Quotenrechner Sportwetten 2026 — rechnen, bevor der Einsatz steht

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein Bleistift liegt quer auf einem karierten Papierblock mit handgezeichneten Kreisen und Pfeilen, daneben ein Radiergummi im Seitenlicht.

Stand: Oktober 29, 2026 — Bewilligungsangaben abgeglichen mit der Gespa und den Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport.

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1).

Verlustlimiten, Spielsperre und die Frage, die kein Rechner beantwortet

Auf einem Wettschein steht die Zahl, die gewinnen kann. Nicht darauf steht die Zahl, die weg ist, wenn nichts aufgeht — der Einsatz. Ein Rechner macht dieses Verhältnis sichtbar, und zwar nur in eine Richtung: Er zeigt, dass ein Einsatz zu einem grösseren Betrag werden kann. Ob dieser Einsatz morgen noch im Haushaltsbudget fehlt, weiss er nicht.

In der Schweiz ist diese Grenze keine Ermahnung, sondern eine Bedingung. Wer bei Sporttip ein Spielerkonto eröffnen will, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten setzen — für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Wer die Limite senkt, für den gilt sie sofort; wer sie erhöht, muss 72 Stunden warten. Dazu kommt die Möglichkeit, freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage zu hinterlegen. Was der Rechner also ausrechnen kann, ist ein Obergrenzen-Szenario, kein Versprechen.

Eine steinerne Treppe führt zu einem Portal mit Säulen im Morgenlicht, der Platz davor ist leer.
Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250.

Das ist die Reihenfolge, die auf dieser Seite gilt, und sie ist bewusst gewählt: erst das, was ein Rechner nicht kann, dann das, was er kann. Die meisten Ratgeber zum Thema drehen das um und schieben den Hinweis auf das Spielerschutzportal unter die Fusszeile. Ein Werkzeug, das einen möglichen Nettogewinn von mehreren Tausend Franken auf den Bildschirm malt, ohne vorher zu sagen, dass der Einsatz genau so gross ist, wird von unten nach oben gelesen — und die erste Zeile entscheidet.

Was eine Verlustlimite im Alltag bedeutet

Ein Beispiel ohne Zahlenakrobatik: Wer seine 30-Tage-Limite auf ein paar Hundert Franken setzt und diesen Rahmen in einem Rechner durchspielt, sieht sofort, dass eine Kombination mit zehn Voraussagen und fünffacher Steigerung des Einsatzes den Rahmen sprengt, bevor die Wette überhaupt angenommen wird. Sporttip nimmt eine Wette über der Limite nicht an. Auffüllen ist nicht vorgesehen.

Interessant daran ist, wofür Sporttip selbst keine Zahlen nennt: Die Limiten gelten pro Spielerkonto, und ein zweites Konto ist nicht vorgesehen — jede Person darf sich nur einmal registrieren. Wer seine Limite ausschöpft, ist also tatsächlich ausgeschöpft. Genau das ist der Punkt, an dem ein Rechner aufhört und die Verantwortung anfängt.

Der Zugang lässt sich schliessen, und zwar verbindlich

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, und vor Ablauf dieser Frist hebt Swisslos die Sperre nicht auf. Daneben steht die unbefristete Spielsperre, die in einem schweizweiten Register eingetragen wird — sie gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine solche Sperre ist nicht die freundlich formulierte Pause, sie ist die harte Variante: gesperrte Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Die Sperre ist auch nicht dazu da, einen Streit über einen Gewinn zu lösen.

Wer die Sperre ehrenamtlich nachfragt, sollte wissen, was er damit unterschreibt. Sie schliesst das Konto, nicht die Gewohnheit.

Wo die Schutzlinie durchlässiger ist als das Papier

Ein Testkauf-Befund aus dem Jahr 2025 verdient es, hier und nicht in einem Nebensatz zu stehen: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Regel ist eindeutig, die Praxis an der Verkaufsstelle es nicht. Wer die Online-Registrierung über das Konto für sicher hält und die Verkaufsstelle für die kontrollierte Variante, hat es genau umgekehrt erwischt. Online ist der Ausweis zu hinterlegen und auszulesen; am Schalter reicht manchmal der Augenschein, und der liegt in der Hälfte der geprüften Fälle daneben.

Für die Rechnung, um die es auf dieser Seite geht, heisst das: Das Budget gehört festgelegt, bevor irgendeine Quote in ein Feld getippt wird — nicht durch die Plattform, sondern durch den Menschen davor.

Die Limiten der beiden Veranstalter, in einem Blick

Kennzahl Sporttip (Swisslos) Jouez Sport (Loterie Romande)
Mindesteinsatz CHF 1 (Einzel- und Kombinationswette) CHF 2 online, CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples
Höchsteinsatz CHF 1’000 (Einzel/Kombi), CHF 10’000 (Systemwette) CHF 500 (Einzel- und Kombiwette)
Gesamtbetrag eines Wettscheins nicht in dieser Form begrenzt höchstens CHF 7’500 Einsatz je Schein mit Multiples
Höchstgewinn nicht in dieser Form begrenzt CHF 300’000 je Einzel-/Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen
Anpassung durch den Veranstalter jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich Spielreglement, 17. Auflage

Die Spannweite ist gross, und sie ist kein Zufall: Sporttip arbeitet über den eigenen Online-Kanal, Jouez Sport zusätzlich über ein Netz von Verkaufsstellen und Multiples, wo pro Schein deutlich mehr Geld zusammenfliessen kann. Wer mit kleinen Einsätzen rechnet, findet bei Jouez Sport online eine Untergrenze von CHF 2 statt CHF 1 — bei einem Einsatz von CHF 2 und einer Quote von 1,40 macht diese Differenz 40 Rappen möglichen Nettogewinn aus, also mehr als die Hälfte der Quotendifferenz selbst. Wer mit grösseren Summen hantiert, stösst bei Jouez Sport bei CHF 500 an, bei Sporttip erst bei CHF 1’000.

Der Satz, den beide gemeinsam haben: Der Veranstalter kann die Limiten jederzeit ändern. Eine Rechnung von heute ist keine Zusage für morgen.

Grundlagen: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette und die drei Quotenformate

Ein Quotenrechner ist ein Rechenblatt, kein Orakel. Er nimmt Zahlen, die du eingibst, wendet feste Formeln an und wirft eine Zahl zurück. Die Formel ist trivial, die Eingabe ist es nicht — und der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Werkzeug liegt genau dort: bei der Frage, ob es die drei Wettformen sauber trennt und ob es versteht, in welchem Format die Quote geschrieben ist.

Ein Abakus mit bunten Holzperlen steht auf einem hellen Schreibtisch vor einem unscharfen Fenster.
Ein Wettrechner berechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit 1 bis 20 Auswahlen.

Einzelwette: der Nettogewinn in einer Zeile

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1). Die 1 wird abgezogen, weil die Quote die Auszahlung inklusive Einsatz beschreibt: Bei einer Dezimalquote von 5,50 ergibt ein Einsatz von 1 € eine Auszahlung von 5,50 € und einen Reingewinn von 4,50 €. Wer diesen Schritt nicht versteht, verwechselt täglich Brutto mit Netto. Und wer ihn versteht, hat schon den halben Vorteil eines Rechners eingelöst.

Kombiwette: multipliziert wird die Hoffnung, nicht der Boden unter den Füssen

Bei einer Kombinationswette werden die Einzelquoten multipliziert. Der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Eine Kombiwette umfasst bei Jouez Sport 2 bis 10 Voraussagen.

Die Gesamtquote steigt also steiler als linear, die Trefferchance fällt steiler als linear — ein Effekt, den kaum ein Rechner von sich aus anzeigt. Bei einer Kombination mit zehn Voraussagen und einer Gesamtquote von 100’000, der Obergrenze bei Jouez Sport, ist die Wette entweder ein Lotterielos mit hoher Ziffer oder schlicht ein Fehler in der Eingabe. Die Obergrenze existiert genau deshalb.

Systemwette: mehrere Kombiwetten in einem Ticket

Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben; jede dabei entstehende Kombination heisst Wettreihe. Wer «3 aus 5» eintippt, spielt nicht eine Wette mit drei Auswahlen, sondern eine Sammlung von Kombinationswetten über fünf Auswahlen, aus denen je drei kombiniert werden — jede dieser Reihen hat ihren eigenen Gewinn oder Verlust, und der Einsatz wird über alle Reihen verteilt.

Was hier teuer wird, ist nicht die einzelne Reihe, sondern ihre Anzahl. Ein Rechner, der den Systembetrag als dasselbe ansieht wie den Einsatz einer Einzelwette, produziert eine Zahl, die um ein Vielfaches zu hoch liegt. Wer eine Systemwette rechnet und dabei nur den Gesamteinsatz eintippt, bekommt einen möglichen Gewinn geliefert, der so nie eintreten kann.

Wie die Quote geschrieben wird, und was das für die Eingabe heisst

Dasselbe Verhältnis trägt drei Namen. Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250. Bei der US-Quote mit negativem Vorzeichen bedeutet −250, dass 250 $ gesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen; positive Werte wie +450 beschreiben umgekehrt den Gewinn bei 100 $ Einsatz, und +450 entspricht einer Dezimalquote von 5,50 neben der Bruchquote 9/2. Bei den ganzen Zahlen der US-Quote steht das Vorzeichen nicht zur Dekoration — es entscheidet, ob der Gewinn über oder unter dem Einsatz liegt.

Ein Rechner, der die Formate nicht ausdrücklich abfragt, nimmt Bruchquoten gern als Dezimalzahlen. Aus 9/2 wird dann «9,2» statt 5,50, und der angezeigte Auszahlungsbetrag ist nicht nur ungenau, er ist falsch. Deshalb ist die Eingabe in der Schweiz schlicht: Dezimalquoten mit Punkt, wie sie im Wettprogramm stehen — 2.10, nicht 2,10.

Was ein Rechner zeigt und was nicht

Ein Quotenrechner Sportwetten zeigt Nettogewinn, Gesamtauszahlung und bei Kombiwetten die Gesamtquote. Er zeigt nicht die Marge des Veranstalters, nicht die Absage-Regel des Veranstalters und nicht, ob dein Einsatz in ein Budget passt. Sporttip rechnet übrigens selbst nach, und zwar sichtbar: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweistufige Rundung erklärt kleine Abweichungen zwischen einem externen Rechner und der Gutschrift auf dem Spielerkonto — und sie erklärt auch, dass die Abweichung nach oben oder unten gehen kann, je nach Betrag.

Dasselbe gilt für abgesagte Ereignisse: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Eine Kombination von zehn Voraussagen mit einer ausgefallenen Auswahl ist also nicht verloren, sie ist einfach kürzer. Ein Rechner, der das nicht vorsieht, zeigt für diesen Fall eine Zahl, die nie ausgezahlt wird.

Die Marge: die Zahl, die in jeder Quote schon steckt

Nimm einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit je Quote 1.90 auf beide Ausgänge — ein Beispiel, kein abgefragter Kurs. Setzt man die beiden Quoten ins Verhältnis, ergibt 1 ÷ 1.90 plus 1 ÷ 1.90 eine Auszahlungsquote von rund 1,0526 — genau genommen 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Der Quotenschlüssel, also der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt, liegt damit bei etwa 0,95, und die Marge des Anbieters bei ungefähr 0,05. In Prozent: Der Markt zahlt rund 95 % der Einsätze zurück, der Anbieter behält etwa 5 %.

Das ist eine Bandbreite und kein exakter Wert, und die Bedingung dafür ist so einfach wie streng: Es gilt für diesen Markt, für diese beiden Quoten und für diese Momentaufnahme. Zwei gleich hohe Quoten auf zwei Ausgänge sind die saubere Beispielrechnung; ein Fussballmarkt mit Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg hat drei Ausgänge, und die Summe ihrer Wahrscheinlichkeiten weicht regelmässig weiter von 1 ab. In Live-Märkten ist die Marge fast immer grösser als vor dem Anpfiff, weil der Anbieter in Sekunden neu kalkulieren muss.

Der Punkt, an dem die Marge einen Leser wirklich betrifft, ist die Kombiwette. Bei je zwei Ausgängen mit einer Marge von rund 5 % wird aus einem Nachteil in der ersten Voraussage ein zweiter, ein dritter und ein vierter — die Margen der einzelnen Märkte summieren sich nicht zu einem Aufschlag auf den Gesamteinsatz, aber jede einzelne Voraussage bringt eine eigene Marge in die Gesamtquote ein. Eine Kombination mit vier Auswahlen trägt damit rechnerisch vier Margen statt einer. Wer sich von 100 % Kombiboost beeindrucken lässt, sollte diese Zeile kennen.

Rechner im Vergleich: zehn Werkzeuge, ein Kriterium zuerst

Jetzt zu dem Teil, den ein Leser tatsächlich braucht: Eine Rangliste von Rechnern, bewertet danach, ob Einzel-, Kombi- und Systemwetten abgedeckt sind, wie die Quotenformate umgerechnet werden und ob die Ergebnisse nachvollziehbar sind. Die Reihenfolge folgt dem Kriterium, das am häufigsten verpatzt wird. Ein Rechner, der die Bruchquote 9/2 nicht als 5,50 erkennt, fällt durch, egal wie hübsch er aussieht.

Zuerst die beiden Werkzeuge der Schweizer Veranstalter, danach die Rechner, die international auf Portalen, bei Wettanbietern und in Foren kursieren. Die letzten acht sind keine Schweizer Angebote, und das ist auf dieser Seite keine Nebensache, sondern eine Bedingung, die in die Bewertung eingeht.

Sporttip-Rechner: in die Plattform eingebaut und an ihre Regeln gebunden

Der Sporttip-Rechner ist kein separates Produkt, sondern Teil des Wettscheins. Er rechnet Einzel- und Kombinationswetten, und er arbeitet mit den Quoten, die Swisslos selbst gestellt hat — was den Vorteil hat, dass zwischen Rechnung und Gutschrift nur die zweistufige Rundung auf zwei Nachkommastellen und dann auf 5 Rappen liegt. Kein Import, keine Tippfehlerquote, keine Formatfrage: Die Quote kommt aus dem Programm.

Die Grenze liegt in genau dieser Bindung. Wetten, die Sporttip nicht anbietet, kann der Rechner nicht nachbilden — nicht weil die Formel fehlt, sondern weil der Wettschein sie nicht kennt. Und die Bedingungen, die Sporttip an eine Wette hängt, sind im Rechner unsichtbar. Der Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je einer Quote von mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Ein Teil der Rechnung, der bei vier Auswahlen mit Quote 1.90 pro Reihe mehrere Franken ausmacht, steht nicht im Wettschein, sondern im Reglement.

Auch der Cash-Out-Betrag ist keine Rechnergrösse: Er ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Bei einem Cash-Out verfällt ein Quotenboost. Wer den Cash-Out-Wert vorher durchrechnen will, rechnet ins Leere.

Unterm Strich: Dieses Werkzeug ist der ehrlichste Massstab für die eigene Wette, aber es ist ein Verkaufsinstrument und kein Analysetool. Es zeigt dir, was eine Wette bei Swisslos zahlt. Es zeigt dir nicht, was sie kostet.

Loterie-Romande-Rechner: dasselbe Prinzip für die Westschweiz

Jouez Sport rechnet die eigene Wette ebenfalls in der Plattform, und die Zahlen, an die sich die Rechnung halten muss, sind strenger als bei Sporttip: Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Beide Grenzen sind Reglementswerte und keine Schätzungen — sie stehen im Spielreglement, 17. Auflage.

Hier wird die Rechnung in einem Punkt interessanter als bei Sporttip: Multiples dürfen gesamthaft höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen liegt die Grenze bei CHF 1’000’000. Ein Rechner, der einen Multiple-Schein ohne diese Obergrenze durchrechnet, liefert eine Zahl, die der Veranstalter so nie auszahlt. Der Höchstgewinn je Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000.

Für die Westschweiz ist das Werkzeug damit dasselbe in Grün, nur mit anderen Kappen. Wer die Wettscheine mit Multiples mag, hat hier ein Werkzeug, das genau zu diesem Produkt passt — und wer es über die Grenzen hinaus rechnet, rechnet gegen das Reglement.

Internationale Rechner: stark im Rechnen, blind für das Schweizer Angebot

Auf Portalen und bei ausländischen Anbietern stehen Rechner, die deutlich mehr können als der Wettschein eines Schweizer Veranstalters. Sie rechnen Systemwetten mit bis zu 20 Auswahlen, sie rechnen Einzel- und Kombiwetten, sie rechnen die Quotenformate automatisch um, und einige zeigen sogar die implizite Wahrscheinlichkeit über die Formel 1 ÷ Quote. Für die Frage, wie viel eine Wette zahlt, sind sie den eingebauten Werkzeugen der Veranstalter überlegen.

Nur beantworten sie eine andere Frage als die, die in der Schweiz zählt. Ein solcher Rechner rechnet auch Wetten durch, die ein Schweizer Veranstalter gar nicht anbietet: Der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026) lassen sich keine Eckball- und Kartenmärkte entnehmen, und eine Esport-Sektion fehlt ebenso. Wer dort mit einer hübschen Eckballkombination rechnet, rechnet eine Wette, für die er im bewilligten Schweizer Angebot keinen Ort findet — es sei denn, er weicht auf eine ausländische Plattform aus. Genau dort beginnt aber die Rechtslage, die im Abschnitt «Der Rechner bildet die Marge ab — und die Steuerfrage steht daneben» steht.

Dass die ausländischen Rechner trotzdem taugen, ist kein Widerspruch. Für eine Einzelwette mit zwei Dezimalquoten braucht niemand ein Portal. Für eine Systemwette mit zwölf Auswahlen ist ein Werkzeug, das die Anzahl der Wettreihen korrekt zählt, mehr wert als jeder Wettschein.

Woran ein Rechner scheitert, und zwar immer

Drei Fehler tauchen in fast jedem Testbericht wieder auf, und keiner davon liegt an der Formel.

Der erste ist die Formatverwechslung: Bruchquoten werden als Dezimalzahlen gelesen. Der zweite ist die Systemwette, die als Kombination gerechnet wird. Der dritte ist der Glaube, die Gesamtquote sei ein Mass für den Erwartungswert. Sie ist es nicht — sie ist ein Preis. Ein Rechner, der eine Quote von 100’000 für zehn Voraussagen ausgibt, hat nichts falsch gemacht. Er hat nur nichts darüber gesagt, dass eine Wette mit dieser Quote praktisch nie gewinnt.

Womit wir bei der Kernfrage wären: Was ein Rechner ausrechnet, ist immer die beste Hälfte der Geschichte.

Quotenrechner Sportwetten: die Methode hinter jedem Feld

Wer den Begriff zum ersten Mal sucht, erwartet eine App. Bekommt aber ein Verfahren — dieselben vier Rechenschritte liegen jedem Rechner zugrunde, ob auf dem Bildschirm eines Schweizer Veranstalters oder auf einem Portal, das Systemwetten mit zwanzig Auswahlen bewältigt. Wer das Verfahren kennt, kann es im Kopf überschlagen, ein Ergebnis plausibilisieren und einen Rechner erkennen, der still einen falschen Wert ausgibt.

Das Verfahren in vier Schritten, und wo es hakt

Der erste Schritt ist die Eingabe: Einsatz und Quoten in einer eindeutigen Schreibweise. Der zweite ist die Normierung — alles auf eine Dezimalquote, weil nur mit ihr gerechnet wird. Der dritte ist die Verknüpfung: Bei einer Einzelwette wäre hier nichts zu tun, bei einer Kombination werden die Quoten multipliziert, bei einer Systemwette werden die Wettreihen gezählt und einzeln gerechnet. Der vierte Schritt ist die Anzeige: Nettogewinn, Auszahlung, Gesamtquote, bei Kombinationen zusätzlich die Trefferwahrscheinlichkeit, wenn der Rechner sie überhaupt ausgibt.

Der zweite Schritt ist der, an dem es regelmässig knirscht, und der dritte ist der, an dem sich die Werkzeuge am stärksten unterscheiden. Ein Rechner, der «3 aus 7» nicht als Sammlung von 35 Kombinationen versteht, ist kein Rechner für Systemwetten. Er ist ein Rechner für Kombiwetten mit einem freundlichen Etikett.

Was deine Gewinnhöhe über deine Trefferchance sagt

Nichts. Das ist die wichtigste Eigenschaft jeder Quote, und ausgerechnet die versteckt sich hinter einem grossen Betrag. Eine Kombination mit mehreren Auswahlen multipliziert verführerisch schöne Zahlen. Der Rechner zeigt diese Zahl ungerührt an, weil das seine Aufgabe ist — er berechnet eine Auszahlung, keine Wahrscheinlichkeit.

Wer diese Trennung im Kopf behält, wird nicht misstrauisch gegenüber Rechnern, sondern gegenüber dem Gefühl, das sie auslösen. Ein grosser angezeigter Gewinn ist ein Signal für eine kleine Wahrscheinlichkeit, nichts anderes. Wie klein, verrät ein Blick auf die implizite Wahrscheinlichkeit, wenn der Rechner sie überhaupt ausgibt: Bei einer Quote von 1.90 für eine Auswahl ist der Marktpreis für diese Auswahl ungefähr 52,6 % — der Kehrwert von 1,90 —, und das ist der Wert vor jeder Marge. Ein Anbieter, der dir diese Zahl vorenthält, behält die interessantere Hälfte der Geschichte für sich.

Rechnen, bevor der Einsatz steht: der praktische Ablauf

Wer den Rechner zum ersten Mal benutzt, geht meist in der falschen Reihenfolge vor. Der naheliegende Weg ist der, der Geld kostet: Es wird erst eine Kombination zusammengestellt und der Einsatz dann so gewählt, dass der angezeigte Gewinn gefällt.

Umgekehrt geht es billiger. Zuerst steht der Betrag, der real zur Verfügung steht und dessen Verlust nichts verschiebt. Dann die Wette — Einzel, Kombi oder System — mit ihrem Einsatz, der unter dieser Zahl bleibt. Erst danach die Quote aus dem Wettprogramm, eingegeben in der Schreibweise des Programms. Und am Ende die Gegenprobe: Der Rechner sollte den Sporttip-Wert wiedergeben können, wenn du für eine Schweizer Wette die Rundung berücksichtigst. Rundet er auf zwei Nachkommastellen und dann auf 5 Rappen, stimmt die Gutschrift überein. Weicht er ab, ist entweder die Quote falsch eingegeben oder das Format.

Wer die Reihenfolge einhält, wird gelegentlich zu dem Ergebnis kommen, dass die Wette nicht in den Betrag passt. Dann hat der Rechner seinen Job gemacht.

Die Quotenformate als Frage der Vorbereitung

Dezimal, Bruch, US — die drei Schreibweisen derselben Sache. In der Schweiz ist die Dezimalquote die des Wettprogramms, und die Bruchquote taucht meist in englischsprachigen Quellen auf, die US-Quoten in Übersichten aus Nordamerika. Für eine Schweizer Wette hat das praktische Folgen: Wer sich bei einem Vergleichsportal informiert, das die Quoten in Bruchform ausgibt, muss umrechnen, bevor er sie in einen heimischen Rechner tippt. Aus 2/5 wird 1,40; aus 9/2 wird 5,50. Eine falsch gelesene Bruchquote von 10/1 als «10,1» statt als 11.00 ist der teuerste Tippfehler, den ein Wettschein zulässt.

Wer ohnehin nur mit 1X2-Märkten und Quoten zwischen 1.10 und 5.00 arbeitet, dem wird die Frage lächerlich vorkommen. Dem mitteleuropäischen Markt ist sie es auch. Im Rest der Wettscheine nicht.

Was berechtigt, und was ein Rechner trotzdem durchrechnet

Die Schweiz hat sich für ein Modell entschieden, das vieles einfacher und manches enger macht als in den meisten Nachbarländern: Geldspiele sind Sache der Kantone, und Sportwetten sind als Grossspiel geregelt. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) gilt seit dem 1. Januar 2019; die Aufsicht führt die Gespa in Bern, nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Die beiden Veranstalter — Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — wurden von den Kantonen auf zwei beschränkt.

Diese Zahl erklärt beinahe jede Eigenheit, auf die ein Rechner-Nutzer in der Schweiz stösst. Wenn zwei Anbieter das ganze bewilligte Angebot stellen, bildet kein Wettbewerb um die Quote die Auswahl. Das Angebot wird stattdessen von einer Liste bestimmt: Der Veranstalter braucht eine Veranstalterbewilligung und je Spiel eine Bewilligung, seine Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und was gewettet werden darf, steht in der Gespa-Liste der autorisierten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten — in der Version vom 10.09.2026. Nur Sportarten und Wettkämpfe, die dort stehen, sind zugänglich; Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet, und Trainingsläufe nie. Wer eine Wette auf eine politische Abstimmung sucht, findet sie nirgends.

Was erlaubt ist, verdient einen zweiten Blick, weil die beiden Hälften auseinanderfallen können. Ein Rechner rechnet jede Wette durch, die mathematisch existiert — bewilligt ist sie damit nicht. Eine Kombination aus zwei abhängigen Ereignissen derselben Sportveranstaltung zum Beispiel darf bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion gebildet werden; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Rechner hätte die Wette vorher durchgerechnet. Er hätte auch eine Quote geliefert. Die Wette existiert bloss nicht als gültige.

Die Bewilligung, und was sie für acht der zehn Namen bedeutet

Von den zehn Anbietern, die auf dieser Seite nebeneinander stehen, tragen zwei eine Schweizer Bewilligung. Swisslos und die Loterie Romande veranstalten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); Swisslos hat ihren Sitz in Basel, die Loterie Romande führt ihre Geschäfte von Lausanne aus und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Die anderen acht sind ohne Schweizer Bewilligung — das ist kein Verdacht, sondern die Feststellung, dass eine ausländische Bewilligung, ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland, in der Schweiz keine Kraft hat.

Ein Rechner gehört nicht zu den Dingen, die eine Bewilligung brauchen. Er ist ein Rechenblatt. Die Frage, die sich an ihn hängt, ist eine andere: Rechnet er eine Wette durch, die du hier platzieren kannst, oder eine, für die du auf eine Plattform ohne Bewilligung ausweichen müsstest?

Anbieter Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos (Sporttip) bewilligt SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS
Loterie Romande (Jouez Sport) bewilligt Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS
22Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
MyStake ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
IviBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
bet365 ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
BC.Game ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung

Die Zeile, die hier am meisten aussagt, ist die zweite Spalte. Acht von zehn Namen stehen ohne Bewilligung da, und das ist keine Marktbeobachtung, sondern eine Konsequenz aus der Struktur: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa publiziert statt einer Anbieterliste nur die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains.

Der Wohnsitz entscheidet, nicht der Geschmack

Ein Konto bei einem Schweizer Veranstalter setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus. Bei Swisslos heisst das: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Bei der Loterie Romande sind es die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Für einen Wettenden in Zürich ist die Wahl damit halb entschieden, bevor er einen Rechner öffnet. Er wird bei Jouez Sport kein Online-Konto eröffnen. Umgekehrt gilt: Wer in Genf wohnt und die Sporttip-Limiten von CHF 1 bis CHF 1’000 als passend empfindet, kann sie nicht nutzen. Der Wohnsitz ist die erste Zeile jeder Vergleichstabelle und wird in den meisten übersehen.

Was die Bewilligung im Streitfall wert ist

Der Unterschied zwischen den zwei bewilligten und den acht anderen Namen liegt nicht in der Quote. Er liegt darin, was passiert, wenn etwas schiefgeht.

Ein bewilligter Veranstalter untersteht der Gespa, seine Wetten stehen in einem Reglement mit einer Versionsnummer und einem Gültigkeitsdatum, und bei einer abgesagten Partie ist geregelt, was mit dem Einsatz geschieht. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fehlt all das: keine Schweizer Aufsicht, kein Eintrag im schweizerischen Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende ist nach der Auffassung des Bundesamts für Justiz nicht strafbar, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Und die Durchsetzung steht nicht still: Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden aber innerhalb von Stunden ersetzt — ein Domain-Hopping, das die Gespa selbst benennt und in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home nennt; bet365 führt sie als auf der Liste stehend.

Wer heute also eine Wette bei einem der acht Namen platziert, sollte wissen, dass die Adresse, unter der er sie platziert, morgen eine andere sein kann.

Der Rechner bildet die Marge ab — und die Steuerfrage steht daneben

Bleibt die Zahl, die in jeder Quote steckt und doch auf keinem Wettschein steht. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von allen Einsätzen eines Marktes behält; die Auszahlungsquote ist der Rest. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit je Quote 1.90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 % und die Marge bei ungefähr 5 %. Die Bedingung dieses Wertes ist der Markt selbst: zwei Ausgänge, zwei gleich hohe Quoten, ein bestimmter Moment. Ein Drei-Weg-Markt, ein Handicap, ein Live-Markt — jeder dieser Fälle verschiebt die Zahl, und in Live-Märkten fast immer nach oben.

Was folgt daraus für einen Wettenden, der eine Kombination mit vier Auswahlen spielt? Nicht, dass er 20 % Marge zahlt. Vier Auswahlen mit je rund 5 % Marktmarge bedeuten aber, dass vier Preisaufschläge in die Gesamtquote eingerechnet wurden statt einer. Bei einem Nettogewinn von CHF 100 aus einer Viererkombination entfallen rechnerisch mehrere Franken auf Margen, die der Anbieter Vorschuss nennt. Dieselbe Wette als Einzelwette gespielt, trägt jede Margenlast separat — und zahlt viermal aus, was jeweils nach Marge übrig bleibt, statt einmal aus einem Produkt von vier benachteiligten Preisen.

Neben der Marge steht eine zweite Abgabe, die in der Schweiz aber nur sehr wenige trifft. Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400; der kantonale Freibetrag weicht davon ab, es gilt also je nach Kanton. Oberhalb dieser Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann.

Ein typischer Wettender liegt weit unter dieser Grösse: kein Einkommensteuerabzug, keine Verrechnungssteuer. Hier ist es wichtig, eine verbreitete Behauptung zu räumen: Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer aus einem ausländischen Ratgeber das Gegenteil mitbringt, hat eine Regel aus einem anderen Land gelesen.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen dagegen nicht der Verrechnungssteuer, was sie nicht steuerfrei macht. Die kantonale Praxis etwa des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Das ist der Punkt, an dem die Marge aufhört, das Hauptthema zu sein. Zwei Wetten mit demselben Erwartungswert können nach Steuern zwei verschiedene Geschäfte sein, und die Steuerregel des einen Anbieters ist die des anderen nicht. Diese Zeilen sind allgemeine Information; für die eigene Situation führt der Weg zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die folgenden Abschnitte bewerten Anbieter, keine Wettscheine. Sie beschreiben, was ein Rechner dort durchrechnen kann und welche Bedingungen die Rechnung danach verändern. Die Reihenfolge folgt der Ordnung, die auf dieser Seite durchgehend gilt: zuerst die beiden bewilligten Veranstalter, dann die acht Namen ohne Schweizer Bewilligung, jeweils mit dem, was in den Reglementen steht.

Swisslos Sporttip: das bewilligte Angebot, an dem sich jede andere Rechnung messen lassen muss

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und führt ihre Sportwetten als Sporttip im Swisslos-Vertragsgebiet. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa. Damit ist Swisslos einer von zwei Veranstaltern, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen.

Für einen Rechner-Nutzer ist Sporttip der sauberste Prüfstein, den das Land zu bieten hat. Die Quoten stehen im Programm, die Rechnung folgt dem Reglement, und die Auszahlung ist nachvollziehbar: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer die Rundung kennt, kann die Gutschrift auf dem Konto auf den Franken nachrechnen.

Der Preis dafür ist ein enges Angebot. Die bewilligten Wettarten bestimmen, was im Wettschein auftaucht, und ein Rechner, der diese Grenze nicht kennt, rechnet munter Wetten durch, die hier keinen Veranstalter haben. Auch die Mechanik der Produkte trägt eigene Regeln: Der Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50, mit 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, bei limitiertem Einsatz und limitierter Gewinnerhöhung. Quoten- und Profitboosts sind nur online für Prematch-Einzelwetten nutzbar, je Wettenden einmal, ebenfalls limitiert — und sie verfallen bei einem Cash-Out. Wer eine Kombination mit vier Auswahlen über 1.50 spielt und den Boost in seine Rechnung nicht einbezieht, findet in seinem Rechner einen anderen Gewinn als im Wettschein. Wer ihn einbezieht und dann cash-out drückt, verliert ihn.

Sporttip ist damit der Anbieter für den, der eine Wette vollständig nachprüfen will und mit einer engen Angebotspalette zurechtkommt. Wer eine Wette sucht, die das bewilligte Programm nicht vorsieht, wird hier keine finden — und das nicht, weil Sporttip etwas fehlt, sondern weil das Programm so zugeschnitten ist.

Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, andere Obergrenzen

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone und betreibt dafür 2’350 Verkaufsstellen; Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14 in Lausanne, beschäftigt sind 221 Mitarbeitende. Bewilligungstechnisch gilt dasselbe wie für Swisslos, nur mit anderem Vertragsgebiet: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht durch die Gespa.

Interessanter als die Bewilligung sind auf dieser Seite die Kappen, die Jouez Sport der Rechnung setzt. Der Mindesteinsatz liegt online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf gesamthaft höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 je Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Quote unter 1.10 oder über 100’000 ist reglementarisch nicht vorgesehen.

Diese Zahlen sind für einen Rechner-Nutzer keine Formalie. Eine Kappe ist die Grenze, ab der der selbst gerechnete Gewinn nicht mehr ausgezahlt wird — wer mit einer Kombination aus zwei Voraussagen und einer Gesamtquote von 100’000 rechnet, rechnet gegen die Obergrenze. Jouez Sports Untergrenze von CHF 2 statt CHF 1 ist der zweite Punkt: Für den Gelegenheitswetter mit kleinen Einsätzen ist der Einstieg beim Westschweizer Veranstalter teurer als beim Deutschschweizer, und das ist bei gleicher Quote die grössere Abweichung als jede Rundungsdifferenz.

Wer sein Wettschein-Budget als Multiple organisiert, findet hier das passende Produkt mit klarer Obergrenze. Wer eine einzelne Wette mit hohem Einsatz plant, stösst bei CHF 500 an und hat damit eine Grenze, die Sporttip nicht kennt.

22Bet: ein Name, den die Sperrliste kennt

22Bet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf: Die Bewilligung als gemeldete Zulassung hat hier keine Kraft, und damit fehlt die Verbindung zum schweizerischen Sperrregister wie auch jeder Schweizer Rechtsweg. Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Die Rechtsgrundlage dafür steht in derselben Struktur wie bei allen anderen: Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten.

Für die Rechner-Frage heisst das: Wer bei 22Bet eine Wette durchrechnet, rechnet sie unter Bedingungen, die in der Schweiz nicht gelten. Kein Schweizer Reglement, keine bewilligten Wettarten, keine Schweizer Limiten. Es kann gut gehen. Wer eine Wette auf ein abgesagtes Ereignis platziert, merkt im Ausland, wie angenehm die Schweizer 48-Stunden-Regel war.

MyStake: ohne Bewilligung, ohne Registereintrag, ohne Rekurs

Bei MyStake gilt dasselbe Grundmuster wie bei jedem der acht Namen ohne Schweizer Bewilligung: keine Bewilligung mit Kraft in der Schweiz, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rekursweg, und die Möglichkeit einer DNS-Sperre.

Was einen Wettenden hier tatsächlich betrifft, ist nicht der Status an sich, sondern die Lücke, die er reisst. Die Schweizer Schutzmechanismen — Limiten, Sperren, geregelte Auszahlung, Verrechnungssteuer beim Veranstalter — hängen an der Bewilligung. Wo sie fehlt, ist der Wettende auf die Hausregeln der Plattform verwiesen, und diese Regeln kann er nicht bei einer Schweizer Aufsichtsbehörde nachschlagen.

Interwetten: auf der Sperrliste, und trotzdem ein bekannter Name

Interwetten erscheint in der Schweiz ohne Bewilligung und ist zugleich der Name, den die Gespa im Zusammenhang mit Domain-Hopping ausdrücklich nennt. Juristisch hat eine ausländische Bewilligung hier keine Kraft, und die Gespa listet das Unternehmen als auf der Sperrliste stehend.

Für den Rechner-Nutzer ist Interwetten damit ein Musterfall. Die Plattform rechnet vielleicht mit jedem Quotenformat, das ein Schweizer Wettender kennt; die Wette selbst steht aber in keinem Schweizer Reglement, und Einsätze wie Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Das ist eine Hausnummer, die kein eingebauter Rechner anzeigt.

IviBet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutzmechanik

Bei IviBet liegt dieselbe Konstellation vor: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, dafür die Option, per DNS blockiert zu werden. Eine Wette dort ist eine Wette unter Hausregeln.

Für einen Wettenden, der die Schweizer Schutzmechanik schätzt, ist das der harte Ausschluss. Wer vor allem eine grosse Auswahl sucht, für den ist die fehlende Bewilligung eine Frage des Risikos, nicht des Angebots — und ein Rechner hilft bei dieser Abwägung in keiner Richtung.

bet365: grosser Name, der ausdrücklich auf der Sperrliste steht

bet365 treibt seinen Betrieb in der Schweiz ohne Bewilligung, und die Gespa nennt das Unternehmen als auf der Sperrliste stehend. Eine in einem anderen Land ausgestellte Bewilligung hat hier keine Kraft; das Sperrregister erreicht das Konto nicht, ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen.

Für die Rechner-Frage ist bet365 die Gelegenheit, einen Irrtum zu räumen: Eine Plattform kann gross, professionell und in anderen Märkten reguliert sein und in der Schweiz trotzdem unzulässig werben und ihre Domain blockiert sehen. Der Umfang eines Angebots ist kein Bewilligungsnachweis.

BC.Game: ohne Bewilligung, in einem Programm ohne Schweizer Grenze

BC.Game gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung — keine Zulassung mit Kraft in der Schweiz, kein Eintrag im Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Option inklusive.

Die praktische Folge davon betrifft weniger die Quote als den Fall, dass ein Wettmarkt nicht aufgeht. Die Schweizer Regeln zur Absage, zur Bewertung mit Quote 1.00 und zur Rückzahlung sind Regeln bewilligter Veranstalter. Wo diese Bewilligung fehlt, sind es die Bedingungen der Plattform, und die gelten nur so lange, wie das Unternehmen sie aufrechterhält. Über die Bewertung in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — entscheidet in der Schweiz ein Reglement, das nachlesbar ist. Hier entscheidet, was im Kleingedruckten steht und was im Zweifel niemand prüft.

Bruce Bet: ein weiterer Name ohne Schweizer Zulassung

Auch Bruce Bet erscheint in der Schweiz ohne Bewilligung. Damit fallen die Schweizer Schutzmechanismen als Rahmen weg: kein Sperrregister, keine Gespa-Aufsicht, kein Schweizer Rekursweg und die Option einer DNS-Sperre.

Die Sache mit den Schutzmechanismen hat eine Pointe, die man nur einmal sagen muss. Verlustlimiten und Spielsperre sind Instrumente, die an das Schweizer Regime gebunden sind. Wer auf einer Plattform ohne Bewilligung spielt, findet sie dort nicht, und kein Rechner weist darauf hin.

GG.BET: ohne Bewilligung, mit Sperrlisten-Risiko

GG.BET ist der letzte Name dieser Folge und trägt dieselbe Klammer: keine Schweizer Bewilligung, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Möglichkeit. Eine auswärtige Bewilligung bleibt ohne Kraft in der Schweiz.

Wer diese Seite liest, um besser zu rechnen, hat hier nichts zu rechnen: Die Wette selbst steht ausserhalb des bewilligten Rahmens. Wer sie dennoch in einem Rechner durchspielt, sollte den Gewinn nicht als Schweizer Zahl verbuchen.

Häufige Fragen zum Quotenrechner

Wie berechnet sich der Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote?

Der Reingewinn ergibt sich aus Einsatz × (Quote − 1). Die 1 steht für den Einsatz selbst, weil die Dezimalquote die Auszahlung inklusive Einsatz beschreibt: Bei einer Quote von 5,50 bringt 1 € Einsatz 5,50 € Auszahlung und 4,50 € Reingewinn. Nettogewinn und Auszahlung sind zwei verschiedene Zahlen.

Worin unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten, und wie rechnet man sie um?

Alle drei beschreiben dasselbe Verhältnis. Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250; bei negativen US-Quoten gibt die Zahl an, wie viel gesetzt werden muss, um 100 Gewinn zu erzielen. +450 entspricht einer Dezimalquote von 5,50, die als Bruch 9/2 lautet.

Wie entsteht die Gesamtquote einer Kombiwette, und warum sinkt die Trefferchance mit jeder Voraussage?

Die Einzelquoten werden multipliziert, der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur bei richtiger Voraussage jedes Ereignisses. Jede weitere Auswahl verkleinert die Zahl der Fälle, in denen alle Bedingungen zugleich zutreffen — die Gesamtquote wächst also schneller, als die Chance mitschrumpft. Genau deshalb steigt der mögliche Gewinn.

Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?

Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» geschrieben; jede so entstehende Kombination heisst Wettreihe. Die Trixie ist die dreifache Variante: drei feste Auswahlen ergeben drei Zweierkombinationen und eine Dreierkombination, insgesamt also vier Wettreihen. Der Einsatz verteilt sich auf alle Reihen.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip reicht der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten ab CHF 1, der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für Einzel- oder Kombinationswetten und bei CHF 10’000 für Systemwetten. Bei Jouez Sport beginnt es online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, ein Multiple-Schein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Zeigt ein Quotenrechner die Marge des Anbieters, und was bedeutet sie für den Erwartungswert?

In der Regel zeigt er sie nicht. Die Marge steckt in der Quote selbst: Bei einem illustrativen Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90 zahlt er rund 95 % der Einsätze zurück und behält ungefähr 5 % — abhängig vom Markt und vom Moment. Auf lange Sicht ist dieser Anteil der Vorsprung des Anbieters, bevor ein einziger Tipp daneben geht.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichch»