Freiwetten Neukunde 2026 — die zwei Schweizer Veranstalter, ihre Aktionen und der Preis, den sie verlangen

Updated Oktober 2026
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Ein Smartphone liegt mit dem Display nach unten auf einem Holztisch neben einem Wasserglas.

Unter dieser Überschrift hätte in fast jedem anderen Land eine Liste mit fünfzig Willkommenspaketen gestanden. In der Schweiz stehen zwei Namen. Wer hier nach einer Freiwette für Neukunden sucht, landet bei Swisslos und der Loterie Romande, und das ist kein Zufall der Vermarktung, sondern die Summe aus Gesetz, Aufsicht und einer Zustimmungspflicht, die Gratisguthaben vor die Prüfung durch die Gespa stellt. Das Angebot ist deshalb nicht schlecht — es ist bloss so klein, dass man es präzise lesen muss.

Die Loterie Romande erlaubt Einzahlungen auf das Spielerkonto von höchstens CHF 10'000 pro 30 Tage.

Oktober 29, 2026 — Stand der Bewilligungen und Aktionstermine geprüft gegen die interkantonale Geldspielaufsicht Gespa und die veröffentlichten Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Loterie Romande.

Was am Ende dieses Textes steht, ist eine Zahl und kein Versprechen: Was ein Gratisspielguthaben wert ist, wenn es nicht auszahlbar ist und seine Frist läuft. Diese Frage entscheidet mehr über das Neukundenangebot als seine Nominalhöhe, und sie ist die einzige, die auf der Marketingseite nicht beantwortet wird.

Warum das Neukundenangebot in der Schweiz zuerst eine Frage der Selbstkontrolle ist

Ein Neukunde trifft in der Schweiz nicht als Erstes auf einen Bonus, sondern auf ein Formular mit Limiten. Wer bei Sporttip eine Wette platzieren will, muss vorher Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen — die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Diese Limiten sind kein Vorschlag und kein Marketinghaken: Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer sich also unmittelbar vor dem Spieltag tiefer einstellen will, kann das tun. Wer sich hochsetzen will, wartet drei Tage, und in diesen drei Tagen liegt die Sperre nicht mehr bei ihm.

Der Boden einer Sporthalle aus poliertem Parkett mit einem einzelnen Handball in der Mitte, Licht fällt durch hohe Fenster.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Das ist der eigentliche Preis des Schweizer Modells, und man sollte ihn benennen, bevor von Guthaben die Rede ist. Der Gesetzgeber hat die Limite nicht festgesetzt — der Veranstalter muss sie verlangen, der Spielende setzt sie selbst. Diese Umkehr ist unbequem und richtig zugleich. Sie nimmt dem Buchmacher die Rolle des Erziehers, die er ohnehin schlecht spielt, und schiebt die Zahl dorthin, wo nur der Spielende sie kennt: sein eigenes Budget. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Wer nach einer verlorenen Serie merkt, dass er nachlädt, hat dort den Hebel, und er liegt näher als jeder Bonus.

Der Zugang lässt sich verschliessen, aber nicht über Nacht wieder öffnen

Neben den Geldlimiten steht die Möglichkeit, den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst zu sperren, und zwar ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine befristete Auszeit von ein paar Wochen lässt sich also präzise dosieren; wer länger aussteigen will, landet in einem Register, das nicht nur Swisslos liest.

Woran die Selbstkontrolle sich reibt

Eine Limite, die sich in Sekunden senken und in 72 Stunden erhöhen lässt, schützt den Impuls und nicht den Vorsatz. Wer im Dezember beschliesst, im Januar nur noch die Hälfte zu setzen, muss diese Entscheidung treffen, solange er sie noch übersieht. Das ist keine Schwäche des Systems, sondern sein Zuschnitt: Es rechnet mit Menschen, die es gut meinen und es im Rückstand dann eilig haben. Die Probe auf den eigenen Vorsatz ist deshalb nicht der Betrag, den man setzt, sondern der Platz, an dem die Limite steht.

Wo es mit dem eigenen Vorsatz vorbei ist, endet dieses Kapitel und beginnt eine Beratung, für die es in der Schweiz ein Netz gibt. Über die Limiten im Spielerkonto und darüber, was eine Spielsperre im Alltag bewirkt, geht es in den nächsten Abschnitten, weil dieselben Regeln jede Aktion umrahmen, von der hier die Rede ist.

Neukundenaktionen: Wie viel Guthaben die Runde macht, wenn niemand mehr mitklickt

Eine Freiwette, die man in Deutschland «ohne Einzahlung» nennt, heisst in der Schweiz Gratisspielguthaben, und die Bezeichnung verrät schon das Wichtigste: Es ist Guthaben, kein Geld, und das Gesetz unterscheidet das sehr genau. Die Loterie Romande hat es über den gesamten Winter 2025/26 vorgemacht. Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben. Insgesamt wurden 7’000 Stück verteilt, das Guthaben war 30 Tage gültig und nicht auszahlbar.

Sieben Aktionstage, zehn Franken, siebentausend Stück. In einem Werbebudget ist das eine Randnotiz, und dem Publikum entsprechend klein ist der Kreis. Man kann das belächeln. Verstehen sollte man es trotzdem, denn hinter diesen sieben Terminen steht kein knausriger Marketingchef, sondern ein Bewilligungserfordernis: Wer in der Schweiz Gratisspielguthaben abgeben will, braucht die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 gab es 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Neunundzwanzig Freigaben in einem Jahr für das ganze Land — das ist der Rahmen, in dem sich jede Neukundenaktion bewegt, und es erklärt, warum die Aktion an Sitzplätze in einem Stadion gebunden ist statt an ein Formular im Netz.

Was ein Code ist und was ein Guthaben ist, trennt sich genau dort. Die Aktion wird über einen Code im verifizierten Konto eingelöst — und damit ist über die Verteilung alles gesagt, ohne dass dieser Text einen Code nennen müsste. Wo sie verbreitet werden, entscheidet der Veranstalter; wer sie einlöst, braucht ohnehin ein verifiziertes Konto, und ein Konto entsteht nicht an einem Abend.

Was ein nicht auszahlbares Guthaben unter der Frist wert ist

Die Bedingung «30 Tage gültig, nicht auszahlbar» klingt nach Fussnote und ist die eigentliche Rechnung. Ein Guthaben, das nicht auszahlbar ist, ist kein Geldbetrag, sondern ein Gutschein auf einen Einsatz: Man muss ihn durch eine Wette in einen Gewinn verwandeln, und nur der Gewinn wäre Geld — soweit die Bedingungen des jeweiligen Veranstalters ihn überhaupt auszahlbar machen. Der Nominalwert CHF 10 ist deshalb die Obergrenze und nie der Wert.

Nehmen wir die Zahlen der Aktion und einen Markt, wie er an einem Sporttip-Wettschalter an einem durchschnittlichen Spieltag aussieht: eine Zweiweg-Wette mit je Quote 1.90 auf beiden Seiten. Das ist ein Beispiel und keine abgelesene Quote. Eine Wette von CHF 10 auf eine solche Quote bringt bei einem Treffer CHF 19.00 zurück und damit CHF 9.00 Nettogewinn; der Einsatz von CHF 10 ist Teil der Rückzahlung, nicht zusätzlich. Ausgezahlt wird nach der Logik des Gratisspielguthabens aber nur, was als Gewinn entsteht — nicht der Einsatz. Auf einen einzelnen Treffer bezogen sind das CHF 9.00 statt CHF 10.00 Erwartungswert, und genau hier sitzt die Lücke, die auf der Marketingseite verschwindet.

Der tiefere Schnitt liegt im Durchschnitt, nicht im Einzeltreffer. In einem Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 zahlt der Markt rund 95 % der Einsätze zurück, wenn man seine eigene Rechnung aufschlägt: 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte von 1.90 und 1.90 ergibt eine Auszahlungsquote von 5/9.5, also etwa 0’526 — nein, die Auszahlungsquote wird als Verhältnis gerechnet und liegt bei rund 95 %, der Rest von gut 5 % ist die Marge. Über viele Wetten hinweg ist der Gutschein also nicht CHF 10 wert, sondern die Nominalhöhe multipliziert mit dem Verhältnis aus Gewinn und Rückzahlung (1 − 1/1.90, also rund 0’474) und danach noch einmal mit der Auszahlungsquote des Marktes. Das ergibt für das Patinoires-Guthaben eine Spanne von ungefähr CHF 4.20 bis CHF 4.50, gemessen daran, wie viele Wetten man in welchem Markt spielt. Das ist kein Skandal und keine Kritik an zehn Franken. Es ist der Grund, weshalb die Aktion nicht über das Startguthaben bewertet werden sollte, sondern über die Frage, was danach kommt.

Der Zeitrahmen als zweite Rechnung

Über diesen durchschnittlichen Wert legt sich die Frist. Dreissig Tage klingen nach einem Monat Gelegenheit, sind aber der Zeitraum, in dem ein Gelegenheitsbettender überhaupt dazu kommt, das Guthaben an einem Spieltag zu verwenden. Drei Wochen Urlaub, keine passende Begegnung, ein Fussballwochenende mit einer Wettpause — und die Uhr steht still, während das Guthaben unter ihr verschwindet. Wer eine Freiwette also annimmt, verpflichtet sich nicht zu einer Wette, sondern zu einem Termin. Das gehört in die Bewertung einer Aktion, ganz gleich, wie klein sie ist.

Der Kombiboost der Sporttip — eine Erhöhung mit Bedingungen, die sich stapeln

Die zweite Aktion, über die Neukunden bei Swisslos stolpern, ist keine Willkommensprämie, sondern ein Mechanismus für Kombiwetten. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Das ist die interessantere Aktion der beiden, weil sie an einer Fähigkeit hängt statt an einem Termin. Vier Voraussagen mit mindestens 1.50 sind schnell gefunden, aber jede zusätzliche Zeile im Wettschein multipliziert die Anforderung mit sich selbst — in der Sache hat man es hier mit einer Marge zu tun, die pro Leg mehrfach anfällt und über den Bonus zurückgeholt werden soll. Fünfzehn Fussballspiele an einem Wochenende richtig zu lesen — wo die Mindestquote bei jedem einzelnen höher als 1.50 liegen muss — ist kein Anfängerwettschein, und die Aussicht auf 100 % Aufschlag macht ihn nicht zu einem. Wer sich das als Neukunde zutraut, hat sich selbst besser eingeschätzt als die meisten. Wer es nur wegen der Verdopplung versucht, baut sich mit fünfzehn Beinen einen Wettschein, der allein wegen der Länge unwahrscheinlicher wird — und das ist der Punkt, an dem ein Bonus von 100 % auf den Nettogewinn weniger als 100 % auf einen Nettogewinn ist.

Bei den Sporttip-Quoten- und Profitboosts gilt eine andere Einschränkung: Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, gelten online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen und ist immer ein vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; der angebotene Betrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitigen Ausstieg und hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Die Erhöhung, die man annimmt, bindet einen also an das Ende des Ereignisses. Das ist ein legitimer Deal und ein eigener Preis.

Die Bewilligungen im Angebot: wer in der Schweiz überhaupt ein Neukundenkonto eröffnen darf

Zwei Veranstalter mit Sportwettenbewilligung, ein Wohnsitzkriterium, das diesen Kreis noch einmal halbiert, und acht ausländische Marken, die in der Schweiz beworben werden, ohne hier zugelassen zu sein. Genau diese Aufteilung entscheidet, wer einer Neukundenaktion welchen Namen geben darf.

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin bzw. angegebene Konzession
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, SR 935.51), Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Konzession nicht erfasst, ohne Wirkung in der Schweiz
Pribet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Konzession nicht erfasst, ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Konzession nicht erfasst, ohne Wirkung in der Schweiz
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Konzession nicht erfasst, ohne Wirkung in der Schweiz
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Konzession nicht erfasst, ohne Wirkung in der Schweiz
Fezbet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Konzession nicht erfasst, ohne Wirkung in der Schweiz
22Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Konzession nicht erfasst, ohne Wirkung in der Schweiz
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada), angegeben durch Drittquellen, ohne Wirkung in der Schweiz

Die erste Spalte ist das Argument und die zweite ist das Kleingedruckte. Eine Bewilligung, die nur in der Schweiz gilt, deckt keine Schweizer Kundschaft, die sie nicht kennt; eine Konzession, die in einem anderen Land erteilt wurde, hat hier keine Wirkung. Das ist keine Wertung, das ist die Mechanik des Artikels 4 des Geldspielgesetzes — eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und was ausserhalb erteilt wurde, gilt für Schweizer Spielende nicht. Die Folge für den Leser ist handfest: Bei den beiden oberen Zeilen ist die Aktion eine genehmigte, bei den acht unteren ist sie die Verkaufsförderung eines Anbieters, der kein Schweizer Recht zu befolgen hat. Diese zwei Gruppen sind getrennt zu betrachten, und keine Zeile dieser Tabelle verwischt sie.

Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, hat Swisslos zur Auswahl, wer in Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis wohnt, die Loterie Romande. Nicht beide. Eine Neukundenaktion eines Veranstalters ausserhalb des eigenen Vertragsgebiets anzunehmen, würde also an derselben Registrierung scheitern, an der auch alles andere scheitert.

Registrierung, Konto und Wettschein: was vor der ersten Aktion passiert

Die Reihenfolge ist wichtiger als die Beträge, denn sie entscheidet, ob man überhaupt in den Genuss einer Aktion kommt. Das Gesetz fordert das geprüfte Konto, die Schweizer Veranstalter setzen es konsequent um, und eine Freiwette — oder eben ein Gratisspielguthaben — lässt sich darauf nicht vorbeischmuggeln.

Wer ein Konto bekommt und wer nicht

18 Jahre sind das Mindestalter, und die Teilnahme ist nur mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet möglich. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei Sporttip steht die Altersgrenze ausdrücklich im Regelwerk: Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Der Punkt, den man sich merken sollte: Es gibt keinen Schalter, an dem sich die Identität in fünf Minuten erledigen lässt, und es gibt keinen Anbieter mit Schweizer Bewilligung, der darauf verzichtet. Wer im Netz eine Werbung sieht, die eine Kontoeröffnung ohne Ausweis verspricht, liest über einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das ist die schnellste Methode, ein Konto zu erkennen, das Schweizer Regeln nicht unterliegt.

Einzahlung, Auszahlung und die Frist, in der ein Guthaben verfällt

Beide Veranstalter zahlen nur auf ein auf den eigenen Namen lautendes Konto in der Schweiz oder in Liechtenstein aus — bei Swisslos gar auf ein Schweizer oder Liechtensteinisches Bank- oder Postkonto. Anonyme Auszahlungen und solche in Kryptowährungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenmarkt nicht. Diese Regelung ist insofern angenehm, als sie das ganze Feld der Auszahlungsstreitigkeiten, die man von ausländischen Seiten kennt, gar nicht entstehen lässt. Sie ist insofern unbequem, als sie auch ein Gratisspielguthaben erfasst: Es bleibt im Konto und ist nicht auszahlbar.

Zwei Preise, die man erwähnen sollte, weil sie klein sind und dennoch gelten. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf das eigene Konto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Bei der Loterie Romande werden Gewinne bis CHF 1’000 netto direkt dem Wallet gutgeschrieben, höhere Beträge auf das angegebene Konto überwiesen. Bei Swisslos liegt die Grenze gleich: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung gehen automatisch ins Wallet, darüber geht es innert 3 Arbeitstagen auf das Konto, sofern die Zahlungsverbindung bekannt ist.

Und ein Datum, das bei jeder Neukundenfreude mitgelesen werden sollte: Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos. Eine Aktion mit 30 Tagen Gültigkeit hat also eine zweite Uhr neben sich, die langsamer läuft und länger nachtickt, als man denkt. Insgesamt eine Auszahlungslage, die man kaum je als Ärgernis erlebt und deren Fallen im Detail liegen — nicht in einem grossen Skandal, sondern in einer Frist, die man nicht gelesen hat.

Wie ein Guthaben begrenzt ist, bevor es überhaupt Konto wird

Wer Sporttip-Guthaben kauft, muss es über eine Online-Zahlungsmöglichkeit oder einen Einzahlungsschein tun, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Bei der Loterie Romande gelten Einzahlungen von höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von höchstens CHF 10’000.

Bemerkenswert ist der Abstand zwischen diesen Zahlen und dem Aktionstopf von CHF 10: Das Schweizer System ist auf Verhältnisse eingerichtet, in denen grosse Beträge auf einem Spielerkonto stehen, und die Neukundenaktion ist darin die kleinste Bewegung überhaupt. Wer die Limiten kennt, versteht auch, warum die Aktion so aussieht, wie sie aussieht.

Rechtslage: Warum es nicht mehr Freiwetten gibt — und was passiert, wenn man eine ausserhalb holt

Die Schweiz hat Sportwetten nicht heruntergewirtschaftet, sie hat sie verknappt. Das Geldspielgesetz führt Online-Sportwetten seit dem 1. Januar 2019 als Grossspiel und stellt sie unter die Aufsicht der Gespa; die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen auf zwei begrenzt. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — mehr gibt es nicht, und das ist die ganze Liste. Wer im Netz zehn Anbieter mit Schweizer Lizenz findet, findet zehn Anbieter mit einem Werbetext, aber nicht mit einer Bewilligung.

Ein hölzerner Richterhammer ruht auf einem dunklen Schreibtisch im Seitenlicht.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Der Bewilligungsvorbehalt und die Werbung, die daran scheitert

Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Das verdeutlicht zugleich die Grenze der Aufsicht: Was ausländisch lizenziert ist, hat hier keine Kraft, und die schweizerische Aufsicht ist dafür nicht zuständig. Ein Veranstalter darf Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung nicht anbieten, und zwar nicht als Kavaliersdelikt: Es ist strafbar und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Die Spielenden werden nicht bestraft. Ihre Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und ein Schutz oder eine Fairnesskontrolle, die sie durchsetzen könnten, gibt es nicht.

Wer diesen Text als Aufruf zum Boykott liest, liest ihn falsch. Die acht ausländischen Marken in der Tabelle sind nicht kriminell — sie sind schlicht nicht Schweizer Veranstalter. Was ein Spielender dort einbüsst, ist nicht die Teilnahme, sondern der Rechtsweg, das Sperrregister, der Spielerschutz und die steuerliche Behandlung.

Und dann ist da die Werbung selbst: Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 belegt werden. Das ist der Grund, weshalb diese Seite die ausländischen Marken benennen und bewerten darf, aber keine einzige Zeile auf ihnen ein Zeichen setzen kann. Ein Vergleich, der den Leser zum Klick drängt, wäre der Verstoss, den das Gesetz meint.

Was in einem bewilligten Wettprogramm erlaubt ist und was nicht

Der zugelassene Markt ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung vom 10.09.2026); Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglisten-Wetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe sind gar nicht möglich. Corner- und Kartenmärkte finden sich auf der Liste nicht, eine Esport-Sektion ebenso wenig. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Das ist die Landschaft, in der die Neukundenaktion stattfindet: ein kleines, klar umrissenes Wettprogramm mit einem attraktiven Rand und einer dünnen Mitte.

Ein Element dieser Liste fehlt bewusst. Wer in einem Vergleich von Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows liest, liest über einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Solche Wetten sind hier nicht vorgesehen.

Die Steuer auf einen Gewinn — meistens null, und das ist kein Zufall

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Freibetrag des Bundes liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag kann abweichen, deshalb gilt hier «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.

Für die Neukundenaktion heisst das: Jeder Gewinn, der aus CHF 10 Guthaben entsteht, liegt weit unter der Schwelle. Keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer, kein Abzug auf dem Wettschein. Das ist die gute Nachricht, und man sollte sie nicht überdrehen, weil die zweite Hälfte der Regel weniger erfreulich ist: Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis — Thurgau hält es so — behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine steuerfreie Freiwette und eine steuerpflichtige Freiwette sind also nicht dieselbe Aktion, auch wenn beide «gratis» heissen. Eine Betreuung über den Einzelfall gibt es nicht: Für die eigene Situation ist die kantonale Steuerverwaltung die zuständige Stelle.

Die zehn Anbieter im Vergleich für Neukunden

Die Reihenfolge dieses Vergleichs folgt einer anderen Frage als der des Wettermarktes. Limiten, Zahlungswege und Auszahlungsregeln entscheiden stärker über den Nutzen eines Neukundenkontos als die Höhe des Startguthabens, und die Höhe des Startguthabens ist ohnehin der Teil, den man am schnellsten nachrechnet. Was hier steht, ist deshalb kein Ranking der grössten Angebote, sondern eine Einordnung: Wer hier ein Konto eröffnen kann, wer nicht, und was der Einzelne zu beachten hat.

Swisslos Sporttip — die grösste Reichweite im deutschsprachigen Vertragsgebiet, mit Limiten als Bedingung

Das ist der eine der beiden Veranstalter, die Sportwetten in der Schweiz überhaupt anbieten dürfen, mit einer Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS und unter Aufsicht der Gespa. Die Sporttip-Wetten laufen im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Für Neukunden heisst das: Wer in einem dieser Gebiete wohnt, hat Zugang; wer in der Waadt wohnt, nicht. Das ist die härteste Grenze dieses Vergleichs, und keine Aktion überwindet sie.

Der Sporttip-Wettschein ist sauber ausgelegt. Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten ist CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für einen Gelegenheitswettenden sind diese Grenzen ohne Belang; für jemanden, der eine grosse Position auf ein Spiel setzen will, sind sie es sehr. Der Gewinn einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Zur Funktion: Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten möglich, vor dem Spiel und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Für Livewetten gilt die Wette übrigens unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 bewerten. Das ist eine Schutzvorschrift und für den Livewettenden eine, die er kennen sollte, bevor er in der letzten Minute auf den Punkt trifft.

Zur Bewertung: Sporttip ist für den Neukunden das Konto mit dem kleinsten Schritt zur Wette und der grössten Bindung an eine Region. Wer im Vertragsgebiet wohnt und Wettscheine mit einem Franken spielen will, hat hier ein Angebot, das keine Konkurrenz mit Schweizer Bewilligung hat. Wer mehr als CHF 1’000 auf ein einzelnes Spiel setzen will, stösst an eine Wand, die nicht verhandelbar ist — und wer im Frühling merkt, dass eine Kombination aus fünfzehn Beinen kein Nebenfach ist, sondern ein Sport, hat hier trotzdem den Bonus, den er beanspruchen wollte.

Loterie Romande Jouez Sport — zwei Auszahlungsschwellen und eine Aktion, die man kennen musste

Der zweite der beiden zugelassenen Veranstalter, ebenfalls mit Bewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS, unter Aufsicht der Gespa, mit Sitz in Lausanne. Jouez Sport läuft für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande nennt dazu 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Für die Neukundenaktion ist das entscheidend: Die «JouezSport – Patinoires et Stades»-Aktion mit dem Spielguthaben war ein Verteilmechanismus mit physischer Reichweite, und ein Leser in Zürich konnte von ihr höchstens gehört haben.

Die Auszahlungsregeln sind die zweite Eigenheit. Gewinne bis CHF 1’000 netto gehen direkt ins Wallet, darüber hinaus auf das angegebene IBAN-Konto; Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar. Einzahlungen auf das Spielerkonto sind auf höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage begrenzt, und das Wallet-Guthaben darf ebenfalls CHF 10’000 nicht übersteigen. Die Grenze von CHF 1’000 ist im Alltag des Neukunden der Punkt, an dem sich entscheidet, ob ein Gewinn ein Betrag bleibt oder ein Vorgang wird.

Zur Bewertung: Jouez Sport ist die einzige Adresse für einen Sportwetten-Neukunden in der Romandie, und die Westschweizer Vertragsgebietsgrenze wird hier nicht als Beschränkung, sondern als Herkunft bemerkbar. Der Preis dafür liegt in der zweiten Stufe: Wer einmal über CHF 1’000 gewinnen sollte, wechselt von einer automatischen Gutschrift zu einer Überweisung. Ein Detail, das im Alltag kaum auffällt und im einen Moment alles ist.

FortuneJack — ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Weg

FortuneJack trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine Konzession, die gemeldet wird, ist nicht erfasst und hätte in der Schweiz ohnehin keine Wirkung. Der Anbieter ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre umsetzen.

Für einen Neukunden ist die praktische Folge: Was hier als Willkommensaktion steht, ist nicht von der Gespa genehmigt, und was das Angebot kostet, steht nirgends, wo ein Gericht es durchsetzen könnte. Wer trotzdem hier spielen will, spielt ohne Schweizer Schutz, und die Auszahlungsregeln dieses Textes treffen auf ihn nicht zu.

Pribet — ohne Schweizer Bewilligung, gelistet zur Einordnung

Auch Pribet hat keine Schweizer Bewilligung; die gemeldete Konzession ist nicht erfasst, in der Schweiz wirkungslos und nicht an das Sperrregister angeschlossen. Ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Wie bei jedem Anbieter ohne Bewilligung: Prüfen, ob die Seite in der Liste der gesperrten Domains aufgeführt ist, kostet zwei Minuten und erspart eine Überweisung.

Rabona — ohne Schweizer Bewilligung, gelistet zur Einordnung

Rabona steht in derselben Rubrik. Keine Schweizer Bewilligung, die gemeldete Konzession ohne Wirkung hier, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, ein möglicher Eintrag auf der Sperrliste. Ein Neukunde, der die Schweizer Schutzvorschriften sucht, findet hier nichts, was er durchsetzen könnte.

WirWetten — ohne Schweizer Bewilligung, gelistet zur Einordnung

Für WirWetten gilt dasselbe: keine Schweizer Bewilligung, keine anerkannte Konzession, keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, eine mögliche Sperrung der Domains per DNS. Wer das Kleingedruckte einer Aktion liest, liest hier das Kleingedruckte eines Vertrags, den Schweizer Recht nicht prägt.

BetOnRed — ohne Schweizer Bewilligung, gelistet zur Einordnung

BetOnRed gehört zur Gruppe der Anbieter, die in der Schweiz ohne Bewilligung auftreten. Eine gemeldete Konzession ist nicht erfasst und hat hier keine Wirkung, die Anbindung an das Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg existiert nicht, und eine Aufnahme in die Sperrliste der Gespa ist möglich. Die Bewertung bleibt dieselbe wie bei den anderen drei: kein Schweizer Rahmen, kein Schweizer Anspruch.

Fezbet — ohne Schweizer Bewilligung, gelistet zur Einordnung

Fezbet ist in derselben Rubrik geführt: keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Konzession ohne Kraft in der Schweiz, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrung der Domains. Ein Neukundenangebot ohne Schweizer Bewilligung ist für den Spielerschutz eine leere Zeile.

22Bet — ohne Schweizer Bewilligung, gelistet zur Einordnung

Bei 22Bet wiederholt sich das Muster zum achten Mal und wird damit zur Regel statt zur Ausnahme: keine Schweizer Bewilligung, keine hier anerkannte Konzession, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Rechtsweg in der Schweiz, möglicher DNS-Block. Wer die Liste als Ganzes betrachtet, sieht daran weniger einzelne Anbieter als eine Marktlücke, in die die Werbung hineinreicht.

X3Bet — ohne Schweizer Bewilligung und mit einer Konzession aus Kanada

X3Bet unterscheidet sich in einem Punkt von den sieben vorherigen Zeilen: Hier melden Drittquellen eine Konzession aus Tobique in Kanada. Das ist der Unterschied zwischen einer nicht erfassten und einer ausländischen Konzession — und für die Schweiz keiner, weil sie hier keine Wirkung entfaltet. Wer aus einer kanadischen Aufsicht etwas ableiten will, hält kein Instrument in der Hand, das sich in einem Schweizer Verfahren durchsetzen liesse.

Die Kanadische Konzession und die fehlende Schweizer Bewilligung ergeben eine klare Lage: Neukundenaktionen gibt es hier ohne Schweizer Aufsicht, und der Weg zur Beschwerde endet an der Grenze. Wer trotzdem Wert auf Vergleichbarkeit legt, kann prüfen, ob die Domain auf der Sperrliste der Gespa steht.

Was die Neuheit einer Freiwette in einem bewilligten Konto noch einschränkt

Ein bewilligtes Schweizer Wetterkonto unterscheidet sich von einem ausländischen weniger in der Bedienung als in dem, was es ausschliesst. Die Datenpflege beim Veranstalter, der Time-out, die Sperre, das Register der gesperrten Personen — wer Sportwetten in der Schweiz spielt, ist nirgends anonym unterwegs. Das ist eine Bedingung, die man mitträgt, auch wenn man nur auf ein Fussballspiel wettet, und sie steht auf derselben Seite wie die Aktionen.

Wer an einem der Schweizer Veranstalter teilnimmt, muss vor der ersten Sporttip-Wette seine Limiten setzen. Wer gegen die Limiten verstösst, dessen Wette wird nicht angenommen. Wer sich sperren will, kann es tun, und eine Verlängerung gibt es erst nach den festgelegten Fristen. Der Marketinggedanke, der hinter ausländischen Willkommenspaketen steht — mehr Einsatz, mehr Zufriedenheit — ist mit diesen Vorgaben nicht zu kombinieren. Deshalb existiert das Geschenk in der Schweiz in der kleineren Form.

Warum eine Aktion ohne Einzahlung das kleinere Paket ist

Freiwetten «ohne Einzahlung» sind in der Schweiz das passende Format, weil sie zur Logik des Marktes passen. Eine Willkommensprämie, die an eine Einzahlung gebunden ist, macht aus einem neuen Konto sofort ein Konto mit Umsatz, und Umsatz ist die Grösse, die der Selbstkontrolle am meisten Mühe macht. Eine Freiwette, die am Stadioncode oder am verifizierten Konto hängt, ist dagegen beinahe ein Trinkgeld: wenig Verpflichtung, kleine Verlockung, klarer Deckel. Die Frage, ob eine Freiwette an eine Einzahlung gebunden ist, stellt sich also nicht in der Theorie, sondern in jedem einzelnen Fall — und die Antwort steht in den Teilnahmebedingungen der jeweiligen Aktion, nie in einer Schlagzeile über zehn Anbieter.

Der Ort, an dem eine Aktion wirklich geprüft wird, ist die Wettschein-Seite, nicht die Landeseite

Die Bedingungen, die man lesen muss, sind nie die auf der Startseite. Für die Geltungsdauer ist es die Angabe im Teilnahmetext, für die Auszahlbarkeit die Regeln zum Gratisspielguthaben, für die Erhöhung die Limitierung von Einsatz und Bonus, für die Frist die Löschung nach 26 Wochen, für die Steuerfrage die eigene kantonale Steuerverwaltung. Werte, die man nicht findet, sind keine Kleinigkeit, sondern das, was man ein zweites Mal liest, bevor man einsetzt.

Häufig gestellte Fragen zu Freiwetten für Neukunden

Gibt es in der Schweiz Freiwetten für Neukunden, und wer bietet sie überhaupt an?

Ja, aber nur bei den zwei Veranstaltern mit Schweizer Bewilligung: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Gratisspielguthaben braucht die vorgängige Zustimmung der Gespa, im Jahr 2025 gab es 24 solcher Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Aktionen ohne Einzahlung bleiben daher klein und zu bestimmten Anlässen.

Welche Aktion der Loterie Romande lief zuletzt, und wie wurde das Spielguthaben gutgeschrieben?

Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben. Insgesamt gab es 7’000 Stück, das Guthaben war 30 Tage gültig und nicht auszahlbar.

Ab welchem Alter und mit welchem Wohnsitz ist ein Neukundenkonto möglich?

Ab 18 Jahren. Nötig ist Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet der Veranstalterin — bei Swisslos die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, bei der Loterie Romande Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Eine bestehende Spielsperre schliesst die Registrierung aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Ist eine Freiwette für Neukunden an eine Einzahlung gebunden?

Nicht zwingend. Die beiden jüngsten Schweizer Beispiele hängen an keinem Einsatz: Die Patinoires-Aktion vergab CHF 10 Spielguthaben für einen eingegebenen Code, und der Kombiboost erhöht den Nettogewinn einer Kombination. Eine Einzahlung kann in den Bedingungen anderer Aktionen verlangt werden; sie steht jeweils im Teilnahmetext, nicht in einer Übersicht.

Warum gibt es Boni für Neukunden nur mit vorgängiger Zustimmung der Gespa?

Gratisspielguthaben ist im Geldspielgesetz der Sache nach ein Gratisspiel, und dafür ist vorab die Zustimmung der Aufsicht nötig. Die Zahl der Bewilligungen ist entsprechend klein und der Rahmen eng. Für Neukunden heisst das: Was hier angeboten wird, hat eine Prüfung hinter sich und ist deshalb kleiner als in einem Markt ohne solche Schranke.

Worin unterscheiden sich Neukundenaktionen ausländischer Seiten in Bezug auf Schutz und Rechtsweg?

Ausländische Seiten haben in der Schweiz keine Bewilligung nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes. Sie sind nicht an das Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Ein Schweizer Spielender trägt dort die Kosten selbst, samt kantonaler Steuerpraxis auf Gewinne.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichch»