage. CHF 300’000 pro Wette ist ein Deckel, der nur dann greift, wenn du ihn fast erreichst; ein Wettschein mit einer Gesamtquote von 100’000 und Einsatz von CHF 1’000 würde in vier von fünf Fällen dem Höchstgewinn begegnen, in dem einen Fall, in dem er aufgeht, wäre er ein Treffer weit jenseits jeder Prognose. Der Deckel ist also kein praktisches Problem für den Normalwettenden. Er ist die Antwort des Veranstalters auf die zweite Frage nach jedem sensationellen Kombinationsgewinn: Wer zahlt ihn, und wie hoch darf er sein.

Praktisch relevanter ist die Kombinations-Obergrenze von zehn Voraussagen. Zehn Positionen sind in der Schweiz die Höchstlänge des Wettscheins, und der Kombiboost bei Sporttip verlangt bereits vierzehn Positionen für die höchste Stufe. Wer auf beiden Seiten des Landes mit Kombinationen arbeitet, stösst bei der Frage nach der maximalen Zahl von Voraussagen auf zwei verschiedene Antworten.

Wo das Angebot an die Grenze stösst

Der Vergleich der beiden bewilligten Produkte ist kurz und macht deutlich, wo die Schweizer Besonderheit liegt. Zulässig sind nur Sportwetten, und das bewilligte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der autorisierten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet; niemals Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste enthält keine Eckball- und Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt, und Veranstaltungen, deren Publikum überwiegend Minderjährige sind, sind gesperrt.

Für einen Wettenden mit einem Faible für Nischenmärkte ist das die klarste Kostengrenze dieser Seite. Wer Ecken, Karten oder Esport in einem Marktangebot sucht, findet sie bei einem Schweizer Veranstalter nicht — dort, wo sie zu finden sind, fehlen die Bewilligung und der dazugehörige Schutz. Beides zusammen gibt es nicht, und niemand sollte erwarten, dass sich das ändert.

Jouez Sport ist ein Angebot mit einem überdurchschnittlich klaren Regelwerk, einem grossen Vertriebsnetz und einer Gewinnobergrenze, die in der Praxis kaum jemand berührt. Die eigentliche Einschränkung liegt nicht im Produkt, sondern im Marktkatalog, den beide Schweizer Veranstalter teilen.

Die ausländischen Plattformen: dünne Karten, gleicher Status

Acht der zehn hier betrachteten Plattformen tragen keine Schweizer Bewilligung. Als berichtete Bewilligung liessen sich für keine von ihnen Angaben feststellen, und das hat in der Schweiz ohnehin keine Wirkung. Für keine der acht besteht eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, und für keine gibt es einen Schweizer Rechtsweg. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden.

Damit ist die Ausgangslage für alle acht dieselbe. Weil in den Karten zu diesen Plattformen darüber hinaus nichts steht, folgt ein Hinweis, der oft überlesen wird: Aus dem Fehlen einer Angabe zu einer Zahlungsmethode, einer Auszahlungsfrist, einem Limit oder einem Wettprogramm folgt nichts — weder dass es das gibt, noch dass es das nicht gibt. Was hier nicht steht, ist keine Feststellung über das Produkt. Wer eines dieser Angebote nutzen will, prüft die Bedingungen im eigenen Wettprogramm und in den eigenen Bestimmungen. Das ist keine Floskel. Genau dort stehen die Sätze, die nachher gelten.

Was alle acht teilen, lässt sich trotzdem in einem Punkt benennen, und er betrifft die Kosten direkt: Wer ohne Schweizer Bewilligung spielt, spielt ohne Schweizer Schönwetter. Es gibt keine geprüfte Auszahlung auf ein Konto mit Namensabgleich, weil es keine Aufsicht gibt, die sie verlangt. Es gibt keine Verbindung zum Sperrregister, was für einen Menschen mit einem problematischen Verhältnis zum Wetten der wichtigere Punkt ist als für den, der nur ein grösseres Marktangebot sucht.

Der Prestige-Name unter den acht ändert daran nichts. Bet365 nennt die Gespa selbst auf der Liste der blockierten Domains. Eine bekannte Marke ist kein Bewilligungsnachweis, und eine ausländische Bewilligung, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Kraft.

Wer trotzdem bei einem der acht spielt, sollte wissen, was er damit aufgibt, und was er bezahlt: einen allfälligen Schweizer Gewinn, der nach kantonaler Praxis steuerlich anders behandelt wird, und den Verzicht auf die Möglichkeit einer Sperre, die über die Kantonsgrenze hinaus hält. Die Einscheidung bleibt bei jedem selbst.

Quotenvergleich im Detail: was zwischen den Preisen steckt

Ein Quotenvergleich vergleicht nicht Anbieter, sondern Preise für dieselbe Sache. Genau darin liegt seine Stärke und die häufige Enttäuschung.

Was ein Quotenschlüssel aussagt

Der Quotenschlüssel oder die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze, den der Markt an die Wettenden zurückzahlt: 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes. Die Marge ist 100 % minus dieser Anteil. Ein Markt mit dem Quotenschlüssel 90,25 % behält also 9,75 % des Umsatzes, wenn sich die Einsätze über die Ausgänge so verteilen, wie es die Quoten vorsehen.

Zwei Zahlen, die dasselbe beschreiben. Eine Seite schreibt 90,25 % Rückzahlung und meint damit eine gute Seite; eine andere schreibt 9,75 % Marge und meint damit ein teures Produkt. Es ist ein und derselbe Markt. Der Unterschied liegt in der Richtung des Interesses.

Für die Praxis heisst das: Der Schlüssel eines Marktes ist eine Eigenschaft des Marktes, nicht des Wettenden. Er ändert sich, wenn der Buchmacher seine Quoten anpasst, und er ist bei jeder Anpassung neu zu rechnen. Er ist auch kein Ergebnis, sondern ein Ausgangspunkt: Ob deine Wetten Gewinn abwerfen, hängt davon ab, ob deine Einschätzung besser ist als der Preis — und der Preis enthält die Marge schon.

Was auf der Strecke bleibt

Die Marge ist die eine Leitung, über die ohne Ankündigung Geld abfliesst. Sie ist bei jeder Wette identisch und belastet die Falschheit und die Richtigkeit gleich. Der zweite Abfluss liegt in den Auszahlungsmodalitäten, und er trifft punktuell: eine Kommission ab der dritten Auszahlung, eine Frist von 5 bis 10 Arbeitstagen, Gratisspielguthaben, das nicht auszahlbar ist, ein Gewinn, der 26 Wochen nach der Auswertung verfällt. Ein Wettender, der im Jahr viermal sein Konto leert, zahlt bei Swisslos für zwei dieser Auszahlungen nichts und ab der dritten möglicherweise 3 %. Das ist kein Skandal. Es ist eine Kassenführung, die man vorher kennen sollte.

Warum die Jährlichkeit der Prognosen egal ist

Ein Wettvorhersagen-Portal kann heute für morgen liefern, für die Bundesliga, für die Champions League, für Basketball oder Eishockey. Diese Verfügbarkeit ist der eigentliche Wert des Formats und zugleich sein Problem: Eine Vorhersage, die in fünf Minuten entsteht und nichts kostet, ist billig zu produzieren, und ihr Preis verrät wenig über ihren Wert. Ein Tipp, der Geld kostet, ist nicht automatisch besser; ein Tipp, der nichts kostet, ist nicht automatisch schlechter. Der Preis sagt über die Qualität schlicht nichts.

Was der Gratis-Rahmen steuert, ist die Ausrichtung der Seite: Sie finanziert sich über Verweise, und der Verweis zahlt sich aus, wenn du dort ein Konto eröffnest. Das ist ein legitimes Geschäftsmodell. Es ist kein Grund, eine Prognose zu verwerfen. Es ist ein guter Grund, sie nicht als neutrale Dienstleistung zu lesen.

Die Rechnung, die jeder selbst machen kann

Ein Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 und 1.90 ergibt eine Auszahlungsquote von 90,25 % und eine Marge von 9,75 %. Diese Grössenordnung gilt für einfache Märkte mit ähnlich ausgeglichenen Quoten und ist als Band zu lesen, nicht als eine feste Zahl: Bei mehreren gleichwertigen Ausgängen liegt die Auszahlungsquote tiefer, bei einem klaren Favoriten höher. Wer mit einer Marge von neun oder zehn Prozent auf einem einfachen Markt rechnet, rechnet für den Normalfall richtig.

Daraus folgt eine Hausnummer, die man sich merken kann. Setzt du CHF 200 auf solche Märkte um — zwanzig Wetten zu CHF 10 —, trägst du im statistischen Mittel rund CHF 19,50 an Margenkosten. Wer eine Vielzahl an Wetten plant, sollte diese Zahl im Kopf behalten. Sie ist der Preis des Spiels, unabhängig vom Ergebnis.

Rechtslage: die Bewilligung, die keine Alternative kennt

Wer verstehen will, warum diese Seite so wenige Anbieter auflistet, braucht einen Absatz Gesetz. Der Rahmen ist nicht kompliziert, er ist nur eng.

Ein Torpfosten mit Netz in Nahaufnahme, Regentropfen perlen am Gewebe, dahinter liegt Rasen im Dunst.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Die Aufsicht und der Gegenstand der Bewilligung

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, beaufsichtigt. Das Geldspielkonkordat ist seit dem 1.1.2021 in Kraft. Eine Bewilligung braucht es doppelt: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel. Und sie gilt nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine weiteren gibt.

Ein ausländischer Bewilligungsnachweis gleich aus welchem Land hat in der Schweiz keine Kraft. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains, und ein Veranstalter, der ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, begeht eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Die Spielerin oder der Spieler wird nicht bestraft. Einsätze und Gewinne können jedoch in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Diese Regelung betrifft ausdrücklich nur Veranstalter mit Schweizer Bewilligung: Die Sperrliste und die Aufsicht decken die beiden bewilligten Produkte. Was bei einem ausländischen Anbieter gilt, steht in dessen eigenen Bedingungen.

Was man überhaupt wetten darf

Nur Sportereignisse. Die erlaubte Auswahl ist eine geschlossene Liste, geführt in der Gespa-Liste der autorisierten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie dort aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet; niemals Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste enthält keine Eckball- und Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Veranstaltungen, deren Publikum sich überwiegend aus Minderjährigen zusammensetzt, sind untersagt.

Wer Livewetten nutzt, findet hier keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt und bleibt eine Funktion des jeweiligen Anbieters. Über die Rechtmässigkeit virtueller Sportarten ist nichts festgestellt, und dazu steht hier nichts. Zu Esport lässt sich eine einzige Tatsache festhalten: Esport kommt in der Gespa-Liste nicht vor.

Zwischen achtzehn Jahren und einer Limite

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen. Minderjährige werden online nicht zugelassen. Ein Konto pro Spielerin oder Spieler, mit verifizierter Identität. Wer ausgeschlossen oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Die Limiten setzt nicht der Staat, sie setzt die Spielerin oder der Spieler. Es gibt in der Schweiz keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungsobergrenze. Die Veranstalterin muss von ihren Kundinnen und Kunden einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Ein Senken wirkt sofort, ein Erhöhen nach Gesetz nach 24 Stunden. Woran man erkennt, wann eine Gesamtgrenze greift, steht in der Limitenlogik des Anbieters.

Die Fairness gegenüber dem eigenen Konto: Wetten sind keine Einkommensquelle. Wer mit Gewinnen rechnet, hat den Erwartungswert nicht verstanden.

Die Steuerfragen ohne Antwort aus dem Netz

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und nur darüber steuerpflichtig. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb lautet die einzig richtige Formulierung «je nach Kanton»; eine kantonale Zahl gehört hier nicht hin. Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer zurück, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Ein normaler Wettender gewinnt weit darunter: keine Einkommenssteuer auf den Gewinn und keine Verrechnungssteuer. Eine Pauschalaussage über die Steuerpflicht zahlt sich nicht aus.

Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer im Ausland gewinnt, sollte das früh genug wissen. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht.

Für die Einordnung ist der Punkt der grösste Kostenunterschied der ganzen Seite: Ein ausländischer Gewinn kann steuerlich vollständig als Einkommen gelten, während derselbe Gewinn bei einem bewilligten Veranstalter unter dem Freibetrag steuerfrei bleibt. Das ist kein Argument für oder gegen ein Produkt, sondern eine Zahl, die vor dem Spiel bereitliegt.

Zahlungen, Werbung und die bewilligte Nüchternheit

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto ausgezahlt, das auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers lautet. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht. Eine Kreditvergabe an Spielende ist ausgeschlossen. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, regelt er selbst.

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Für Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, gilt ein Verbot (Art. 74 Abs. 3 BGS), das mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet wird (Art. 131 BGS). Ein Zeitverbot für Werbung gibt es nicht.

Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 hat sie der Loterie Romande 24 Bewilligungen erteilt, Swisslos 8. Wer wissen will, was ein Bündel aus Einsatz und Erhöhung wirklich zulässt, findet es in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters, und nur dort. Wir arbeiten hier mit keiner Aktivierung über bestimmte Schlagworte, sondern mit der Mechanik, die in den Bedingungen steht.

Wohin das Geld geht

Der Nettogewinn aus dem Schweizer Glücks- und Wettspiel geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS). Für die Kalkulation des Wettenden ist der Punkt der ehrlichste Satz über das System: Der Teil des Einsatzes, der nicht als Marge beim Anbieter bleibt, ist nicht verloren, sondern wird in den Kantonen verwendet. Das macht die Wette organisatorisch unproblematisch und dennoch nicht zu einem Geschäft für den Wettenden.

Spielende, die Schutz brauchen, finden ihn bei einer Fachberatungsstelle, und die Spielsperre ist der Weg, den man ohne Beteiligung Dritter gehen kann. Beides gilt es nicht zu verschweigen.

Häufig gestellte Fragen zu Gratis-Vorhersagen

Wie verlässlich sind kostenlose Vorhersagen, und woran lässt sich ihre Qualität messen?

Verlässlichkeit im Sinne eines garantierten Ergebnisses gibt es bei keiner Vorhersage. Messbar ist dagegen, wie eine Prognose gebaut ist: auf welche sauberen Grundzahlen sie sich stützt und ob sie eine Einschätzung oder eine Behauptung liefert. Wer eine Trefferquote behauptet, sollte die ausgewerteten Wetten mitliefern.

Warum legt eine Vorhersage den Ausgang eines Spiels nicht fest?

Weil sie eine Beschreibung von Wahrscheinlichkeiten ist und kein Eingriff in das Geschehen auf dem Platz. Form und Statistik fassen zusammen, was in der Vergangenheit passiert ist; das nächste Spiel wird von neuen Ereignissen entschieden. Genau deshalb ist eine Wette auf eine Prognose hin eine Spekulation auf eine Einschätzung, nicht auf ein Wissen.

Welche Apps zur Vorhersage gibt es, und worauf ist bei der Anmeldung bei zugelassenen Veranstaltern zu achten?

Prognose-Apps und Wett-Apps sind zwei verschiedene Dinge: Die einen liefern Einschätzungen, die anderen nehmen Geld entgegen. Ein Online-Konto lässt sich in der Schweiz nur bei Swisslos Sporttip oder bei Jouez Sport eröffnen, mit Wohnsitz im jeweiligen Gebiet, einem hochgeladenen Ausweis und einer Prüfung gegen Adressdatenbanken.

Wie lässt sich eine Vorhersage mit der Quote in einen möglichen Gewinn umrechnen?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei einer Kombination aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Mindesteinsatz bei Sporttip beträgt CHF 1. Diese Zahl gilt für den Fall, dass die Wette gewinnt. Wie wahrscheinlich das ist, steht nicht in ihr.

Was bedeutet eine Wette bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung für den Spielerschutz?

Ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine Verbindung zum schweizweiten Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und keinen geprüften Namensabgleich bei Auszahlungen. Eine ausländische Bewilligung gilt in der Schweiz nicht; die Domains können auf die Sperrliste kommen. Die Aufsicht schützt nur, was sie bewilligt hat.

Müssen Wettgewinne in der Schweiz versteuert werden, und was gilt beim Steuerfreibetrag «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei, darüber hinaus fällt die Verrechnungssteuer von 35 % an. Der eidgenössische Freibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000. Der kantonale Freibetrag weicht ab, daher gilt «je nach Kanton». Für Steuerfragen ist die kantonale Steuerverwaltung zuständig.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichch»