Wettseiten Vergleich 2026: Die Schweiz hat zwei Veranstalter, nicht zehn

Updated Oktober 2026
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Ein Schachbrett steht mitten in einer Partie auf einem Tisch, daneben ein Glas Wasser.

Wer in der Schweiz nach einem Wettanbieter sucht, stösst schnell auf ein Missverständnis: Er erwartet eine lange Liste und findet zwei. Wer eine dritte sucht, findet nicht sie, sondern die Sperrliste der Gespa — jene Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren. Bevor irgendeine Quote verglichen wird, steht deshalb eine Frage im Raum, die kein Bonusprospekt beantwortet: Was nützt ein hoher Gewinn, der nicht ankommt, und was kostet eine Grenze, die gegen den eigenen Spielplan arbeitet?

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Die Antwort beginnt bei den Limiten, nicht bei den Quoten. Swisslos verlangt vor der ersten Teilnahme an Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Spielende unter 21 Jahren. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Das ist keine Formalität, sondern der erste echte Kostenpunkt des Vergleichs: Wer seine 30-Tage-Limite zu tief ansetzt, sitzt am Champions-League-Abend vor einem Konto, das ihn bremst, und wer sie zu hoch ansetzt, hat sie nicht als Schutz, sondern als Dekoration.

Die 72 Stunden sind der schärfere Teil. In derselben Zeit, in der eine Limite erhöht werden kann, spielt ein Turnier seinen Viertelfinal zu Ende. Wer nach einer schlechten Woche glaubt, mehr riskieren zu müssen, merkt drei Tage lang, dass jemand anderes die Bremse hält. Der Gesetzgeber kennt für die Erhöhung 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 an. Der Unterschied zwischen 24 und 72 Stunden ist der Unterschied zwischen einem Ärger und einer Denkpause.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Limiten wurden gegen die öffentlich zugänglichen Bedingungen der Veranstalter und die Verzeichnisse der Gespa geprüft.

Was Verlustlimiten im Alltag wirklich kosten

Verlustlimiten sind die einzige Regulierung, die nicht auf dem Wettschein steht und trotzdem jede Wette berührt. Sie kommen vor der ersten Teilnahme, nicht nach ihr. Wer ein Konto eröffnet und die Limiten als Formsache durchklickt, hat sie für die nächsten Wochen gesetzt — und die Frist, sie wieder zu lockern, beginnt erst dann zu laufen, wenn er es merkt.

Ruderboote liegen am hölzernen Steg eines Sees, über dem Wasser hängt feiner Morgendunst.
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Die Staffelung nach 1, 7 und 30 Tagen ist dabei nicht dreimal dasselbe. Die Tageslimite bremst einen Abend. Die 7-Tage-Limite bremst eine Woche, in der ein Fussballspieltag, ein Eishockey-Doppelprogramm und ein Nachbarschaftsduell zusammenfallen. Die 30-Tage-Limite ist die einzige, die überhaupt einen Monat mit mehreren Wett-Abenden überblickt. Wer nur die Tageslimite bewusst wählt und die 30-Tage-Limite mit dem Höchstwert füllt, hat den Schutz genau dort ausgehängt, wo er zuerst greifen sollte.

Wie die Limiten auf den Alltag wirken

Die Limite ist eine Decke, keine Empfehlung. Wer unter ihr bleibt, merkt nichts. Wer sie in einem schlechten Lauf erreicht, merkt sofort, dass sein eigener Plan von vor zwei Wochen stärker ist als der heutige Entschluss. Das ist die Absicht des Mechanismus und ihr ganzer Nutzen.

Ein zweiter Punkt gehört daneben: Die Limite schützt nur, solange sie eingehalten wird. Wer sein Umfeld wechselt — Konto bei einem zweiten Anbieter, Konto bei einer ausländischen Seite — baut sich die Decke selbst weg, ohne die erste zu lockern. Die Sperre ist die einzige Funktion in diesem System, die diese Lücke schliesst, und sie ist freiwillig. Wer sein eigener Aufpasser nicht sein will, muss sich sperren lassen.

Was am Wettanbieter wirklich zählt

Ein Vergleich nach Marketingzahlen beginnt mit den falschen Zahlen. Ein Willkommensgeschenk ist einmalig, ein Verlustlimit gilt jeden Tag, das ein Spielender spielt, und eine Auszahlungsregel entscheidet über den Gewinn von morgen. Zuerst kommt deshalb das Konto: Verlustlimiten, Sperre, Registrierung, Wohnsitz. Danach das Geld: Einzahlung, Auszahlung, Wartezeit. Erst dann das Handwerk: Quoten, Märkte, Kombinationen.

Die drei Sporttip-Slots schliessen den Rahmen ab. Ein Mindesteinsatz von CHF 1 steht einem Höchsteinsatz von CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten gegenüber, für Systemwetten CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird gar nicht angenommen. Keine dieser Zahlen sagt etwas über die Qualität des Wettprogramms.

Was eine Sperre im Vergleich bedeutet

Wer sich sperren lässt, sperrt sich nicht nur bei einem Haus. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Spielbanken einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der einzige Punkt im ganzen Vergleich, an dem die Schweiz wirklich breit wirkt — und es ist der Punkt, den keine ausländische Seite nachbauen kann, weil ihr Konto nicht im Register steht.

Bemerkenswert ist die Asymmetrie. Das System macht es leicht, sich den Zugang zu nehmen, und schwer, ihn zurückzuholen: Eine selbst gewählte Sperre gilt fest, wer sie vorzeitig aufheben will, braucht eine Frist und eine Fachstelle. Das ist unbequem und richtig so. Die Bequemlichkeit liegt auf der anderen Seite des Wettscheins.

Wer unter 21 Jahren ein Konto bei Swisslos eröffnet, setzt seine Verlustlimiten gegen eine eigene Oberlimite von CHF 1’000 — ein Fünftel der allgemeinen Rechnung und eine Grösse, die nicht für ein Wochenende mit vielen Einzelwetten gemacht ist. Wer 40 Jahre alt ist, hat die Grenze nicht, und wer 19 ist, wird sie kaum erreichen. Genau dort greift die Eingrenzung auf unter 21-Jährige.

Die Registrierung selbst ist Teil des Vergleichs, weil sie Zeit kostet. Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Als Wettkämpfer an einem Wettereignis darf man auf dieses Ereignis nicht wetten.

So viel zum Anspruch der Kontrolle. Nun die Wirklichkeit: Die Gespa hat 2025 an 200 Verkaufsstellen getestet, und in 47.5 % der Fälle wurde eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Schweiz als den Markt beschreibt, in dem der Jugendschutz eingehalten wird, sollte diese Zahl kennen, bevor er sie sagt. Am Schalter hält der Schutz nur, wo jemand hinschaut.

Wo die Limiten ein Konto bremsen

Die CHF 1’000 als Höchsteinsatz klingen bequem, bis jemand zu dieser Grenze wächst. Wer 500 auf eine Einzelwette setzen will, findet bei Sporttip kein Problem. Wer 2’000 setzen will, findet ein System, das ihn blockiert, weil die Einzelwette mechanische Grenzen hat: Der Betrag wird nicht «abgelehnt», er existiert im Wettsystem nicht nach der Auswahl. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen — und im Vergleich der beiden Veranstalter ist das Phänomen bei beiden strukturell dasselbe.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Der Grund für den Unterschied liegt in der Bauweise: Eine Systemwette verteilt denselben Betrag über mehrere Kombinationen, ein einzelner Anteil bleibt kleiner. Der höhere Deckel macht also nicht den einzelnen Anteil grösser, sondern nur die Zahl der Anteile.

Das Konto limitiert, also grenzt auch der Ort des Kontakts. Die Sporttip-Wetten laufen online über die Website von Swisslos oder die Sporttip App für iOS und Android; in der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden.

Und die Limiten sind nicht das einzige Veto. Auch das eigene Wallet hat eine Obergrenze, die niemand umgeht: Der Kauf von Spielguthaben ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.

Warum der Bonus bei den bewilligten Anbietern klein bleibt

Die Gratisspielguthaben-Kultur, die ein europäischer Buchmacher pflegt, existiert in der Schweiz so nicht, und der Grund ist unspektakulär: Gratisguthaben oder Gratisspiele bedürfen der vorgängigen Zustimmung der Aufsicht. Nach einer öffentlichen Zahl: 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos im Jahr 2025. Der Markt für eine aggressive Werbung ist deshalb klein — und das Angebot, das tatsächlich existiert, ist bescheiden.

Deshalb ist die Bedingung die eigentliche Frage, nicht die Zahl auf dem Plakat. Ein bisschen zusätzliches Geld auf die Chance hilft wenig, wenn der Weg dorthin eine Quote verlangt, die der Markt nicht liefert. Beim Kombiboost von Sporttip reicht es nicht, irgendwelche Auswahlen zu kombinieren: Mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 sind nötig, und der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer bis zur Vervielfachung der Erhöhung gehen will, baut eine Karte mit fünfzehn Positionen — ein Modell, das dem Buchmacher die ganze Bandbreite des Abends öffnet und dem Spielenden einen Sieg über fünfzehn Ergebnisse abverlangt, nicht über einen.

Interessanter als der Traum vom Hundert-Prozent-Aufschlag ist der Schwelleneffekt. Die Staffel beginnt bei vier Voraussagen, und darunter passiert nichts. Viele Kombinationen stehen unter dieser Marke. Der Kombiboost ist damit weniger eine Belohnung für Kombinationswetten als ein Anreiz, mehr Positionen auf einen Schein zu nehmen — und je mehr Positionen, desto unwahrscheinlicher der Schein.

Was der Nettogewinn-Bonus am Ende bringt

Die Prozentsätze aus dem Kombiboost lassen sich in Franken erproben, ohne an die Quote von morgen zu glauben. Wer eine Vierer-Kombination mit dem Mindestbetrag von CHF 1 spielt, und vier Voraussagen mit je 1.50 addieren sich zu einem Gesamtpreis von 5.0625, kommt über den Einsatz von CHF 1 auf einen Gewinnbetrag von CHF 5.06. Der Nettogewinn beträgt CHF 4.06, und 5 % davon sind rund CHF 0.20.

Dieselbe Rechnung auf der höchsten Stufe zeigt, wohin die Staffel führt: Fünfzehn Voraussagen mit je 1.50 ergeben einen Gesamtpreis von 437.89, und auf CHF 1 Einsatz einen Gewinnbetrag von CHF 437.89. Der Nettogewinn liegt bei CHF 436.89, davon 100 % — CHF 436.89 zusätzlich. Das ist rechnerisch viel Geld und praktisch eine Karte, die fast nie aufgeht. Die Erhöhung ist umso grösser, je kleiner ihre Aussicht ist.

Wer die Staffel dagegen bei vier Voraussagen hält, bekommt fünf Prozent — und die stehen nur auf dem Nettogewinn, nicht auf dem Einsatz. Bis die fünf Franken Nettogewinn aus dem ersten Beispiel auf der Erfolgsseite stehen, muss die Karte zuerst gewinnen. Der Kombiboost verschiebt die Auszahlung nach oben, nicht nach vorne.

Wo Quotenboosts und Bonus enden

Der Kombiboost ist nicht die einzige Erhöhung. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Der letzte Satz ist der wichtigste der ganzen Bonusdebatte. Wer den Nettogewinn steigern will, wartet bis zum Schlusspfiff. Wer flexible Auflösung reizvoller findet, verzichtet auf einen Teil des Bonus. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Vor allem aber: Die Bedingung ist keine Ware. Was die Anbieter mit Zustimmung der Aufsicht anbieten dürfen, ist ein Rechtsvorgang, nicht ein Gratisversprechen. Wer eine Gratiswette bei einem ausländischen Anbieter sieht, sieht eine Werbeform, die im bewilligten Schweizer Markt an eine Bewilligung gebunden ist. Die Praxis wird jährlich von der Aufsicht vergeben, nicht von einer Marketingabteilung eingekauft.

Wie die beiden Schweizer Veranstalter sich unterscheiden

Der Vergleich auf dieser Seite endet mit zwei Namen, nicht mit einer Rangliste. Loterie Romande und Swisslos sind keine Konkurrenten, die sich gegenseitig preislich unterbieten — sie sind zwei Landesteile desselben Systems. Beide veranstalten Sportwetten auf der Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Ein Kunde steht zunächst auf der falschen Seite einer Wohnsitzgrenze. Swisslos wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen sowie 221 Mitarbeitende. Ein Spielender in Bern bekommt bei Jouez Sport kein Konto, ein Spielender in Genf bei Sporttip nicht. Der Vergleich reduziert sich auf die Frage, wo jemand wohnt.

Die eine Zahl, die sich wirklich auf der Seite des Spielenden niederschlägt, ist die Gemeinnützigkeit. Swisslos hat für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgewiesen: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Der Rückgang ist die interessante Bewegung in der Zahl — er erzählt von einem Sportwettsegment, das gegenüber dem Vorjahr kleiner geworden ist, während Lotterien stabiler bleiben. Wer über gemeinnützige Ausschüttung spricht, spricht also nicht über ein wachsendes Sportwettgeschäft.

Quotenschlüssel, Limiten und Wettschein

Was in beiden Häusern anders aussieht, ist die Linie am Wettschein. Der Mindesteinsatz von CHF 1, der Höchsteinsatz von CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und CHF 10’000 für Systemwetten sind Sporttip-Bedingungen, die Swisslos jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern kann. Das ist ein vertraglicher Vorbehalt, der in jedem Vergleich auftauchen sollte: Die Grenze, die heute gilt, ist keine Zusage für die Wette von übermorgen.

Jouez Sport trägt dasselbe System in einem anderen Landesteil. Zwischen den beiden liegt kein Bonuskrieg, sondern eine Teilungslinie. Was den Vergleich nützlicher macht als die Zahl, ist der Anspruch an eine Quote: Quoten werden in der Schweiz nicht zentral vorgegeben. Zwei Häuser mit derselben Aufsicht können deshalb unterschiedlich bepreisen, und keines von beiden ist an die Zahl des anderen gebunden.

Wer heute in Basel ein Konto eröffnet, lässt den Ausweis einmal auslesen und die Daten gegen Adressdatenbanken prüfen. Wer in Sitten wohnt, geht denselben Weg in einer anderen Sprache und bei einem anderen Veranstalter. Der Rest ist Geschmack.

Wie ein Vergleich von Wettseiten aufgebaut wird

Ein Vergleich, der auf dem Wort «beste» steht und darunter zehn Logos sammelt, erklärt nichts. In der Schweiz ist die Grundlage eine harte Tatsache: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Die Aufsicht führt keine Liste weiterer Wettanbieter, weil ausser diesen beiden niemand eine Bewilligung braucht — es gibt keine zweite Lizenz in der Schublade.

Was bleibt, ist Präzisionsarbeit statt Massenauswahl. Der Vergleich stellt zuerst die Konto- und Geldbedingungen neben die Quoten und erst am Ende die Zugangsfrage. Wer mit «Quote» beginnt, findet zwei Umschläge mit unterschiedlicher Bedingungslage; wer mit «Auszahlung» beginnt, findet zwei unterschiedliche Wege.

Dass die Breite des Wettprogramms als Vergleichsgrösse nur begrenzt taugt, folgt aus der Aufsicht: Die Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten wird von der Gespa geführt, in der Fassung vom 10.09.2026. Weder das eine noch das andere Haus kann ein Programm zeigen, das jenseits dieser Liste liegt. Der Blick in die Liste ist die Voraussetzung, um zu verstehen, warum die Palette kürzer ist als in manchen Kommentarspalten — und warum der Vergleich den einzelnen Punkt umso stärker gewichten muss.

Der Rahmen ist enger, als Aussenstehende vermuten. Ausscheidungswettbewerbe stehen nur in der Liste, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe fehlen ganz, ebenso Eckball- und Kartenmärkte und ein Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Für den Vergleich ist das eine nützliche Unsicherheit: Was nicht auf der Liste steht, darf auf dem Wettschein nicht auftauchen. Beide Veranstalter beziehen sich auf dieselbe Liste, also verschieben sich die Grenzen derselben Sportart bei beiden gleichzeitig — und ein Nutzen aus einem breiteren Programm lässt sich nicht erfinden.

Was auf dem Wettschein steht und was nicht

Wer vor oder während eines Spiels wettet, muss mit den Regeln des Hauses rechnen. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Für den Spielenden ist das der teuerste Fehler überhaupt: Bei Livewetten kann man die entscheidende Sekunde verpassen, und der Einsatz kommt mit Quote 1.00 zurück.

Dasselbe Muster zeigt sich beim Cash-Out. Sporttip bietet ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Daraus folgt eine einfache Entscheidungsregel. Cash-Out ist kein Werkzeug, um aus einer schlechten Wette eine gute zu machen — er ist eine Abkürzung, die immer mit Abschlag bezahlt wird. Wer die Vorhersage dem Ergebnis näher bringt, findet den möglichen Gewinn auf dem Wettschein ohnehin deutlich höher, als der Cash-Out-Betrag je sein wird.

Ein weiterer Punkt betrifft die Dauer einer Wette. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — im Fussball die 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer bei einem K.-o.-Spiel auf den Sieger nach 90 Minuten setzt, hat nicht auf den Sieger des Abends gesetzt. Der Unterschied entscheidet über den Wettschein und steht in einer Zeile, die kaum jemand liest.

Wie eine Wette auf ein Turnier sich über Wochen verhält

Für ein grosses Turnier verengt sich das Feld auf zwei Fragen: Ist die Sportart auf der Liste, und bis wann nimmt das System einen Wettschein an? Die Regel, die einen Spielenden beim Suchen nach einem Anbieter für ein Turnier zuerst interessieren sollte, betrifft den Umgang mit einem verschobenen Anlass. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Bei einer Einzelwette ist das eine Rückzahlung, also ein Ärgernis. Bei einer Kombination ist es schlimmer: Aus der Voraussage wird eine Leerstelle mit Quote 1.00, und alle anderen Voraussagen müssen weiterhin aufgehen. Der Gesamtpreis der Kombination bricht zusammen, ohne dass der Spielende etwas dagegen getan hat.

Dieselbe Logik macht vor Kombinationen nicht halt. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen grundsätzlich nicht kombiniert werden — ausser über die Bet-Builder-Funktion von Sporttip. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer zwei Märkte desselben Spiels auf einen Schein nimmt und dabei nicht die dafür vorgesehene Funktion nutzt, riskiert am Ende des Turniers nicht weniger, sondern den ganzen Wettschein.

Und dann sind da die 26 Wochen. Bei Sporttip verfallen Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, zugunsten des Zwecks von Swisslos; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Gewinne verjähren in diesem System nicht im Hintergrund, sondern mit einer Uhr im Kalender des Spielenden.

Was die Bewilligung mit dem Wohnsitz zu tun hat

Die Bewilligung ist in der Schweiz kein Logo, das man auf eine Webseite klebt. Sie ist eine Veranstalterbewilligung plus eine Spielbewilligung nach Art. 21–25 BGS, erteilt an einen Veranstalter für ein einzelnes Grossspiel, und sie gilt nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz. Wer ausserhalb der Schweiz sitzt, sieht davon nichts.

Die Bewilligungslogik reicht bis in die Registrierung: Es braucht mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist mehr Überprüfung, als ein europäischer Buchmacher je verlangt — und genau darin liegt der Unterschied zwischen den beiden Gruppen, die im Abschnitt «Die geprüften Anbieter» nebeneinander stehen.

Dazu passt die nüchterne Antwort auf ein Lieblingsthema der Vergleichsseiten: Zahlungsmittel. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Der Weg ist damit an ein Schweizer Konto gebunden. Wer sein Konto mit einem ausländischen Zahlungsmittel aufladen will, findet dafür in den Bedingungen keine Grundlage.

Die Rechtslage in der Schweiz: die Herkunft des Geldes

Ein Wettschein in der Schweiz und derselbe Wettschein bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind nicht zwei Varianten einer Sache. Sie sind zwei Sachen. Sportwetten sind nach Art. 3 BGS ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes; Aufsichtsbehörde ist die Gespa in Bern. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist nicht zuständig, weil sie nur die Spielbanken beaufsichtigt. Wer bei der Suche nach der Aufsicht bei der Spielbankenaufsicht landet, hat die erste Station des Vergleichs falsch verstanden.

Ein Wanderweg führt durch eine Almwiese zu einem Bergdorf, in der Ferne liegt Schnee auf den Gipfeln.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Für den Zahlungsfluss hat diese Systematik eine direkte Folge: Bei bewilligten Anbietern gibt es keine Kryptopfade. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein auf den Kontoinhaber lautendes Zahlungskonto ausbezahlt. Anonyme Zahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwettmarkt nicht, und eine Kreditierung an Spielende ist ausgeschlossen. Die Grundlage dieses Satzes steht in den Vollzugsbestimmungen.

Der Zahlungsweg ist vergleichsweise gut geregelt, und die Regeln sind nicht nur Grenzen, sondern auch Kosten. Spielguthaben lassen sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Wer viel Geld im Wallet parkt, merkt die Decke beim nächsten Gewinn.

Der verbotene Buchmacher als Kostenrechnung

Ausländische Seiten ohne Schweizer Bewilligung sind kein Randphänomen. Die Gespa veröffentlichte ihre erste Liste gesperrter Domains am 3. September 2019; Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Weil eine Domain innerhalb von Stunden ersetzt werden kann — die Aufsicht nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home, und bet365 steht auf der Liste —, ist die Sperrliste kein statisches Verzeichnis.

Für den Spielenden ist die Beziehung eines ausländischen Anbieters zum Schweizer Ausschlussregister die entscheidende: Sie ist nicht vorhanden. Wer eine ausländische Seite nutzt, spielt dort mit einem Konto, das eine Schweizer Sperre von heute auf morgen nicht berührt. Das ist keine Warnung vor ausländischen Seiten, sondern eine Tatsache über die Registrierung in zwei getrennten Systemen — und sie trifft jemanden, der sich gerade wegen eines Problems hat sperren lassen, härter als jemanden, der nur die Quote vergleicht.

Rechtlich ist die Nachricht noch deutlicher: Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, ist in der Schweiz strafbar — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Für die Spielenden bedeutet das keine Strafe, aber den Verlust des Rechtswegs: Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es keinen Schweizer Rechtsschutz, und ein ausländischer Lizenzrahmen — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat nach Art. 4 BGS keine Geltung in der Schweiz. In einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden.

Sperrlisten und DNS-Sperren sind der Gegenzug des Schweizer Systems, und das Fehlen eines Zahlungsblockadewerkzeugs ist die offene Flanke. Es gibt in der Schweiz kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenorganisationen Zahlungen an nicht bewilligte Wettanbieter systematisch blockieren. Die Sperrliste trifft die Anfrage, nicht die Zahlung. Wer eine gesperrte Domain mit einem anderen Weg umgeht, zahlt weiter; die Zahlung selbst stört niemanden.

Vom Konto zurück auf die Quoten

Wer den Weg über Limiten, Bonusbedingungen, zwei Veranstalter und die Sperrliste gegangen ist, landet kleinlaut beim Wettschein. Die Frage lautet nicht mehr «Welcher Anbieter ist der beste?», sondern eine praktischere: Was kostet mich eine Wette auf diesem Markt? Die Antwort ist keine Zahl aus dem Prospekt, sondern eine Marge, und die steckt in jeder Quote.

Quotenschlüssel und Auszahlungsquote sind Begriffe aus dem Markt, nicht aus dem Gesetz. So viel steht fest: Der Buchmacher bezahlt nicht jede Einheit in voller Höhe zurück, und die Differenz ist die Marge. Um die Grössenordnung zu zeigen, taugt ein Rechenbeispiel — ein Markt mit genau zwei Ergebnissen, beide Seiten mit Quote 1.90. Das ist keine abgeschriebene Preisangabe, sondern ein Rechenbeispiel.

Der Kehrwert von 1.90 ist 0.5263, zweimal genommen ergibt 1.0526; der Kehrwert davon ist 0.95. Was der Buchmacher einbehält, ist der Rest: 0.05, also 5 %. Wer 100 CHF auf 1.90 setzt, bekommt 190 CHF zurück; bei einem Auszahlungsanteil von 95 % wären es bei fairer Bepreisung rund 194.74 CHF gewesen — die Differenz von knapp 4.70 CHF ist der Preis des Marktes, unabhängig davon, ob die Wette gewinnt oder verliert.

Die Zahl ist ein Band, kein Wert. Bewegt sich eine der beiden Quoten um ein paar Hundertstel, liegt die Marge bei rund 4 % bis 6 %. Und sie hängt am Aufbau des Marktes: Ein Zwei-Weg-Markt trägt eine andere Marge als ein 1X2-Markt mit drei Ergebnissen, in dem das Unentschieden mit einem hohen Preis den Auszahlungsanteil nach unten zieht. Je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto mehr Kehrwerte summieren sich — und desto kleiner wird der Anteil, der zurückfliesst. Dieselbe Wette auf 1.90 ist deshalb nicht überall gleich teuer.

Genau da schliesst sich der Kreis zur ersten Limite. Die Marge ist prozentual, aber ein Wettschein mit CHF 1 und einer dicken Marge schmerzt weniger als eine Systemwette mit CHF 10’000 und derselben Marge. Die Limite beziffert das Risiko, die Marge beziffert den Preis. Da Quoten in der Schweiz nicht zentral festgelegt werden, ist diese Rechnung an jedem Wettschein neu zu machen.

Was ich aus diesem Vergleich mitnehme

Wer die ganze Strecke liest, könnte den Eindruck bekommen, es gäbe zwischen den beiden bewilligten Häusern nichts zu vergleichen. Das ist zu einfach. Die Veranstalter unterscheiden sich in der Behandlung langfristiger Wetten, in der Verfügbarkeit des Programms und im Kundenzugang nach Wohnsitz.

Und es gibt einen Teil des Systems, den nur die bewilligten Häuser haben: das Land wird geographisch aufgeteilt, mit dem Wohnsitz als Schlüssel. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann nicht einfach auf das Westschweizer Angebot wechseln, und wer im Tessin wohnt, steht auf der richtigen Seite des einen Vertragsgebiets. Diese Einschränkung ist der Mechanismus, der die zwei Häuser überhaupt nebeneinander bestehen lässt.

Was man als Leser mitnehmen sollte: Verglichen werden keine Marken, sondern Modelle. Bei den bewilligten Häusern gibt es Schweizer Aufsicht, Anschluss an das Sperrregister und einen Schweizer Ansprechpartner. Bei den ausländischen gibt es mehr Marktbreite und mehr Geschwindigkeit, aber keine Schweizer Aufsicht und keinen Schweizer Rechtsweg. Der Vergleich endet mit der Frage, welcher Fehler einem Spielenden lieber ist.

Einen Rat kann ich an einer Stelle nicht geben: ob jemand 1.90 bei einem Schweizer Veranstalter nimmt oder 1.95 bei einer ausländischen Seite. Bei einer Einzelwette mit CHF 500 liegt die Differenz bei 25 CHF — ein Betrag, der verlockend wird. Nur ist das der Unterschied zwischen Bleiben und Gehen, und über den Streitfall entscheidet niemand in Bern. Wer geht, tauscht 25 CHF gegen einen Gerichtsstand, den er erst im Ernstfall kennenlernt.

Die geprüften Anbieter

Die folgenden zehn Seiten sind nach denselben Kriterien eingeordnet. Zuerst die beiden Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, danach die ausländischen Seiten, die über keine Schweizer Bewilligung verfügen. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge.

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung Kundenkreis
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Swisslos, Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel Wohnsitz in den Deutschschweizer Kantonen, Tessin oder Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne Wohnsitz in FR, GE, JU, NE, VD oder VS
IviBet keine Schweizer Bewilligung keine gemeldete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz offen
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung keine gemeldete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz offen
BetAlright keine Schweizer Bewilligung keine gemeldete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz offen
GG.BET keine Schweizer Bewilligung keine gemeldete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz offen
Unibet keine Schweizer Bewilligung keine gemeldete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz offen
X3Bet keine Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada) nach Angaben Dritter, ohne Geltung in der Schweiz offen
PowBet keine Schweizer Bewilligung keine gemeldete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz offen
BetFury keine Schweizer Bewilligung keine gemeldete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz offen

Die Spalte mit dem Kundenkreis ist bewusst unvollständig: Für die acht Seiten ohne Schweizer Bewilligung ist der massgebliche Bezugsrahmen nicht das Schweizer Vertragsgebiet, sondern die Herkunft des Anbieters. Die zwei Häuser der ersten Zeilen teilen dagegen eine Eigenschaft, die auf dem Markt ihres Landes einmalig ist.

Swisslos Sporttip: zwei Bewilligungen, ein Kantonskatalog

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Sie hält eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS und steht unter der Aufsicht der Gespa — eine der zwei Veranstalterinnen, welche die interkantonale Regelung zulässt. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet möglich: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Die Teilnahme steht Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist sie ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Vor der ersten Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Was diesen Anbieter von allen anderen auf dieser Seite unterscheidet, ist weniger das Wettprogramm als der Ausweis, der am Anfang steht. Die Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, das Auslesen des hochgeladenen Ausweises und einen Abgleich gegen Adressdatenbanken. Eine Person ohne Vertragsgebiet arbeitet sich an einer Wand ab, und das ist der Mechanismus des Schweizer Systems, kein Bedienfehler. Wer innerhalb des Gebiets wohnt, bekommt dafür etwas, das keine ausländische Seite nachbaut: ein Konto, das an das schweizweite Sperrregister angeschlossen ist.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Rahmen, andere Kantone

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Sie hält dieselben Bewilligungen nach dem BGS unter derselben Aufsicht; Jouez Sport ist das Wettprodukt, das daraus hervorgeht.

Die Trennlinie ist der Wohnsitz, und es gibt hier nichts zu wählen. Wer in Genf lebt, kann bei Sporttip kein Konto eröffnen, wer in Zürich lebt, nicht bei Jouez Sport. Der Vergleich zwischen den beiden Häusern ist deshalb für jede einzelne Person ein Vergleich mit einem Kandidaten statt mit zwei. Was auf dem Papier nach Auswahl aussieht, ist eine Zuständigkeitsregel.

Der Westschweizer Standortanteil geht über das Konto hinaus. 2’350 Verkaufsstellen bedeuten, dass die Mehrheit der Westschweizer Spielenden den Wettschein in ihrer Nähe abgeben kann; wer online spielt, braucht das nicht. Die Verkaufsstellenzahl ist damit ein Kriterium für einen Teil der Kundschaft und für den anderen kein Kriterium — und für die Frage, wie nah eine Ansprechstelle liegt, wenn das Konto einmal Probleme macht, ist sie eine echte Grösse.

IviBet: bekannt, aber nicht bewilligt

IviBet gehört zur Gruppe der Anbieter, die Schweizer Spielenden bekannt sein können, über keine Schweizer Bewilligung verfügen. Das ist die einzige Feststellung, die in den Vergleich einfliesst, und sie hat drei Folgen: keine Aufsicht durch die Gespa, kein Anschluss an das schweizweite Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Eine gemeldete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz liegt nicht vor; ein ausländischer Lizenzrahmen hätte nach Art. 4 BGS hier ohnehin keine Kraft. Die Gespa kann Domains des Anbieters auf die Sperrliste setzen und über DNS sperren lassen.

Damit bleibt für eine Bewertung nur das, was ein Vergleich jenseits des Rechtsrahmens nicht messen kann: Wie ein Anbieter auf ein Problem reagiert, steht nirgends in den Bedingungen, die er selbst schreibt. Wer diese Seite nutzt, sollte wissen, dass die Beschwerdestelle, die im Streitfall zuständig wäre, nicht in Bern sitzt.

FortuneJack: ein Name, der auf keiner Schweizer Liste steht

FortuneJack fällt in dieselbe Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz. Eine gemeldete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz liegt nicht vor. Als Domain kann der Anbieter auf der Sperrliste der Gespa erscheinen, die von den Schweizer Telekom-Anbietern per DNS umgesetzt wird.

Bemerkenswert ist an dieser Gruppe weniger der einzelne Name als die Gleichförmigkeit. Von den acht hier gelisteten Seiten ohne Schweizer Bewilligung tragen sieben denselben Status in der Spalte der gemeldeten Bewilligung, und nur eine nennt überhaupt ein Herkunftsland. Die Zone ist damit nicht durch unterschiedliche Regulierung gekennzeichnet, sondern durch ihre Abwesenheit im Schweizer System.

BetAlright: dieselbe Einordnung, keine Schweizer Aufsicht

Bei BetAlright wiederholt sich das Bild. Ohne Veranstalterbewilligung und ohne Spielbewilligung nach BGS gibt es für Schweizer Spielende keinen Ansprechpartner mit Schweizer Zuständigkeit. Eine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz ist nicht gemeldet. Die Domain kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden.

Wer sein Geld dorthin trägt, trägt es in eine Zone ohne die beiden Regeln, die diesen Markt sonst prägen: die Bindung der Auszahlung an ein auf den Kontoinhaber lautendes Konto und der Anschluss an das Sperrregister. Was an ihre Stelle tritt, steht in den Bedingungen des Anbieters, und die liest niemand freiwillig ganz.

GG.BET: bekannt aus anderen Vergleichen, hier ohne Bewilligung

GG.BET ist ein Name, der in internationalen Vergleichen häufig auftaucht. In der Schweiz ist er kein Veranstalter. Es liegt keine Schweizer Bewilligung vor, und ein ausländisches Lizenzdokument hätte nach Art. 4 BGS hier keine Geltung. Die Folgen sind dieselben: keine Aufsicht, kein Registeranschluss, kein Schweizer Rechtsweg.

Der Name als solcher sagt nichts über die Schweizer Verhältnisse. Bekanntheit ist ein Kriterium für Bekanntheit.

Unibet: grosser Name, kleiner Status in der Schweiz

Unibet ist in mehreren europäischen Märkten ein bekannter Anbieter, in der Schweiz kein Veranstalter. Ohne Schweizer Bewilligung fehlt der Anschluss an das Sperrregister, und der Zahlungsweg läuft nicht über die Schweizer Regel, dass Auszahlungen auf ein auf den Kontoinhaber lautendes Konto gehen müssen. Die Domain kann von der Gespa gesperrt werden.

Grösse ist in diesem Vergleich kein Argument. Ein grosser Name ausserhalb der Schweizer Aufsicht bleibt ausserhalb.

X3Bet: mit einer gemeldeten Bewilligung, die hier nichts gilt

X3Bet ist der einzige Anbieter in dieser Gruppe, dem Dritte eine Bewilligung zuordnen: Tobique in Kanada. Für die Schweiz hat das keine Wirkung, denn nach Art. 4 BGS gilt eine Bewilligung nur in der Schweiz. Damit steht X3Bet in der Schweiz an derselben Stelle wie jeder Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.

Die gemeldete Angabe macht den Fall nicht besser, sondern nur anschaulicher: Ein Papier aus einem anderen Land ändert nichts an der Zuständigkeit. Wer die Bewilligung im Impressum sieht, sieht eine Tatsache über ein anderes Land.

PowBet: ohne Registeranschluss

PowBet schliesst sich der Gruppe ohne Schweizer Bewilligung an. Es fehlen der Anschluss an das Sperrregister, die Schweizer Aufsicht und der Schweizer Rechtsweg. Eine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz ist nicht gemeldet, und die Domain kann auf der Sperrliste erscheinen.

Interessanter als der einzelne Status ist die Frage, was Schweizer Spielende überhaupt hierher zieht: In der Regel eine breitere Palette oder ein Bonus, nicht ein Rechtsweg.

BetFury: am Ende dieselbe Feststellung

BetFury steht am Schluss der Liste und trägt denselben Status: keine Schweizer Bewilligung, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Anschluss an das Sperrregister. Eine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz ist nicht gemeldet. Als Domain kann der Anbieter auf der Sperrliste stehen.

Was für alle acht Seiten dieser Gruppe gilt, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Der Vergleich bewertet nicht die Vollständigkeit ihrer Bewilligungen, sondern was sie in der Schweiz nicht bieten — Registeranschluss, Aufsichtsweg und Rechtsweg. Alles, was über Zahlungsarten, Bonusprogramme oder Kontolimiten dieser Anbieter zu sagen wäre, liesse sich nur aus ihren eigenen Bedingungen belegen, und diese Bedingungen sind nicht die Grundlage, auf der die Schweiz Sportwetten reguliert. Wer eine dieser Plattformen prüft, liest zuerst ihre eigenen Bedingungen — und weiss dann zumindest, nach welchem Recht er dort spielt.

Häufige Fragen zum Vergleich von Wettseiten

Nach welchen Kriterien lassen sich Wettseiten in der Schweiz sinnvoll vergleichen?

Zuerst nach den Konto- und Geldbedingungen: Verlustlimiten, Registrierung, Auszahlungskonto und Wartezeit. Danach nach Wettprogramm und Quote, zuletzt nach Aktionen. In der Schweiz kommt der Bewilligungsstatus zuerst, weil ohne ihn weder Schweizer Aufsicht noch Schweizer Rechtsschutz greift.

Warum gibt es in der Schweiz nur zwei Anbieter für Sportwetten?

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone. Da die Kontoeröffnung Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraussetzt, bleibt jede Person ihrem Veranstalter zugeordnet.

Wie viel Marge steckt in den Quoten, und wie lässt sie sich zwischen Anbietern vergleichen?

In einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt sie bei rund 5 %, mit einer Spanne von etwa 4 % bis 6 %. Vergleichen lässt sie sich über den Quotenschlüssel, den Kehrwert der Summe aller Kehrwerte der Quoten eines Marktes. Je mehr Ausgänge, desto grösser die Marge.

Wie unterscheiden sich die Einsatzgrenzen bei Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000, für Systemwetten CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Jouez Sport führt dasselbe System mit eigenen Zahlen.

Was bedeutet es für einen Vergleich, dass ausländische Seiten keine Schweizer Bewilligung haben?

Es bedeutet, dass Schweizer Aufsicht, Anschluss an das Sperrregister und Schweizer Rechtsschutz fehlen. Die Gespa kann solche Domains per DNS sperren, und ein ausländischer Lizenzrahmen hat nach Art. 4 BGS keine Geltung. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Wie unterscheiden sich Auszahlung, Zahlungsweg und Kosten bei den zugelassenen Veranstaltern?

Bei Swisslos werden Gewinne bis CHF 1’000 automatisch dem Wallet gutgeschrieben, höhere Beträge auf das eigene Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen, innert 3 Arbeitstagen. Zweimal in 365 Tagen ist eine Auszahlung gratis, danach kann eine Kommission von 3 % anfallen; die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Krypto- oder anonyme Auszahlungen gibt es nicht.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichch»