Yankee-Wetten in der Schweiz: wer sie anbietet und was sie wirklich kosten

Updated Oktober 2026
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Vier Holzwürfel stehen in einer Reihe auf einem Tisch, das Licht einer Lampe wirft vier Schatten auf die Platte.

Oktober 29, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Gespa und die veröffentlichten Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande.

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Ein Yankee sieht auf dem Wettschein aus wie ein cleverer Schachzug und auf dem Konto wie vier Einsätze. Wer vier Spiele zu einem Paket aus elf Teilwetten bündelt, zahlt elfmal die Marge — und nur bei Swisslos und Loterie Romande spielt dieses Paket nach Schweizer Regeln. Alles andere ist eine Wette auf eine Website, deren Betreiber hier keine Bewilligung hat.

Was ein Yankee mit dem Geldbeutel macht

Wer ein System spielt, kauft sich nicht mehr Chancen, sondern mehr Kombinationen. Das ist die ganze Wahrheit hinter dem Wort «System»: Der Anbieter verkauft dem Spielenden elf Wetten, nicht eine bessere.

Ein Golfball liegt auf einem gepflegten Grün nahe am Loch, im goldenen Licht der Abendsonne.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Vier Tipps, elf Wetten, ein Gesamteinsatz

Bei einem Yankee werden vier Voraussagen zu einer festen Zahl von Teilwetten verknüpft: vier Einzelwetten plus sechs Zweierkombinationen plus vier Dreierkombinationen, zusammen elf Wetten. Die Super Yankee ergänzt die Viererkombination und kommt auf 26 Wetten, der Heinz, der zwei weitere Tipps hinzunimmt, auf 57 Wetten nach demselben Muster.

Der Unterschied zwischen diesen drei Formen liegt nicht in der Trefferwahrscheinlichkeit — die ist bei allen gleich — sondern im Preis. Wer auf einem Wettschein 11 Einheiten riskiert, merkt es am Schalter; wer 57 Einheiten auf dem Bildschirm bestätigt, sieht meist nur die Zahl unter dem Wort «Gesamteinsatz» und klickt weiter. Genau dort entsteht der Schaden.

Eine gusseiserne Strassenlaterne in einer ruhigen Altstadtgasse am Abend, das Kopfsteinpflaster glänzt feucht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Jede Teilwette trägt die Marge des Anbieters in sich. Der Quotenschlüssel eines Marktes ist eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten dieses Marktes; die Marge ist 100 Prozent minus dieses Schlüssels. Ein Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90 — ein Rechenbeispiel, kein Angebot — trägt einen Schlüssel von 95,24 Prozent, also eine Marge von 4,76 Prozent. Diese Spanne steckt in jeder der elf Teilwetten einzeln.

Was die Marge aus elf Wetten macht

Der Effekt vervielfacht sich mit der Zahl der Kombinationen. Nimmt man die Marge eines einzelnen Marktes als Massstab, liegt der Anteil, den der Anbieter im Durchschnitt einbehält, bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 zwischen rund 4,8 und 5 Prozent des jeweils gesetzten Betrags; bei drei Ausgängen zu je 3.00 ergibt dieselbe Rechnung einen Quotenschlüssel von 90 Prozent und damit eine Marge von etwa 10 Prozent. Die Spanne liegt je nach Markt und Sportart in einem Korridor von ungefähr fünf bis zehn Prozent — und dieser Korridor gilt pro Teilwette, nicht pro Wettschein.

Daraus folgt der Satz, der dieses System am besten beschreibt: Ein Yankee mit vielen kleinen Kombinationen schleppt besonders viel Marge durch, weil jede Kombination ein eigener Markt mit eigener Spanne ist. Wer das Gefühl hat, mit einem System dem Buchmacher etwas wegzunehmen, hat die Rechnung noch nicht gemacht.

Auch die Marge auf dem Gesamtwettschein ist am Schluss jene des schwächsten Marktes. Theoretisch ist die Anzahl der Teilwetten unabhängig von der Anzahl der Voraussagen — die entscheidet nur, wie oft ein Teilgewinn anfällt. Ein Dreier aus einem Yankee ist eine andere Sache als ein Dreier aus einer Super Yankee: Im ersten Fall ist er eine von elf Wetten, im zweiten eine von 26. Der Anteil an Margenlast pro Franken Einsatz bleibt gleich, der Anteil an Gewinnchance pro Franken Einsatz ebenfalls.

Wann ein Yankee überhaupt ausgezahlt wird

Ein Yankee bringt nur dann Geld, wenn mindestens zwei der vier Voraussagen stimmen. Eine einzelne richtige Voraussage zahlt die Einzelwette aus — und die allein deckt den Gesamteinsatz von elf Einheiten fast nie. Zwei richtige Voraussagen lösen eine Zweierkombination aus, drei richtige lösen drei Zweierkombinationen und eine Dreierkombination aus, und erst bei vier richtigen Voraussagen sind alle elf Teilwetten gewonnen.

Das ist der Punkt, an dem Yankee-Rechner auf Webseiten ihre Grenze zeigen. Sie zeigen den Auszahlungsbetrag bei gegebenen Quoten — und nichts darüber, wie wahrscheinlich diese Konstellation ist. Wer die Quote 1.90 als 52,6 Prozent Trefferchance liest, liest sie falsch: Die Quote ist der Preis des Anbieters, nicht die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses; die Differenz zwischen beidem ist die Marge. Ein Rechner, der diese Spanne nicht kennt, rechnet die Wirklichkeit schöner, als sie ist.

Bei einem System mit vier Voraussagen von je 60 Prozent Trefferwahrscheinlichkeit — eine Annahme, kein Wissen über ein einzelnes Spiel — ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle vier stimmen, mit 0,6 hoch vier etwa 13 Prozent. Diese Zahl gehört neben jede Rechner-Ausgabe, weil sie erklärt, warum ein Yankee in der Mehrzahl der Fälle nicht vollständig aufgeht.

Ein Yankee bei Schweizer Anbietern: Grenzen, die vor der Wette greifen

Jouez Sport zieht die Grenze beim möglichen Gewinn, nicht beim Einsatz allein. Pro Einzel- oder Kombiwette liegt der Höchstgewinn bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Wer einen Wettschein mit mehreren Multiples spielt, darf darauf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz unterbringen — eine Obergrenze, die einen Yankee auf dem Papier bestehen lässt und eine sehr grosse Super Yankee praktisch ausschliesst.

Das ist der aufschlussreichste Satz im Regelwerk eines Anbieters: Er zeigt, wo das Haus zu rechnen beginnt. Ein System, dessen Teilwetten sich gegenseitig stützen, kann in kurzer Zeit Beträge bewegen, die der Veranstalter nicht mehr als Zufall verbuchen will.

Was ein deutlich grösserer Systemeinsatz verändert

Hier liegt der eigentliche Kostensprung für den Spielenden, und er ist keiner der Quoten, sondern einer des Verhaltens. Die Limiten selbst sind öffentlich, sie verschieben also keine Quote. Psychologisch verändert der Rahmen auf einem Systemwettschein sehr viel: Ein Spieler, der CHF 10’000 auf einen einzigen Wettschein legen kann, setzt auf einem schlechten Tag nicht CHF 50 auf einen Dreier, sondern CHF 2’000 auf ein Paket.

Genau deshalb bindet diese Abteilung zwei Dinge zusammen, die getrennt harmlos wirken. Die Ertragsseite des Systems hängt an der Zahl der richtigen Voraussagen; die Verlustseite an der Zahl der gleichzeitig gebundenen Einsätze. Bei einem Yankee sind das elf Einsätze gleichzeitig, und weder der Schalter noch die App fragt nach, ob der Spielende das wollte. Eine Super Yankee bindet 26 Einsätze in einem Klick, eine Heinz 57.

Wer sein Budget deckeln will, sollte den Betrag pro Teilwette im Kopf haben, nicht den Gesamtbetrag, den die Maske ausweist. Die Maske nennt immer nur die Summe.

Rechnen, bevor der Wettschein bestätigt wird

Die Verlustlimiten helfen erst, wenn der Spielende sie kennt. Eine Verlustlimite ist ein Wert, der über einen Zeitraum aufsummiert wird — alles, was danach nicht mehr durchgeht, ist kein Pech. Wer die Limite erhalten will, setzt sie vor der ersten Wette.

Die Auszahlungslogik, die über den Ertrag entscheidet

Kombinationen zahlen ihre Teilquoten multipliziert aus. Wer bei Sporttip vier Zweierkombinationen aus den Quoten 2.10, 1.85, 2.00 und 1.70 bildet, rechnet mit Produkten zwischen 3.15 und 4.20 — und die Summe dieser Produkte, multipliziert mit dem Einsatz pro Teilwette, ist die Auszahlung. Es gibt keinen Rundungsgewinn: Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Das geschieht zugunsten des Veranstalters, aber in so kleinen Schritten, dass es den Wettschein nicht rettet und nicht ruiniert.

Die Abrundung ist trotzdem bemerkenswert, weil sie zeigt, wie ein Regelwerk denkt. Zwei Rundungsschritte in einer Reihenfolge, die den Betrag nur senken kann — man muss sich das nicht zur Aufregung machen, aber man sollte wissen, dass der ausgewiesene Gewinn nie höher ist als der mathematisch errechnete.

Hier kommt die Regel ins Spiel, die bei einem System am schnellsten zuschlägt: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00 — sie zählt also mit, verändert das Produkt aber nicht. Ein Yankee, dessen eine Voraussage in ein abgesagtes Spiel führte, bleibt ein Yankee mit drei echten Voraussagen; die Kombinationen mit der Annullierten rutschen auf die Quote der übrigen herunter.

Der Yankee als Gegenstand des Gesetzes

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und stehen unter Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Nicht die ESBK — die beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Eine Bewilligung besteht aus einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung, und sie gilt nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes nur in der Schweiz.

Das Wort «Lizenz» passt hier übrigens nicht in einen juristischen Satz. Bewilligung heisst die Sache, und daran hängt, dass nur zwei Veranstalter infrage kommen.

Diese Konstruktion hat eine Folge, die man nicht oft genug vorlesen kann: Wer gegen eine ausländische Seite verliert, verliert ohne Schweizer Rechtsschutz. Das ist kein Moralappell, sondern eine Beschreibung dessen, was im Fall einer streitigen Auszahlung passiert — es gibt keine Instanz in diesem Land, an die man sich wenden könnte.

Nur zwei Bewilligungen, und was das ausschliesst

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos, mit dem Produkt Sporttip, und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Aufsicht veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Zwischen den beiden gibt es keine Wahl, sondern nur eine Wohnsitzfrage. Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande bedient Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis über ihre 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Ein Online-Konto braucht ohnehin Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis im Gebiet des jeweiligen Unternehmens. Wer in Zürich lebt, kann bei Jouez Sport kein Konto eröffnen, und umgekehrt. Das ist keine Schikane, sondern die direkte Folge eines Systems, das zwei Veranstaltern je ein Gebiet zuweist.

Wo dieser Vergleich endet

Dieser Vergleich deckt zwei bewilligte Anbieter und acht ausländische ab. Das ist nicht die Summe der Marktteilnehmer, sondern die Auswahl, die ein Schweizer Spielender realistisch zu sehen bekommt — die zwei inländischen und jene ausländischen Namen, die einem in Werbung, Foren und Suchergebnissen begegnen. Ein Vergleich ist keine Marktstatistik.

Was in dieser Auswahl fehlt, ist ebenso wichtig: Schweizer Spielende haben ab Werk keinen Zugang zu den internationalen Plattformen mit grossem Wettprogramm. Das ist der Preis der Bewilligungslösung, und er wird nicht kleiner, wenn man ihn ignoriert.

Wohin das Geld im Schweizer Rennbahnsystem tatsächlich geht

Sporttip und Jouez Sport sind nicht nur Aufsichtsobjekte, sie sind Genossenschaften und Gesellschaften mit einem Auftrag. Der Reinertrag geht nach Artikel 125 des Geldspielgesetzes an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Beide Blätter veröffentlichen diesen Auftrag — die eine wie die andere.

Wer über Ertragsquoten diskutiert, sollte diesen Posten kennen. Er landet nicht in privaten Händen, und das ändert nichts an der Quote im einzelnen Markt, wohl aber an der Frage, wohin die Differenz zwischen Einsatz und Marge fliesst.

Beide publikationspflichtig und beide kontrolliert: Das ist die Gegenleistung für ein Monopol, das in anderen Ländern längst zerfallen ist.

Welche Yankee-Wetten nach Schweizer Recht erlaubt sind

In der Schweiz sind Sportwetten eine abgeschlossene Angelegenheit. Erlaubt sind nur Sportveranstaltungen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen kennt das Regelwerk nicht, und ausländische Seiten bieten sie trotzdem an — ein Punkt, an dem die beiden Welten sofort auseinanderfallen.

Welche Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten zulässig sind, steht in einer Liste der Aufsicht: der Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 09.09.2026. Diese Liste ist wichtig, weil sie keine ist, die nachträglich einsammelt, was ohnehin läuft — sie definiert vorab, was überhaupt Gegenstand einer Wette sein darf.

Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn der Rang über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe stehen nie darin. Corner- oder Kartenmärkte finden sich dort nicht, eine Esport-Sektion ebenso wenig. Wer nach einem Eishockey-System mit den üblichen Spezialmärkten sucht, stösst in der Schweiz auf eine Wand — die gibt es hier gar nicht.

Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, wenn der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt. Das Geldspielgesetz kennt keine Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Der Unterschied zwischen einer Bewilligung und einem Firmenschild

Bei Swisslos und der Loterie Romande steht eine Bewilligung des zuständigen Regimes. Bei den übrigen acht stehen Namen und Geschäftsmodelle, und ein Firmenschild ist kein Nachweis.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Lizenz
Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
1Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
PowBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die Spalte der gemeldeten Lizenzen ist bei acht Zeilen identisch, und das ist keine Auslassung, sondern das Ergebnis. Eine Lizenz, die in einem anderen Land erteilt wurde, hat in der Schweiz keine Wirkung. Sie ist kein Nachweis, keine Erlaubnis und kein Anknüpfungspunkt für einen Anspruch. Ein Veranstalter, der hier ohne Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft; seine Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Das ist der praktische Kern: Ein ausländischer Anbieter kann tatsächlich zahlen. Wenn er nicht zahlt, gibt es nur niemanden, der ihn dazu zwingt.

Spielschutz: was Limiten wirklich bedeuten

Die Limiten in der Schweiz setzt der Spielende, nicht der Staat. Der Veranstalter muss von sich aus einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen; eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung greift nach Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.

Bei der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Ein wichtiger Punkt: Eine staatliche feste Einzahlungsobergrenze kennt die Schweiz nicht.

Diese 72 Stunden sind der interessanteste Wert im ganzen Regelwerk. Sie sind eine eingebaute Bremse gegen den eigenen Impuls — und sie zeigen auch, wie gut das System versteht, was ein schlechter Abend mit einem Konto macht. Wer die Limite am Samstagabend erhöhen will, wartet bis Dienstag. Das ist unbequem, und es ist wirksam.

Beide Anbieter verlangen ein Konto pro Person mit verifizierter Identität. Swisslos liest die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis aus und prüft sie gegen Adress-Datenbanken. Wer am Ereignis als Wettkämpfer teilnimmt, darf nicht darauf wetten; Personen unter 18 Jahren sind ausgeschlossen. Gesperrte oder minderjährige Spielende haben nach Artikel 45 des Geldspielgesetzes keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Auffällig, aber nicht einschätzbar

Eine Prüfung durch die Aufsicht im Jahr 2025 ergab, dass an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Diese Zahl sollte man kennen, weil sie die Annahme widerlegt, das Schweizer System schütze überall gleich gut. An Verkaufsstellen schützt es jedenfalls nicht verlässlich.

Spielsperre, Sperrregister und die Grenze der beiden Systeme

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich nach drei Monaten aufheben, unter Beteiligung einer Fachstelle.

Ausländische Anbieter sind an dieses Register nicht angebunden. Wer dort spielt, kann von der Sperre nichts merken. Eine Spielsperre ist eine Selbstbindung, und eine Selbstbindung, die den Anbieter nicht kennt, bindet niemanden.

Auf ein Konto mit dem eigenen Namen

Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Konteninhaber lautet. Anonymous oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Eine Kreditvergabe an Spielende ist verboten. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen — Swisslos nennt etwa PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos, bei der die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Wichtig ist das Nichtvorhandene: Die Schweiz kennt kein Zahlungsblockierungsinstrument gegen unbewilligte Wettseiten. Wer behauptet, Banken oder Kartensysteme würden solche Zahlungen sperren, erzählt eine falsche Geschichte.

Wie hoch das Risiko in Franken wirklich ist

Verlustlimiten und Budget sind zwei getrennte Dinge, und nur eines davon kennt der Anbieter. Eine Limite begrenzt, wie viel ein Konto verlieren darf. Ein Budget begrenzt, wie viel Geld ein Haushalt überhaupt für Wetten vorsieht. Wer nur die erste Zahl kennt, hat die Hälfte.

Genau deshalb sitzt der Schweizer Bruch in dieser Auswahl: «volle Schweizer Spielschutzmechanismen, aber nur zwei Veranstalter und eine abgeschlossene Liste an Sportarten und Märkten» gegen «offenes Programm, fremde Regeln, keine Schweizer Handhabe». Das ist keine Empfehlung, das ist ein Tauschgeschäft.

Wer bieten kann und wer nicht

Wer auf dem Markt eines Bereichs steht, hat noch keine Bewilligung: Diese Unterscheidung macht in diesem Land den ganzen Unterschied. Acht ausländische Namen, die einem begegnen, haben hier keine — sie sind trotzdem für viele realistisch, weil dort ausführbare Angebote stehen, die es bei uns gar nicht gibt. Der Preis hat zwei Seiten, und beide sind auf dieser Seite sichtbar.

Die Aufsicht führt eine Sperrliste. Staatsanbieter blockieren blockierte Domains per DNS, blockiert werden kann und werden kann: Nach der ersten Liste vom 3. September 2019 waren am Ende des Jahres 2025 671 Domains blockiert, und die blockierten Domains erscheinen innerhalb von Stunden unter neuen Namen wieder. Das ist keine Randnotiz: Sie erklärt, warum eine Adresse in kurzer Zeit zu einer anderen wird und warum eine Domain keine Sicherheit ist.

Die acht ausländischen Anbieter sind hier nach denselben Merkmalen eingereiht wie die zwei Schweizer: nach Bewilligungsstatus, nach Systemwetten, nach Einsatzgrenzen, nach Quotenniveau und nach Auszahlung. Keiner von ihnen darf als eine legale oder sichere Option beschrieben werden.

Der Punkt, an dem Schweizer Sportwetten plötzlich steuerpflichtig werden

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die Eidgenössische Steuerverwaltung nennt Sportwetten ausdrücklich. Ab 1. Januar 2026 liegt der eidgenössische Schwellwert bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Schwellwert weicht ab — hier gibt es keine einzelne Zahl, sondern eine je nach Kanton.

Oberhalb des Schwellwerts behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein; zurück erhält man sie über die Steuererklärung. Ein durchschnittlicher Wettender bleibt weit darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Ausländische Anbieter bei der Steuererklärung

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, weil kein inländischer Veranstalter einbehält. Die kantonale Steuerpraxis in Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als vollständig steuerbares Einkommen. Das ist eine Einzelpraxis und keine schweizweite Regel, aber es ist die Art von Detail, die niemand auf einem Werbebanner liest.

Eine Wetttsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht. Wer eine solche Steuer auf einem Schweizer Wettschein sieht, hat sie nicht auf einem Schweizer Wettschein gesehen.

Bonus, Freiwette und wie das Gesetz sie behandelt

Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Aufsicht. Die Behörden haben im Jahr 2025 vierundzwanzig Zustimmungen an die Loterie Romande und acht an Swisslos erteilt. Das ist die gesamte Zahl genehmigter Gratisangebote bei den zwei bewilligten Veranstaltern.

Die Beträge und Bedingungen von Boni stehen nur in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer auf einer Übersichtsseite liest, was ein «100 Prozent Bonus» wert sei, ohne die dazugehörigen Bedingungen gelesen zu haben, hat noch keine Zahl, sondern eine Werbeaussage.

Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und wird mit einer Geldstrafe bis CHF 500’000 geahndet. Werbung darf nicht aufdringlich sein, nicht irreführen und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Einen werbefreien Zeitraum rund um die Uhr gibt es nicht.

Die Yankee-Rechnung als Rechenbeispiel

Was ein Yankee im Durchschnitt zurückbringt, lässt sich nicht aus der Höhe des Einsatzes ableiten, sondern nur aus Quoten und Marge. Ein Beispiel, keine Angebotsangabe, macht den Massstab sichtbar.

Wer drei Teilwetten zu je 1.90 kombiniert und CHF 10 pro Kombination setzt, verfolgt eine Auszahlung von CHF 68.59 pro gewonnener Dreierkombination; die Summe aus allen gewonnenen Zweier- und Dreierkombinationen hängt davon ab, wie viele der drei Voraussagen stimmen. Das ist die einfache Seite. Die unbequeme Seite ist die Marge.

Dieselbe Logik, auf die vier Voraussagen eines Yankee angewandt, ist die eigentliche Kostenfrage. Ein Yankee bindet elf Wetten. Der Quotenschlüssel eines Marktes liegt bei drei Ausgängen zu je 3.00 bei rund 90 Prozent, also einer Marge von rund 10 Prozent. Auf einen Gesamteinsatz von CHF 110 in einem Yankee entfallen damit je nach Markt etwa CHF 5 bis CHF 11 in den Korridor der Marge — und das ist ein Durchschnittswert, keine Vorhersage des einzelnen Wettscheins.

Genau diesen Durchschnitt sollte man sich vor Augen halten, bevor man 26 Teilwetten bestätigt. Die Marge arbeitet in jeder Teilwette, und der Yankee ist nichts anderes als der Versuch, aus einer knappen Einschätzung elf Chancen zu machen und dafür elfmal zu zahlen. Ob das aufgeht, entscheiden die vier Spiele — nicht die Zahl der Kombinationen auf dem Schein.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die Reihenfolge folgt der Schweizer Rechtslage: erst die zwei bewilligten Veranstalter, dann die acht ausländischen Namen, die man hier zu sehen bekommt. Wer die Bewilligung nicht prüft, liest den Rest dieser Seite mit einem falschen Vorzeichen.

Sporttip: der Systemwetten-Anbieter mit den höchsten Einsatzgrenzen

Swisslos ist eine Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Abstand zwischen den beiden Höchstwerten ist für einen Yankee-Rechner die wichtigste Zahl auf der Seite: Eine Systemwette darf den zehnfachen Betrag einer Einzelwette tragen.

Kombiboost und Quotenboosts sind eigene Bedingungen mit eigenen Hürden. Der Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und ein «100-Prozent-Boost» ist damit kein Verdoppler, sondern eine Bedingung mit fünfzehn Voraussagen, von denen jede die Mindestquote treffen muss.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und wird vom Stand der Sportereignisse bestimmt. Wer einen Yankee vorzeitig löst, löst ihn ganz — elf Teilwetten auf einmal.

Verfallen kann ein Gewinn auch: Wer ihn nicht innert 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend macht, verliert ihn zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Das ist keine Kleinigkeit, wenn ein System nur eine kleine Auszahlung erzeugt und man sie nicht am Bildschirm erwartet.

Das Verdikt: Die Systemwettengrenze von CHF 10’000 ist im Schweizer Vergleich nichts anderes als eine Einladung, in einem Betrag zu bündeln, was als elf Einzelwetten nie durchgegangen wäre. Wer sein Budget ohnehin pro Teilwette denkt, nutzt sie nicht — wer sie nutzt, sollte sie nicht als Spielraum, sondern als Prüfstein verstehen.

Jouez Sport: die Obergrenze pro Wettschein

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Das ist ein Vertriebsapparat, der weitgehend aus Verkaufsstellen besteht.

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Diese letzte Zahl ist die schärfste Kante des Regelwerks: Sie deckelt das Paket, nicht die einzelne Wette.

Der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Ein Yankee mit vier Voraussagen fällt mit seinen elf Teilwetten bequem in diesen Rahmen — aber jede davon einzeln.

Das Verdikt: CHF 7’500 pro Wettschein deckeln ein System, bevor es gross wird, und genau darin liegt sein Wert. Wer mit kleinen Beträgen viele Voraussagen verknüpfen will, wird hier kaum ausgebremst; wer ein System als Hebel begreift, stösst sofort an die Wand.

1Bet: ohne Schweizer Bewilligung, Systemwetten nicht bestätigt

1Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine Adresse kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Über Systemwetten, Einsatzgrenzen und Auszahlungswege dieses Anbieters lässt sich hier keine Aussage treffen — geprüft werden kann das nur in seinem eigenen Wettprogramm und in seinen eigenen Bedingungen, und wer das tut, sollte die Währung, die Mindestquote für Kombinationen und die Bearbeitungszeit einer Auszahlung mitlesen.

Das Verdikt: Wer hier spielt, tauscht den Schweizer Rechtsweg gegen ein Wettprogramm, das die bewilligten Anbieter nicht führen dürfen. Ein Tausch ist kein Vorteil, solange niemand sagt, was er kostet.

Wettigo: ohne Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg

Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine Adresse kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Zu Systemwetten, Limiten und Auszahlungen dieses Anbieters lässt sich hier nichts sagen; das steht in seinem eigenen Regelwerk, und dort ist es nachzulesen.

Das Verdikt: Der Name ist weniger bekannt als der Name der beiden Schweizer, und das ist bei einer Seite ohne hiesigen Rechtsschutz kein gutes Vorzeichen — Bekanntheit ersetzt keine Bewilligung, aber noch weniger ersetzt sie eine Instanz, die man anrufen kann.

PowBet: ohne Schweizer Bewilligung, nicht ans Sperrregister angebunden

PowBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine Adresse kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Systemwetten, Einsatzlimiten und Auszahlungsfristen dieses Anbieters sind hier nicht überprüfbar; wer sie braucht, liest sie in seinen Bedingungen, bevor er einzahlt.

Das Verdikt: Hier zählt nicht, was die Seite verspricht, sondern ob das Versprechen einforderbar ist. Ohne Bewilligung ist es das nicht.

Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung, Krypto-Auszahlungen sind kein Vorteil

Cloudbet hat keine Schweizer Bewilligung.

Bei Lichte besehen ist der Reiz einer Krypto-Plattform genau der Punkt, an dem das Schweizer System sie ausschliesst: Auszahlungen gehen in bewilligten Schweizer Sportwetten nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Konteninhaber lautet. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es hier nicht.

Das Verdikt: Was wie ein Umweg um eine Formalität aussieht, ist ein Umweg um den Rechtsschutz — und der ist in diesem Fall das Einzige, was ein Konto absichert.

Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsschutz

Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung.

Zu Systemwetten, Höchsteinsatz und Auszahlungsdauer dieses Anbieters lässt sich hier keine Aussage treffen; wer diese Angaben sucht, findet sie in seinem eigenen Regelwerk.

Das Verdikt: Ob eine Wette ausgezahlt wird, hängt hier am guten Willen eines Unternehmens ohne schweizerische Adresse. Das ist keine abstrakte Sorge, sondern der Unterschied zu einem Anbieter, den die Aufsicht in Bern kennt.

BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung, Namen ohne hiesige Wirkung

BDMBet hat keine Schweizer Bewilligung.

Über Systemwetten, Mindestquoten und Limiten dieses Anbieters lässt sich hier nichts sagen.

Das Verdikt: Ein Firmenschild ist kein Nachweis, und eine ausländische Lizenz ist in diesem Land kein Anknüpfungspunkt für einen Anspruch. Wer trotzdem dort einzahlt, sollte wissen, was fehlt.

FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung, und das ist der ganze Punkt

FortuneJack besitzt keine Schweizer Bewilligung. Da nur Swisslos und die Loterie Romande in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, kann der Anbieter durch die Gespa auf die Sperrliste gesetzt und blockiert werden.

Angaben zu Systemwetten, Einsatzgrenzen und Auszahlung dieses Anbieters fehlen hier.

Das Verdikt: Wer über ein Konto dieser Art spricht, spricht über eine Domain, nicht über ein bewilligtes Unternehmen. Der Unterschied fällt erst dann auf, wenn es Streit gibt.

GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an die Spielsperre

GG.BET besitzt keine Schweizer Bewilligung. Da nur Swisslos und die Loterie Romande in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, kann der Anbieter durch die Gespa auf die Sperrliste gesetzt und blockiert werden.

Systemwetten, Höchsteinsatz und Auszahlungsmodalitäten dieses Anbieters sind hier nicht überprüfbar; hier bleibt nur der Blick in seine eigenen Bedingungen.

Das Verdikt: Wer sich sperren lassen will, um aufzuhören, ist hier am falschen Ort — die Sperre gilt im ganzen Land, aber nur bei Anbietern, die von ihr wissen.

Häufige Fragen zur Yankee-Wette

Was ist eine Yankee-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Ein Yankee bündelt vier Voraussagen zu elf Wetten: vier Einzelwetten, sechs Zweierkombinationen und vier Dreierkombinationen. Aus denselben vier Tipps wächst mit der Viererkombination die Super Yankee mit 26 Wetten, während der Heinz mit sechs Voraussagen auf 57 Wetten kommt. Der Unterschied liegt im Einsatz, nicht in der Trefferaussicht.

Wie viele Voraussagen müssen bei einer Yankee-Wette richtig sein, damit ein Gewinn entsteht?

Zwei. Vier Einzelwetten zahlen bei einer richtigen Voraussage, und ab zwei richtigen greifen zusätzlich die Zweierkombinationen. Erst bei vier richtigen Voraussagen sind alle elf Teilwetten gewonnen. Eine einzelne richtige Voraussage deckt den Gesamteinsatz von elf Einheiten praktisch nie.

Welcher Höchsteinsatz gilt beim Schweizer Veranstalter für eine Systemwette?

Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und der Mindesteinsatz bei CHF 1. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?

Sie unterscheiden sich in der Zahl der Voraussagen und der daraus gebildeten Teilwetten. Yankee: vier Voraussagen, elf Wetten. Super Yankee: fünf Voraussagen, 26 Wetten durch die zusätzlichen Viererkombinationen. Heinz: sechs Voraussagen, 57 Wetten. Jede Form bindet mehr Einsatz für dieselbe Idee.

Wie genau sind Yankee-Rechner, und was berücksichtigen sie nicht?

Sie rechnen die Auszahlung aus Einsatz, Quoten und Zahl der Teilwetten korrekt. Sie kennen aber die Marge nicht, die in jeder Quote steckt, und beantworten nicht die Frage, wie wahrscheinlich eine bestimmte Zahl richtiger Voraussagen ist. Die Rechnung zeigt den Betrag, nicht die Aussicht.

Welche Veranstalter bieten in der Schweiz Systemwetten an, und was gilt bei ausländischen Seiten?

Nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport besitzen eine Bewilligung; jeder bedient sein eigenes Gebiet. Ausländische Seiten haben keine Schweizer Bewilligung, sind nicht ans Sperrregister angebunden, bieten keinen Schweizer Rechtsweg — und ihre Gewinne können kantonal steuerpflichtig sein.

Wer dieses Thema ernst nimmt, landet am Ende bei einer unbequemen Zahl: zwei bewilligte Anbieter, acht Namen ohne hiesige Bewilligung und ein System, das in jeder der elf Teilwetten eine Spanne trägt. Der Yankee ist kein Trick gegen den Buchmacher, sondern eine Wette darauf, dass vier Einschätzungen gleichzeitig richtig sind. Die Wahl des Anbieters entscheidet nicht, ob sie richtig sind — nur, was passiert, wenn sie es nicht waren.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichch»