Afrika-Cup wetten in der Schweiz – nur zwei Veranstalter, ein klarer Preis

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein ausgetrockneter Fussballplatz mit Rasenstreifen im warmen Nachmittagslicht, im Hintergrund Palmen und ein flaches Stadiondach.

Oktober 29, 2026 – geprüft gegen die Veranstalterbewilligungen und Spielbewilligungen nach Geldspielgesetz, die Swisslos und die Loterie Romande ausweisen, sowie gegen die Wettprogramme und Teilnahmebedingungen beider Anbieter.

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden.

Der Afrika-Cup ist ein Turnier, das in der Schweiz kaum jemand live sieht und über das hier trotzdem viel gewettet wird. Genau darin liegt das Geschäft. Wer im Januar auf Senegal oder Marokko setzt, hat keine Karte, kein Stadion, keinen Reiseplan – er hat eine Quote und eine Meinung. Was dazwischen liegt, ist eine Rechnung, und die Rechnung fällt in der Schweiz anders aus als fast überall sonst, weil der Kreis der Anbieter gesetzlich geschlossen ist.

Wer auf das Turnier setzen will, hat hier zwei Adressen. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Mehr nicht, und das ist keine Marktbeobachtung, sondern die Folge einer interkantonalen Aufteilung, die Lotterien und Sportwetten auf zwei Veranstalter begrenzt. Ein Besuch bei einem der ausländischen Portale, die in Suchmaschinen und Streams omnipräsent sind, ist kein Ausweichen auf eine Alternative, sondern der Wechsel in einen Bereich, in dem dieselbe Quote, dieselbe Limite und dieselbe Steuer andere Regeln haben. Die folgenden Abschnitte gehen das der Reihe nach durch: zuerst, was ein selbst gesetztes Limit von einem behördlichen Schalter unterscheidet, dann was eine Quote überhaupt ist, dann wann die einzelnen Turnierphasen überhaupt spielbar sind, dann der Vergleich der zehn Veranstalter und Portale, dann das Turnier selbst, und zum Schluss die Rechtslage, die alles andere erklärt.

Limiten und Spielsperre: wer den Schalter umlegt und was das kostet

Ein Spielerschutzsystem klingt nach einer Beruhigungspille. Tatsächlich ist es eine Reihe von Entscheidungen, die der Wettende selbst trifft, meistens in einer Stimmung, in der er sie am schlechtesten trifft. Wer die Limiten richtig setzt, hat sich damit eine Grenze gebaut, die später niemand mehr verschieben kann – auch er selbst nicht. Wer sie nachlässig setzt, hat ein Papier produziert.

Ein Fussball liegt auf rotbraunem Sand am Rand eines Dorfes, die Abendsonne wirft lange Schatten.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Verlustlimiten: die 72 Stunden, die alles entscheiden

Bevor jemand zum ersten Mal an Sporttip teilnimmt, muss er Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Das sind die Zahlen, an denen der Vergleich beginnt, und sie sagen etwas über den Charakter des Systems: Die Grenze ist nicht niedrig angesetzt, aber sie ist eine harte Grenze, keine Empfehlung. Wer sie erreicht, kann nicht weiterwetten, egal wie die Partie steht.

Die eigentliche Mechanik sitzt aber nicht in der Höhe, sondern in der Tür, die nur in eine Richtung öffnet. Eine Senkung der Limite gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Diese 72 Stunden sind der teuerste Teil des Spielerschutzes – für den, der sie nicht will. Wer in der Halbzeitpause des Halbfinals eine verlorene Position vergrössern möchte, sitzt genau vor dieser Wand.

Und hier zeigt sich der Unterschied zum ausländischen Portal. Der Selbstschutz ist dort kein Rechtsanspruch mit Wartefrist, sondern eine Einstellung im Konto. Er lässt sich meist in derselben Sitzung abschalten, in der er stört. Ein Werkzeug, das nie im Weg steht, schützt niemanden.

Die Spielsperre: drei Monate, ein Register, ein Nebeneffekt

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein gilt. Wer sich hier sperrt, sperrt sich nicht nur bei Sporttip aus.

Die freiwillige Sperre lässt sich nach den Statuten erst nach drei Monaten aufheben, und daran ist ein Fachgremium beteiligt. Das klingt nach einem hohen Zaun. Es ist einer, und das ist der Punkt: Die Frist ist nicht dazu da, den Spielenden zu ärgern, sondern um die Nacht vom Sonntag auf den Montag zu überstehen, in der die Entscheidung zur Sperre entstanden ist. Wer gesperrt ist und sich nicht sperren lassen wollte, merkt die Fristbemessung am eigenen Konto.

Dazu kommt ein Punkt, den viele erst im Nachhinein lesen. Wer gesperrt ist oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Eine Wette, die trotz Sperre durchgeht, ist keine Wette mit Rückerstattungsanspruch, sondern verlorenes Geld – auf beiden Seiten des Ergebnisses.

Was ein selbst gesetztes Budget mit einem Turnier ohne Schweizer Beteiligung macht

Der Afrika-Cup hat keinen Schweizer Teilnehmer. Das ist für die Wettfreundlichkeit ein Problem und für den Spielerschutz ein Vorteil, je nachdem, wie jemand tickt. Ein Turnier ohne bekannte Namen erzeugt weniger Bauchgefühl und mehr Recherche, aber es erzeugt auch die Uhrzeiten, die kein Arbeitstag mehr abstützt: Anstoss am frühen Abend, Spiele im Block, drei Partien hintereinander. Die Limite, die jemand an einem ruhigen Mittwoch setzt, muss an einem Samstag mit vier Partien halten.

Genau dafür sind die 30-Tage-Limite und die zusätzliche, freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gedacht. Beide sind Grössen, die über mehrere Spieltage hinweg gelten, nicht über einen. Wer eine Einzahlungslimite für 30 Tage setzt, hat eine Zahl definiert, die das ganze Turnier übersteht, unabhängig davon, wie das Achtelfinale ausgeht.

Das Gesetz verlangt keine staatlich festgeschriebene Einzahlungsgrenze. Die Vorgabe lautet, dass der Veranstalter Höchstwerte für Einsätze oder Verluste verlangen muss; wie diese Werte aussehen, entscheidet der Veranstalter, und die Person entscheidet über ihre eigene Zahl innerhalb dieses Rahmens. Von einer «staatlichen Depotgrenze» zu reden, ist schlicht falsch. Der Rahmen ist der Spielplan, und die Zahl darin ist Ihre.

Quoten: was eine Zahl im Kästchen wirklich bedeutet

Eine Quote sieht aus wie eine Zahl, ist aber ein Satz über zwei Dinge auf einmal: die Einschätzung des Ausgangs und den Anteil, den der Veranstalter einbehält. Wer das verwechselt, hält ein gutes Geschäft für ein Geschenk.

Was die drei Kästchen zusammen sagen

Ein 1X2-Markt besteht aus drei Ausgängen: Sieg Heim, Unentschieden, Sieg Gast. Setzt man die Kehrwerte der drei Quoten zusammen, kommt man nicht auf 1, sondern auf etwas mehr als 1. Der Überschuss ist der Schlüssel, um den die Quoten gekürzt sind – der Quotenschlüssel oder die Auszahlungsquote, also der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt. Die Marge ist 100 Prozent minus dieser Anteil.

Nehmen wir einen illustrativen Markt mit den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 – ein Rechenbeispiel, keine gestellte Quote. Die drei Kehrwerte sind rund 0,4762, 0,2941 und 0,2778, ihre Summe beträgt 1,0481. Der Markt zahlt also rund 95,4 Prozent der Einsätze zurück, und die Marge liegt bei rund 4,6 Prozent. Das ist eine Faustregel, keine Messung: Sobald ein Veranstalter eine der drei Quoten verschiebt, verschiebt sich der Wert, und die Marge für ein einzelnes Turnierspiel liegt je nach Markt und Anbieter irgendwo zwischen etwa vier und sieben Prozent. Die 4,6 Prozent gelten für dieses Beispiel und sonst für nichts.

Was heisst das in Franken? Wer CHF 1’000 auf denselben Markt über ein Turnier verteilt, zahlt in diesem Rechenbeispiel rund CHF 46 für die Buchmacherdienstleistung, unabhängig davon, wie die Partien ausgehen. Diese CHF 46 sind sicherer gezahlt als jede einzelne Wette – sie gehören nicht dem Zufall, sondern der Struktur.

Warum die Marge im Spielverlauf nicht verschwindet

Bei Live-Wetten wird oft angenommen, die Quoten bewegten sich «näher an die Wahrheit». Sie bewegen sich, aber die Kürzung bleibt. Bei Sporttip gilt eine Live-Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird – der Stream ist kein Wettkriterium. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen eines Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Diese drei Sätze sind zusammen der eigentliche Preis der Live-Wette. Wer zu spät klickt, bekommt den Einsatz zurück, nicht die Wette. Wer während einer Unterbrechung klickt, riskiert dasselbe. Eine Live-Wette ist keine schnellere Wette, sie ist eine Wette mit einem Zeitfenster, das der Anbieter definiert.

Siegerwette, Spielausgang, Kombination: drei Kostenprofile

Die Siegerwette auf den Turniersieger ist die billigste Wette im Feld, weil sich die Marge über ein langes Zeitfenster verteilt und der Anbieter das Risiko mit jedem Spieltag neu bewerten kann. Dafür bindet sie Kapital über Wochen – wer im Juni auf ein Team setzt, hat sein Geld bis in den Juli hinein liegen.

Die Wette auf den Spielausgang ist die schnellste: zwei Stunden, dann ist die Position geschlossen. Dafür trägt sie die volle Einzelspiel-Marge und in einem Turnier mit unbekannten Kräften die grösste Modellunsicherheit. Genau in dieser Unsicherheit sitzt ein Teil der Marge.

Kombinationen schliesslich multiplizieren die Quoten und damit auch jede einzelne Kürzung. Drei Spiele mit je rund 4,6 Prozent Marge sind kein Markt mit 4,6 Prozent Marge, sondern drei Kürzungen hintereinander. Dafür gibt es bei Sporttip einen Kombiboost, der nur online gilt, in Prematch, Live und bei Systemwetten, und mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote verlangt. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Das ist eine ehrliche Treppe: Sie steigt schnell, und sie fängt genau dort an, wo die Kumulation der Kürzungen schmerzt.

Bei einem «100 % Kombiboost» sollte man allerdings zwei Dinge nebeneinander halten. Erstens: Die Erhöhung liegt auf dem Nettogewinn, nicht auf dem Einsatz. Zweitens: Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer eine Fünfzehn-Zeilen-Kombi mit erhöhtem Nettogewinn vorzeitig glattstellt, tauscht die Erhöhung gegen die Auszahlung. Das ist manchmal richtig und manchmal nur bequem.

Quotenboosts und Profitboosts: was sie wert sind

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost ebenfalls.

Der Cash-Out-Vorbehalt ist der wichtigste Satz in beiden Regeln. Ein Boost ist eine Belohnung für eine Wette, die man zu Ende bringt. Und zu Ende bringen heisst: bis zum Schlusspfiff am ursprünglichen Ergebnis hängen, während sich der Spielverlauf gegen einen dreht. «Boost» klingt nach einem zusätzlichen Geschenk; es ist eine Prämie dafür, auf die Notbremse zu verzichten.

Cash-Out: was er kostet, nicht was er rettet

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Der Betrag, den ein Cash-Out auszahlt, ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Die Formulierung «tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn» ist die freundlichste Version derselben Sache: Verkauft wird eine Position, deren künftiger Wert der Anbieter kennt und der Wettende nicht. Der Rabatt, den er dafür nimmt, ist der Preis für die Sicherheit, aus einem schlecht gewordenen Wettschein noch etwas zu machen.

Bei zwei voneinander abhängigen Wettereignissen derselben Sportveranstaltung gibt es einen sauberen Vorbehalt: Solche Kombinationen sind nur über die Bet-Builder-Funktion möglich. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Einsatz kommt also zurück, die Wette nicht.

Der Spielplan entscheidet, wann gewettet werden kann

Ein Turnier ist keine Saison. Es gibt keine 34 Spieltage, an denen sich eine Position langsam aufbaut, sondern ein Fenster, das aufgeht und wieder zufällt. Wer die Struktur kennt, weiss, wann Limiten und Zeitfenster zu einem passen – und wann nicht.

Gruppenphase: sechs Vierergruppen und die vier besten Dritten

Beim Afrika-Cup 2025 wurden sechs Vierergruppen gespielt. Die Gruppenersten und -zweiten kamen weiter, dazu die besten vier Gruppendritten. Danach folgte ein K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschiessen bei Gleichstand.

Die 24 Mannschaften erzeugen in der Gruppenphase drei Spieltage pro Gruppe in kurzer Folge. Der dritte Gruppenspieltag ist dabei der wertvollste und der gefährlichste Teil des Turniers zugleich. Er ist wertvoll, weil in derselben Gruppe beide Partien gleichzeitig angepfiffen werden und der Verlauf der einen die andere verändert – Motivation, Rotation, Ergebnisabhängigkeit. Er ist gefährlich, weil in diesen Partien regelmässig die halbe Startelf geschont wird, weil die Weiterqualifikation schon gesichert oder schon verspielt ist. Wer in der Gruppenphase auf ein Einzelergebnis setzt, muss überlegen, ob er auf die Mannschaft wettet oder auf die Entscheidung des Trainers.

Für die Kalkulation ist die Gruppenphase trotzdem das dankbarste Fenster: drei Partien an einem Abend, klare Favoriten, grosse Datenmengen aus der Qualifikation. Die vier besten Gruppendritten sind dazu ein eigener Markt mit eigener Unschärfe, weil sich erst mit dem letzten Anpfiff entscheidet, welche Punktzahl zum Weiterkommen reicht.

Die nächste Ausgabe ist für den Sommer angesetzt. Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an. Wer Wettmöglichkeiten lange im Voraus plant, kann also ein Fenster einplanen, aber keine konkreten Anstosszeiten, weil der genaue Spielplan erst mit der Auslosung steht.

Viertelfinale, Halbfinale, Finale: das Risikofenster

Mit dem Viertelfinale wird aus dem Sammeln ein Ausscheidungsverfahren. Jede Partie hat einen klaren Ausgang oder ein Elfmeterschiessen, und kein Ergebnis wird durchgereicht. Ab diesem Punkt entscheidet eine einzige Szene über den ganzen Wettschein.

Für die Live-Wette ist das der teuerste Abschnitt des Turniers, und zwar aus einem strukturellen Grund. Die Marge eines Marktes ist keine feste Zahl; sie hängt davon ab, wie gross die Unsicherheit des Anbieters über den Ausgang ist, und in einem K.-o.-Spiel ist diese Unsicherheit am grössten. Ein Ausscheidungsspiel mit zwei ausgeglichenen Mannschaften und einem Elfmeterschiessen im Hinterkopf lässt weniger Spielraum für eine scharfe Quote als ein Gruppenspiel mit einem klaren Favoriten.

Verlängerung und Elfmeterschiessen: die Wette, die nicht zählt

Die häufigste Fehlerwartung im K.-o.-Spiel betrifft den Ausgang der Wette auf das Spielergebnis. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer – beim Fussball etwa 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Wer im Viertelfinale «Sieger Senegal» gesetzt hat und nach 90 Minuten ein Unentschieden sieht, hat die Wette verloren, auch wenn Senegal in der Verlängerung trifft. Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern eine der häufigsten Wetten, die ein Spielstand verliert. Auf der anderen Seite ergeben sich daraus zwei eigene Märkte: «Weiterkommen» und «Ausgang nach Verlängerung». Wer diese Randbedingung kennt, kauft dort ein, wo er sie ohnehin will.

Beim Afrika-Cup 2025 hatte diese Frage eine eigene Dimension. Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate nach dem Finale wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Ein Sieger, den ein Gericht noch nicht bestätigt hat, ist für den Wettschein ein eigener Fall – und genau das ist der Grund, warum Veranstalter zusätzliche Regeln zu Protesten und nachträglichen Entscheidungen im Programm halten. Beim Spiel um Platz 3 gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschiessen mit 4:2. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz aus Marokko mit fünf Toren.

Ein Blick auf die Zahlen des Formats zeigt, warum die Schweizer Programmgestaltung so zurückhaltend ist. Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren, und seit 2019 nehmen erstmals 24 Mannschaften teil. Nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Die zehn Veranstalter und Portale im Vergleich

Der Vergleich folgt einer Ordnung, die sich aus der Schweizer Rechtslage ergibt und nicht aus Werbebudgets. Zwei Namen bieten Sportwetten mit eidgenössischer Bewilligung an. Acht Namen sind ausländische Portale, bei denen Schweizer Spielende regelmässig landen – ohne Schweizer Bewilligung.

Wichtig ist, was der Vergleich nicht leistet: Eine Zeile «keine Schweizer Bewilligung» sagt nichts über die Seriosität einer Plattform für ein Publikum ausserhalb der Schweiz. Sie sagt nur, dass der Schweizer Rahmen dort nicht gilt – kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Möglichkeit, dass eine Domain auf die Sperrliste kommt und von den Telekommunikationsanbietern per DNS blockiert wird. Wer dort spielt, entscheidet sich nicht für einen freieren Markt, sondern für einen anderen Markt mit anderen Spielregeln.

Einordnung der zehn Namen

Wettanbieter Bewilligung oder keine Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos (Sporttip) Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande (Jouez Sport) Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
1xBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
Funbet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
Pribet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht ausgewiesen, ohne Geltung in der Schweiz

Zwei Spalten tragen die ganze Information, und die zweite Spalte hat für acht Zeilen denselben Wert. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern das Ergebnis. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft, unabhängig davon, um welches Land es geht. Es gibt keine dritte Zeile, die man hätte einsetzen können, weil der kantonale Rahmen Lotterien und Sportwetten auf zwei Veranstalter begrenzt hat.

Was die Tabelle nicht zeigt, ist die zweite Hälfte des Preises einer Adresse ohne Schweizer Bewilligung. Ein Schweizer Spielerkonto verlangt eine verifizierte Identität und eine Auszahlung nur auf ein Konto im Namen des Inhabers. Wer sich daran gewöhnt hat, merkt an einer Plattform ohne diesen Rahmen schnell, was fehlt. Die Gespa testete 2025 an Verkaufsstellen: Bei 200 Fällen wurde in 47,5 Prozent der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Ein solcher Wert liest sich als Argument gegen Verkaufsstellen und als Argument dafür, dass ein wirksamer Schutz selten dort sitzt, wo das Plakat hängt.

Swisslos Sporttip: der Platzhirsch mit den steilsten Hürden

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das ist kein Nebengeschäft eines Unterhaltungskonzerns, sondern ein öffentlich-rechtlich verfasstes Angebot mit einem ausdrücklichen Zweck.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt, die zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet bilden. Wer in Genf oder Freiburg wohnt, bekommt kein Konto. Das ist keine Kulanzfrage, sondern die Grenze des Vertragsgebiets.

Die Regeln sind streng und in Teilen ungewöhnlich offen formuliert. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Das ist mehr Kontrolle als in den meisten europäischen Märkten, und es ist der Preis der geschlossenen Struktur. Ein Produkt, das einen Ausweis scannt und die Adresse abgleicht, ist schwerer zu betrügen und langsamer einzurichten. Wer in Zürich wohnt und Sporttip gleich morgens nach der Partie ausprobieren will, wird den Unterschied merken.

Das Geld geht in die öffentliche Hand. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.; CHF 506 Mio. gingen an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die unter anderem Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Ein Wettverlust bei Sporttip ist also nicht dasselbe wie ein Wettverlust bei einem privaten Portal; ein Teil davon landet in der Sportförderung des eigenen Kantons. Das macht die Wette nicht rentabler, aber es macht die Adresse zu einer anderen Art von Adresse.

Urteil. Sporttip ist der einzige Ort, an dem Schweizer Wettende eidgenössischen Schutz samt Sperrregister und Selbstsperre bekommen – und CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzelwette ist ein Fenster, das normale Budgets abdeckt und exzessives Setzen wirksam bricht. Nur ein dauerhaft grösserer Einsatz pro Wette oder der Wunsch, muskelbepackte Kombinationen in Serie durch ein System zu schicken, fällt aus diesem Fenster heraus.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Schutz, andere Kantone

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende und nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne.

Für einen Wettenden ist die Aufteilung in zwei Veranstaltergebiete vor allem eine Frage des Wohnsitzes. Wer in Lausanne auf den Afrika-Cup setzen will, geht zu Jouez Sport; wer in Bern sitzt, geht zu Sporttip. Eine Wahl zwischen zwei Produkten gibt es faktisch nur für die wenigen, die im Grenzbereich der Kantone wohnen und ihre Adresse dementsprechend lesen müssten, was ohnehin nicht geht.

Was das praktisch bedeutet, zeigt sich an einem Samstag mit vier Afrika-Cup-Partien. In der Westschweiz gelten dieselben Regeln für Limiten, Registrierung und Sperre wie bei Sporttip, weil beide denselben kantonalen Rahmen und dieselben Statutenvorgaben umsetzen. Die Unterschiede liegen im Produkt, im Programm und in den Verkaufsstellen – 2’350 Filialen sind in der Schweiz ein Vertriebsnetz, das grösser ist als jedes Onlineangebot.

Zwischen 47,5 Prozent der Testkäufe an Verkaufsstellen, die 2025 an Minderjährige gingen, und einem dritten Element derselben Struktur entsteht ein Spannungsfeld: Je breiter ein Netz an Verkaufsstellen steht, desto schwieriger wird die Alterskontrolle dort. Das ist nicht die Schuld der Loterie Romande, aber es ist die Kehrseite der Verkaufsstellendichte, und wer sein Konto online eröffnet, umgeht dieses Problem vollständig.

Urteil. Jouez Sport und Sporttip sind für den Wettenden, der in der Westschweiz wohnt, kein Vergleich, sondern dieselbe Sache unter anderem Namen; die Grenze des Vertragsgebiets, nicht die Qualität des Angebots, entscheidet hier über den Zugang.

Bruce Bet: ein Portal ohne Anspruch auf Schweizer Rechtsschutz

Bruce Bet wird hier aus demselben Grund geführt wie die sieben folgenden Namen: Schweizer Spielende begegnen dem Portal, und der Vergleich gehört auf die Seite. Eine Schweizer Bewilligung hat es nicht. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine im Ausland gemeldete Bewilligung ist in der Schweiz ohne Geltung. Eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister gibt es nicht, Schweizer Rechtsschutz ebenso wenig, und Domains können auf die Sperrliste kommen.

Wer sein Konto bei einem solchen Anbieter führt, trifft Entscheidungen in einem System, das keine Schweizer Verlustlimite mit Wartefrist verlangt. Es gibt keine Frist, die eine Erhöhung verzögert, und kein Register, in das eine Sperre eingetragen wird.

Urteil. Bruce Bet taugt als Beispiel dafür, wie ein Portal aussieht, das ausserhalb des Schweizer Rahmens operiert: keine Bewilligung, keine Limitenmechanik mit Wartezeit, kein Rechtsweg über die Schweizer Aufsicht.

1xBet: die Marke mit der grössten Sichtbarkeit

1xBet tritt in Streams und Sponsoring engagiert auf und ist deshalb für manche die erste Adresse, die sie mit Sportwetten verbinden. Eine Schweizer Bewilligung hat das Portal nicht. Eine im Ausland gemeldete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, und die Aufsicht kann Domains auf die Sperrliste setzen.

Für den Wettenden bedeutet der Name vor allem Vertrautheit, die keiner Schweizer Regel entspricht. Kein Anspruch auf die Limitenmechanik, die ein Schweizer Konto verlangt, kein Zugang zum Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle.

Urteil. 1xBet ist der Beleg dafür, dass Wiedererkennung nichts über die anwendbare Rechtsordnung aussagt – die Marke ist bekannt, der Schweizer Rahmen ist es nicht.

Funbet: ein Name, den man erst bei der Auszahlung prüft

Funbet führt keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt für den Namen dasselbe wie für die anderen Portale ohne Bewilligung: kein Zugriff auf das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, ein möglicher Eintrag auf die Sperrliste.

Ein Weg, sich über ein solches Portal zu informieren, führt über die Teilnahmebedingungen des Anbieters – dort stehen die Bedingungen, unter denen Auszahlungen erfolgen, und dort steht auch, wer die gemeldete Bewilligung ausgestellt hat. Diese Prüfung kostet zehn Minuten und ist der günstigste Teil der ganzen Entscheidung.

Urteil. Wer bei Funbet anfängt, weil die Quote gut aussieht, entscheidet ohne die Schweizer Eckdaten: Es gibt keinen Rechtsschutz, den Schweizer Facebook-Gruppen versprechen könnten, und keine Aufsichtsbehörde in Bern, die sich um eine offene Auszahlung kümmert.

Boomerang Bet: die Kehrseite des Domain-Hoppings

Boomerang Bet führt keine Schweizer Bewilligung. Das Muster ist bekannt und heisst Domain-Hopping: Die Aufsicht führt eine Sperrliste, und ein Anbieter, dessen Domain blockiert wird, wechselt auf eine andere. Die aktuell gültige Adresse ist für den Wettenden selten die dauerhafte, und wer sein Konto an eine Adresse bindet, bindet es an ein Merkmal, das in Bewegung ist.

Genau darin liegt ein Kostenpunkt, den man auf keinem Marketingbild sieht: Ein Wechsel der Domain ist kein Wechsel des Kontos, aber ein Wechsel der Anlaufstelle – und eine Anlaufstelle, die in einem anderen Land sitzt, hilft bei einem Schweizer Problem nicht weiter.

Urteil. Boomerang Bet veranschaulicht einen Nachteil, der in den Schweizer Marktregeln selbst liegt: Der Sperrmechanismus trifft den Anbieter, aber die Kontounterlagen liegen beim Spielenden und bleiben dort, während die Adresse verschwindet.

BetLabel: Regeln, die nur in Auszügen zugänglich sind

BetLabel führt keine Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt: eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft, kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, ein möglicher Sperrlisteneintrag.

Bei Portalen dieser Grösse stehen die wichtigsten Bedingungen – Auszahlungen, Streitfälle, Sperren – in langen Vertragswerken, die selten vollständig gelesen werden. Genau diese Abschnitte entscheiden aber, was im Streitfall gilt.

Urteil. BetLabel steht für den Anbietertyp, bei dem die entscheidenden Vertragsbedingungen nur bei einer Lektüre vollständig sichtbar werden, die kaum jemand vor der Einzahlung vornimmt.

Gamdom: eine Plattform mit anderem Schwerpunkt

Gamdom führt keine Schweizer Bewilligung. Für die Schweizer Betrachtung ändert der Schwerpunkt des Portals nichts: keine Bewilligung, kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, ein möglicher Eintrag auf die Sperrliste.

Eine Plattform, deren Herkunft im Spielhallenbereich liegt und deren Markenauftritt entsprechend aussieht, spricht eine andere Leserschaft an als ein Sportwettenbuch mit Live-Programm. Wer dort auf ein Fussballturnier setzt, tut es in einer Umgebung, deren Kern eine andere Produktfamilie ist.

Urteil. Gamdom illustriert, dass ein ausländisches Angebot nicht nur nach Sportwetten zu bewerten ist: Die ganze Produktumgebung prägt, wie das Budget behandelt wird – und Schweizer Limitenmechanik fehlt dort als Ganzes.

Pribet: der Zugang ohne Vertragsgebiet

Pribet führt keine Schweizer Bewilligung. Damit entfällt genau das Merkmal, das den Schweizer Markt ausmacht: ein definiertes Vertragsgebiet, eine verifizierte Identität und eine Auszahlung nur auf ein Konto im Namen des Inhabers. Wer ein Konto bei einem ausländischen Portal führt, hat diese Prüfung nicht, und wer keine Prüfung hat, hat auch keine Sperrlogik, die über die Plattform hinausreicht.

Urteil. Pribet steht für die einfachste Variante des Zugangs – und die einfachste Variante ist die, bei der die Hürden fehlen, die anderswo schützen.

WirWetten: die deutschsprachige Oberfläche als Falle

WirWetten führt keine Schweizer Bewilligung. Eine deutschsprachige Oberfläche erzeugt die Erwartung eines deutschsprachigen Rechtswegs, und die Erwartung trifft nicht zu. Ein Streit über eine Wette wird nicht vor einem Schweizer Gericht ausgetragen, eine Sperrung im schweizerischen Register wirkt nicht gegen das Konto, und die Aufsicht muss sich mit dem Anbieter nicht befassen.

Urteil. WirWetten zeigt den wirksamsten Köder im Markt: die Landessprache. Sie ist ein Hinweis auf den Kundendienst, kein Hinweis auf die anwendbare Rechtsordnung – und nur die zweite Frage zählt, wenn eine Auszahlung ausbleibt.

Der Afrika-Cup: das Turnier, hinter dem die ganzen Programme stehen

Wer auf ein Turnier setzt, dessen Regeln er nicht kennt, setzt auf etwas anderes, als er glaubt. Beim Afrika-Cup liegt das Problem weniger in den Teams als in der Form: ein Verband, ein ungewöhnlicher Rhythmus und eine Austragung, die wegen eines anderen Grossereignisses verschoben wurde.

Die CAF und der Ursprung des Turniers

Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Vom Turnier der wenigen Mannschaften ist über die Jahrzehnte ein Turnier für 24 geworden: Seit 2019 nehmen erstmals 24 Mannschaften teil. Diese Grösse hat einen Preis, den der Wettende an jedem Spieltag sieht: mehr Partien in kürzerer Zeit, mehr Mannschaften ohne belastbare Vergleichsdaten, weniger Zeit für den Veranstalter, seine Quoten über den Markt zu bilden. Ein grosses Feld ist für den Anbieter ein zusätzliches Risiko und für den Wettenden ein zusätzlicher Grund, sich nicht auf ein Gefühl zu verlassen.

Nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden. Diese Änderung hat eine praktische Folge für jeden, der das Turnier als Anlagebuch benutzt: Der Rhythmus von zwei Jahren auf vier Jahre bedeutet weniger Gelegenheiten und weniger Zeit, ein Muster zu beobachten. Wer sich auf den Afrika-Cup als einziges Ereignis verlässt, hat künftig länger auf das nächste zu warten.

Der Zeitplan und die Verschiebung

Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt, nachdem das Turnier wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben worden war. Genau diese Verschiebung ist für Schweizer Wettende kein Nebensatz, sondern ein Kostenfaktor.

Der Jahreswechsel ist die Zeit, in der ein grosser Teil der Stammwetten im europäischen Fussball pausiert. In den vergangenen Jahren hatte sich eine Gruppe darauf eingestellt, dass eine 24-Mannschaften-Endrunde im Sommer stattfindet, wo die europäischen Ligen gerade ihre Vorbereitung abschliessen. Der Wechsel in den Dezember und Januar bedeutete: mehr Aufmerksamkeit, weniger Konkurrenz um dieselbe Kundenzahl, ein anderes Segment und damit auch andere Quoten als die, die der Sommerkalender gewohnt war.

Und ein zweiter Punkt: Der Turnierzeitraum schliesst Weihnachten, Silvester und den Jahreswechsel ein. Für Wettende, die Budgets typischerweise in Wochen und Monaten rechnen, ist das der teuerste Zeitraum des Kalenders. Silvester und die Feiertage sind keine ruhigen Tage, wenn eine Partie um 20 Uhr angepfiffen wird und der Arbeitstag am anderen Morgen niemanden ausbügelt. Wer im Dezember eine Monatslimite nach einem entspannten November setzt, hat im Januar einen anderen Rhythmus.

Es lohnt sich, den Turnierkalender an einem Beispiel durchzurechnen. Beim Afrika-Cup 2025 mit 24 Mannschaften und sechs Vierergruppen fallen allein in der Gruppenphase 36 Partien an, verteilt auf drei Spieltage und je mehrere Anstosstermine über die Weihnachtswoche. Bei einer bescheidenen Einzelwette auf jede der sechs Partien einer Gruppe ist das Budget nicht mehr eine Frage der zehn Franken pro Begegnung, sondern der Anzahl der Begegnungen. Die Limite, die über die ganze Gruppenphase hält, amortisiert sich gegen die Anzahl der Partien, nicht gegen die Grösse des Einsatzes – ein Mechanismus, den man übersieht, wenn man pro Tag rechnet.

Der Spielplan 2027: was sich für Wenigspieler ändert

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an. Drei Gastgeberländer statt eines, eine geographische Bühne, die weiter gestreut ist als in den Vorjahren, und ein Sommermonat, der mit den europäischen Ligen kollidiert.

Für Schweizer Wettende heisst das: mehr Nachmittagsspiele statt später Abendvorstellungen, wenn die Anstosszeiten vor Ort westafrikanischen und mitteleuropäischen Verhältnissen folgen. Das ist für einmal ein Vorteil – wer nach einem Arbeitstag vier Partien hintereinander sehen will, braucht keine Nacht. Es trifft aber auch mit der Urlaubszeit zusammen, in der in vielen Haushalten mehr Geld für andere Dinge ausgegeben wird.

Eine Ausgabe ohne Schweizer Beteiligung bleibt trotzdem eine Ausgabe ohne lokale Informationsquelle. Wer auf eine afrikanische Nationalmannschaft setzen will, findet hier keine Berichterstattung, keine Sportsendung, keine Zeitungsseite. Er findet Live-Streams, Statistiken und Quoten. In dieser Lücke entscheidet die Vorbereitung über das Ergebnis und die Marge über alles andere.

Die Rechtslage: warum es nur zwei Veranstalter gibt

Die Schweizer Regelung ist die engste Institution in diesem ganzen Artikel, und wer ihre Mechanik versteht, versteht auch, warum der Vergleich so aussieht. Das ist zugleich eine gute Nachricht und eine unbequeme: Der Schutz ist real, die Auswahl ist es nicht.

Ein Bergpass in den Schweizer Alpen mit leerer Strasse und Schneeresten am Rand im ersten Frühlicht.
Im Finale des Afrika-Cups 2025 am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung.

Der Rahmen: BGS, Gespa und zwei Veranstalter

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft trat, und werden von der Gespa beaufsichtigt – der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, auf der Grundlage des Geldspielkonkordats, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Wer die ESBK als Aufsicht für Wetten nennt, verwechselt zwei Behörden: Die ESBK beaufsichtigt Casinos.

Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei gedeckelt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein Onlinekonto verlangt Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis einen solchen im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Reingewinn geht in die Kantone und wird für gemeinnützige Zwecke verwendet – Art. 125 BGS.

Was überhaupt gewettet werden darf

Nur Sportereignisse sind erlaubt. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind es nicht. Das Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgelistet sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe stehen gar nicht darauf. Die Liste enthält weder Eckball- noch Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Esport kommt in der Gespa-Liste nicht vor. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Live-Wetten sind zulässig, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Dagegen gilt: Cash-Out ist nicht reguliert. Es ist kein gesetzlich geregeltes Recht, sondern ein Merkmal, das jeder Veranstalter selbst ausgestaltet – bei Sporttip also für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, nur online und nur als vollständiges Cash-Out.

Die Schweiz hat keine festgelegte staatliche Einzahlungsgrenze. Die Vorgabe lautet, dass der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen muss; eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz erst nach 24 Stunden, wobei Swisslos und die Loterie Romande in ihren eigenen Statuten 72 Stunden anwenden.

Die Sperrliste und was ein Verstoss gegen die Bewilligungspflicht kostet

Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land – gilt in der Schweiz nicht. Ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten zu veranstalten, ist eine Straftat und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden – und es gibt keinen Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren; die erste Liste erschien am 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – das Domain-Hopping –, und die Gespa nennt als Beispiele Interwetten und Bet-at-Home sowie bet365 als auf der Liste stehend. Wer auf einem gesperrten Portal spielt, merkt davon oft nichts, bis die Seite plötzlich nicht mehr lädt.

Auszahlungen und Steuern: was der Gewinn wirklich hergibt

Auszahlungen und Salden gehen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht, und es gibt keine Kreditgewährung an Spielende. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine Sache und steht nur in seinen Bedingungen. Die Schweiz hat kein Instrument, mit dem Banken oder Kartensysteme Zahlungen an unbewilligte Wettseiten blockieren – die Geschichte von der blockierten Überweisung an ein Wettportal ist ein Mythos.

Bei den Steuern wird es interessant und für die meisten Wettenden beruhigend. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Bei den Kantonen liegt der Freibetrag anders, deshalb «je nach Kanton» – eine einzelne kantonale Zahl lässt sich hier nicht verallgemeinern. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird.

Für einen typischen Wettenden heisst das: kein Steueraufwand auf einen Gewinn von ein paar Tausend Franken, weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze, wie sie in anderen Ländern existiert, gibt es nicht. Bei ausländischen Veranstaltern fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig der Höhe. Wer ernsthaft mit grösseren Gewinnen rechnet und über die Landesgrenze spielt, sollte das vorher klären. Für alle anderen gilt: Fragen Sie einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Werbung: was die Veranstalter sagen dürfen – und was nicht

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für Spiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 gab die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und acht an Swisslos. Bonushöhen und -bedingungen stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine zeitliche Beschränkung der Werbung nach Tageszeiten gibt es in der Schweiz nicht.

Dass Werbung für nicht bewilligte Angebote verboten ist und mit bis zu einer halben Million Franken geahndet wird, ist der Grund, warum die zehn Namen auf dieser Seite unterschiedlich beschrieben werden. Zwei davon sind Veranstalter im Sinne des Gesetzes; acht sind Portale ohne Schweizer Bewilligung, die hier als Marktbeobachtung erscheinen und nicht als Empfehlung. Werbung im Rechtssinn ist etwas anderes als eine Beschreibung, und nur die Beschreibung ist hier zu lesen.

Was ein ausländisches Konto kostet und was ein Schweizer Konto kostet

Zum Schluss die Rechnung, die dieser ganze Artikel aufmacht. Ein Schweizer Konto bei einem der beiden bewilligten Veranstalter bietet vollen Schutz durch ein System mit Limiten, Wartefristen und Sperrregister, dafür ein kleineres Wettfenster, ein geschlossenes Angebot an Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Ein ausländisches Konto bietet im Gegenzug ein grösseres Sortiment und oft eine niedrigere Einstiegshürde, dafür keine Verbindung zum Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsschutz und im Streitfall keine Stelle in Bern, an die man sich wenden könnte.

Die Wahl zwischen den beiden ist keine Frage von «sicher» und «unsicher». Es gibt keinen automatischen Anspruch auf Sicherheit auf einer Seite – ein bewilligtes Angebot ist ein Angebot im rechtlich definierten Rahmen, und ein ausländisches Angebot ist keines. Wer die Verlustlimite als Ballast empfindet, wählt das zweite. Wer sie als Bremse braucht, wählt das erste.

Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zum Wetten in der Schweiz

Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?

Organisiert wird das Turnier von der CAF; erstmals ausgetragen wurde es 1957. Die nächste Ausgabe ist der Afrika-Cup 2027, angesetzt vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda, zu dem sich 54 Mannschaften für die Qualifikation angemeldet haben.

Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja, aber nur bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip oder bei der Loterie Romande mit Jouez Sport, und nur soweit die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten das Ereignis und die Wettart freigibt. Ein Onlinekonto setzt einen Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus.

Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang zur regulären Spielzeit?

Nein. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer – beim Fussball etwa 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Wer ein K.-o.-Spiel auf den Spielausgang setzt, setzt also auf 90 Minuten.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einem Markt mit den Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 – ein Rechenbeispiel, keine gestellte Quote – liegt die Auszahlungsquote bei rund 95,4 Prozent und die Marge bei rund 4,6 Prozent.

Wie funktionieren die Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?

Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für Casinos gilt.

Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?

Ab dem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, der beim Bund ab dem 1.1.2026 CHF 1’071’000 beträgt – darüber behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. «Je nach Kanton» meint, dass der kantonale Freibetrag abweicht und sich keine einzelne kantonale Zahl verallgemeinern lässt.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichch»