Lucky 31 Wetten in der Schweiz: 31 Wetten zahlen heisst 31 Mal bezahlen
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Unter jedem Wettschein mit fünf Kreuzen liegt eine Rechnung, die niemand ausdrücklich unterschreibt. Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf fünf Auswahlen, und sie besteht nicht aus einer Wette, sondern aus 31 einzelnen Wetten: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Wer CHF 1 pro Linie einsetzt, spielt CHF 31. Das ist keine Gebühr und kein Aufschlag, es ist einfach das Volumen des Pakets — und genau hier beginnt die Frage, die diesen Text trägt: Was kostet dieses Paket den, der es spielt?
Stand: Oktober 29, 2026. Grundlage der Bewilligungsangaben sind die Veranstalterbewilligungen nach dem Geldspielgesetz und die Aufsicht durch die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht in Bern.
Verlustlimiten und Spielsperren: warum 31 Linien ein Limit verlangen
Eine Lucky 31 bindet Geld schneller als eine Einzelwette. Fünf Kreuze, ein Klick, und der Wettschein hat ein Volumen, das man bei einer einzelnen Einschätzung nie riskieren würde. Deshalb steht am Anfang dieser Seite nicht die Quote, sondern die Bremse.

Swisslos verlangt vor der ersten Teilnahme an Sporttip, dass Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu kommt die Möglichkeit, freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage zu setzen. Der Spieler setzt diese Grenzen selbst — nicht der Staat, nicht das Unternehmen. Die Hausordnung des Veranstalters bestimmt, in welchem Fenster sie greift.
Der 72-Stunden-Abstand ist die interessantere Zahl. Wer nach einer verlorenen Serie in Versuchung kommt, das Limit noch am selben Abend anzuheben, findet dort eine geschlossene Tür vor. Die Verordnung selbst sieht für die Erhöhung 24 Stunden vor, Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Der Unterschied gehört diesen beiden Veranstaltern und ihren Bedingungen, nicht dem Gesetz.
Selbstsperre und das schweizweite Register
Wer sich bei Swisslos selbst sperren möchte, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage schliessen lassen — vor Ablauf der Frist gibt es keine Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen. Dieses Register gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Eine Sperre, die aus einer schweizerischen Bewilligung erwächst, folgt einer Person also weiter als bis zum nächsten Wettschein. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich nach drei Monaten aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Bei Jouez Sport zählen die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura zum Gebiet. Die Loterie Romande nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Für eine Sporttip-Teilnahme im Vertragsgebiet braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt dort; eine bestehende Spielsperre schliesst aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Angaben werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Ein Missverhältnis, das man kennen sollte: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 200 Fällen ein Wettschein an eine minderjährige Person verkauft — in 47,5 % der Fälle. Der Schutz an der Verkaufsstelle ist also nicht als streng zu beschreiben, und wer auf Barzahlen an einem Kiosk setzt, sollte die eigene Verantwortung nicht an die Theke delegieren.
Was ein Paket aus vielen Wetten mit der Verlustspitze macht
Der Denkfehler bei einer Lucky 31 ist die Annahme, ein System streue das Risiko. Es streut den Einsatz. Bei 31 Linien und fünf Auswahlen verliert der Schein nicht in einem Zug — er verliert in Stufen. Fällt eine Auswahl aus, bleibt die Fünffachwette tot und jede Vierfachkette, die sie enthält, ebenfalls. Was übrig bleibt, sind die kleineren Stufen, die ohne diese Auswahl funktionieren.
Genau hier zeigt sich, ob das Format zum eigenen Budget passt. Wer CHF 5 pro Linie setzt, hat CHF 155 im Spiel — mehr, als die meisten bei einer einzelnen Fussballwette riskieren würden. Der Preis der Bequemlichkeit ist, dass man ihn nicht in Raten zahlt, sondern in einem Betrag.
Wie sich 31 Wetten auf fünf Auswahlen verteilen
Die Zahl 31 ist keine runde Marketingzahl, sie ist ein Rechenergebnis. Jede nicht leere Teilmenge von fünf Auswahlen ist eine Kombination, und die Summe dieser Teilmengen ergibt 31. Die Zerlegung sieht so aus:
| Stufe | Anzahl Wetten | Wirkung auf den Schein |
|---|---|---|
| Einzelwetten | 5 | eine Auswahl ohne Abhängigkeit von den anderen |
| Doppelwetten | 10 | je zwei Auswahlen kombiniert |
| Dreierwetten | 10 | je drei Auswahlen kombiniert |
| Vierfachwetten | 5 | je vier Auswahlen kombiniert |
| Fünffachwette | 1 | alle fünf Auswahlen in einer Kombination |
| Gesamt | 31 | alle 31 Linien teilen sich denselben Einsatz pro Linie |
Der Aufbau hat eine Symmetrie, die dem Betrachter entgegenkommt: Fünf Auswahlen ergeben fünf Einzelwetten und fünf Vierfachwetten, zehn Doppel- und zehn Dreierwetten, und die Fünffachwette steht allein. Die Vollabdeckung ist erreicht, weil die Einzelwetten eingeschlossen sind — die Systemart, bei der das der Fall ist.
Lucky 15, Lucky 31, Lucky 63: die Nachbarn
Die Familie ist eine Treppe. Eine Lucky 15 hat vier Auswahlen und 15 Wetten, eine Lucky 31 hat fünf Auswahlen und 31 Wetten, eine Lucky 63 hat sechs Auswahlen und 63 Wetten. Jede Stufe verdoppelt ungefähr das Volumen der vorigen und fügt eine Auswahl hinzu. Eine Lucky 15 mit CHF 1 pro Linie kostet CHF 15, eine Lucky 31 kostet CHF 31, eine Lucky 63 kostet CHF 63.
Die Treppe läuft schneller nach oben als das Gefühl vermuten lässt. Zwei Wetten mehr in der Auswahl — von fünf auf sieben — ändern die Zusatzkosten um das Vierfache. Wer in einem Zug von einer Vierer- auf eine Sechser-Version wechselt, multipliziert den Einsatz mit 4,2. Diese Zahl sollte man lesen, bevor man den Schein bestätigt, nicht danach.
Was eine hohe Quote im Systemfall wirklich bringt
Eine Kombination multipliziert die Quoten ihrer Beine zu einer Gesamtquote. Bei fünf Beinen wächst die Auszahlung im gleichen Mass, in dem der Einsatz pro Linie schrumpfen muss, damit der Gesamtbetrag gleich bleibt. Das ist der Tausch, den das Format anbietet: viele Abstufungen von Gewinn statt eines einzelnen Treffers.
Der Nebeneffekt liegt bei den kleinen Auswahlen. Wer einen Aussenseiter mit einer hohen Quote streut, verliert ihn nicht nur in einer Linie, sondern in allen Ketten, in denen er hängt. Eine Quote von 6.00 auf einer Auswahl bringt in der Fünffachwette viel, in den zehn Doppeln aber reichlich wenig, denn dort braucht diese Quote immer noch das zweite Bein. Die Streuung wirkt in beide Richtungen.
Wo Schweizer Wetten erlaubt sind: zwei Veranstalter, sonst niemand
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur bei zwei Veranstaltern abgeschlossen werden: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Das ist kein Marktversagen, sondern die Konstruktion des Gesetzes. Ein Anbieter mit ausländischer Bewilligung hat hier keine Geltung.
Sporttip läuft in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone. Die Grenze verläuft also geografisch, und ein Online-Konto setzt den Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus.
Eine Besonderheit, die manchem überrascht: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa publiziert nur die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa als Domain-Hopping bezeichnet; bet365 nennt sie als auf der Liste stehend, ebenso Interwetten und Bet-at-Home.
Bewilligung oder keine: der Unterschied in einer Zeile
Der Unterschied zwischen einem schweizerischen Veranstalter und einem ausländischen Anbieter lässt sich nicht auf «sicher hier, unsicher dort» verkürzen. Er sieht so aus: Der bewilligte Veranstalter steht unter Schweizer Aufsicht, im Sperrregister und im schweizerischen Rechtsschutz — dafür bietet er nur zwei Produkte, einen geschlossenen Katalog an Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzbedingung und eine Identitätsprüfung. Der ausländische Anbieter bietet mehr, aber nichts davon gilt in der Schweiz. Zwei Seiten, zwei Preislisten. Wer das eine wählt, zahlt mit Auswahl; wer das andere wählt, zahlt mit Schutz.
Was ein System aus 31 Linien in CHF kostet
Der Einsatz multipliziert sich mit der Zahl der Linien, und deshalb ist der erste Rechenschritt jedes Mal derselbe. Wer CHF 1 pro Linie setzt, zahlt CHF 31. Wer CHF 2 pro Linie setzt, zahlt CHF 62. Das ist keine Schätzung, sondern die Definition der Wette.
Interessanter wird es bei der Gegenfrage: Was bringt ein solches Paket zurück? Nehmen wir drei illustrative Quoten — 1.50, 2.00 und 2.50 — auf einem Schein mit CHF 1 pro Linie und fünf Auswahlen, von denen vier gewinnen und eine verliert. Das Paket kostet CHF 31. Die Auswahl mit Quote 2.50 fällt weg. Es bleiben vier Einzelwetten, sechs Doppel, vier Dreier und eine Vierfachwette — die Fünffachwette ist verloren, weil die fünfte Auswahl fehlt.
Die Auszahlung hängt jetzt davon ab, welche vier der fünf Auswahlen gewonnen haben, denn die Quoten sind nicht gleich hoch. Gewinnen die kleinen Quoten und fällt die grosse aus, liegt die Rückzahlung bei etwa CHF 16 bis CHF 17. Gewinnt die grosse Quote und fällt eine kleine, steigt sie auf etwa CHF 24 bis CHF 25. Der Schein bleibt in beiden Fällen unter dem Einsatz von CHF 31. Wer mit 4 von 5 Treffern noch im Plus landen will, braucht entweder höhere Quoten oder eine andere Verteilung, als dieses Beispiel zeigt. Mit dem Einsatz von CHF 31 gerechnet schreibt das Paket hier ein Minus von rund CHF 14 bis CHF 15 im günstigeren und rund CHF 15 im weniger günstigen Fall — die Höhe des Verlusts hängt an der Reihenfolge, in der die Quoten ausfallen, nicht an der Zahl der Treffer. Diese Spanne ist eine Beispielrechnung auf illustrativen Quoten, kein Preis und kein Versprechen.
Bei 5 von 5 gewinnt die Fünffachwette, und dann kippt das Bild: Alle 31 Linien zahlen, die Gesamtquote des Scheins ist das Produkt aller fünf Quoten. Hier liegt die eigentliche Anziehungskraft des Formats. Der Preis dafür ist, dass der Zwischenbereich — vier Treffer, drei Treffer — selten die Kosten deckt.
Der Einsatz pro Linie entscheidet mehr als die Auswahl
Wer CHF 31 für einen Schein nicht ausgeben will, hat zwei Wege: weniger Linien oder ein kleinerer Einsatz pro Linie. Beim kleineren Einsatz sinkt jede einzelne Auszahlung mit, und bei einem Einsatz nahe der Untergrenze wird der Gewinn einer Dreierwette so klein, dass er kaum noch sichtbar ist. Beim Wechsel der Systemart — von der Lucky 31 auf die Lucky 15 — sinkt der Einsatz auf CHF 15, aber die Auswahl schrumpft auf vier, und die Fünffachwette verschwindet ganz.
Die Wahl ist also kein Kompromiss zwischen zwei fast gleichen Dingen, sondern eine echte Entscheidung darüber, welche Trefferzahl man belohnen will. Drei Treffer aus fünf bezahlen in der Lucky 31 mehr Linien aus als in der Lucky 15; vier Treffer aus fünf tun es auch, aber die Kosten sind doppelt so hoch. Für jemanden, der regelmässig genau drei seiner fünf Einschätzungen trifft, ist das Paket sinnvoll. Für jemanden, der schwankt, ist es ein teures Hobby.
Top 10: Systemwetten-Regeln, Limiten und Auszahlung im Vergleich
Die zehn Plattformen, die hier gegenübergestellt werden, stehen nicht auf derselben Stufe. Zwei dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten, acht dürfen es nicht. Die Reihenfolge folgt dieser Tatsache, und deshalb kommen die beiden bewilligten Veranstalter zuerst — nicht, weil sie besser wären, sondern weil sie die einzigen sind, deren Regeln im Fall eines Streits in der Schweiz Bedeutung haben.
Die Vergleichsgrundlage ist bei allen zehn dieselbe: Wie ist die Plattform im Hinblick auf den schweizerischen Rechtsrahmen einzuordnen, wer veranstaltet sie, und welche Bewilligung liegt vor? Bei den beiden Veranstaltern mit Bewilligung lassen sich zusätzlich die konkreten Bedingungen nennen, an denen eine Lucky 31 sich messen muss — Mindesteinsatz, Höchsteinsatz pro Wette, Höchsteinsatz pro Wettschein und die Höchstgewinne. Bei den acht ausländischen Anbietern ist die Bewilligungslage das Ergebnis: keine Schweizer Bewilligung, keine schweizerische Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister.
Was der Überblick nicht leisten kann und nicht leisten soll: Er vergleicht keine Quoten zu einem konkreten Spiel. Quoten ändern sich, und ein Vergleich von heute wäre morgen ein Archivstück. Was bleibt, sind Regeln und Limiten — und die sind stabil genug, um eine Entscheidung darauf zu bauen.
Swisslos Sporttip: Vollabdeckung mit einer Systemgrenze von CHF 10’000
Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, die Aufsicht liegt bei der Gespa.
Für den Betrag, um den es auf dieser Seite geht, sind die Limiten das Zentrum. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Eine Lucky 31 ist eine Systemwette, und damit greift für sie die obere Zahl. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer also CHF 31 pro Schein spielt, liegt weit unter der Grenze, aber die Grenze existiert und sie ist nicht in Stein gemeisselt.
Ein Detail, das bei Systemwetten gern übersehen wird: Der Kombiboost gilt nur online und auch für Systemwetten, verlangt aber mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Bei fünf Auswahlen einer Lucky 31 liegt man hier am unteren Ende der Staffel. Wer die Schwellen von sieben oder zehn Voraussagen erreichen will, spielt keine Lucky 31 mehr.
Die Auszahlung folgt einer klaren Rundungsregel: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die zweite Rundung geht zuungunsten des Spielenden. Bei 31 Linien fällt dieser halbe Rappen nicht ins Gewicht, bei einem System mit vielen kleinen Linien summiert er sich.
Dazu kommen Regeln, die den Systemcharakter direkt berühren. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. In einer Lucky 31 mit abgesagtem Spiel heisst das: Die betreffende Linie fällt auf ihren Einsatz zurück oder wird zur neutralen Quote, und die Ketten um sie herum verlieren ihren Hebel. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live — aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Für eine 31-Linien-Wette ist das ein wichtiger Punkt, denn ein vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung kann den ganzen Schein schliessen, obwohl vielleicht nur eine Linie in Schwierigkeiten ist.
Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Beides sind Fristen, die man nach einem Gewinn kennen sollte, nicht vorher.
Das Urteil: Sporttip ist die einzige Plattform in diesem Vergleich, deren Systemwetten-Limite von CHF 10’000 hoch genug ist, dass eine Lucky 31 überhaupt frei atmen kann — bei einer Veranstalterin, die bei CHF 1 pro Linie anfängt und bis CHF 1’000 pro Einzelwette geht. Was den Preis betrifft, ist das Paket hier billig zu haben und teuer zu füllen: Die 5-Rappen-Rundung, die neutrale Quote 1.00 bei abgesagten Spielen und der volle Cash-Out ohne Teilauszahlung sind drei Stellen, an denen der Systemcharakter Geld kostet, und keine davon steht in der Werbung.
Loterie Romande Jouez Sport: CHF 500 pro Kombi und CHF 7’500 pro Schein
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch hier handelt es sich um eine schweizerische Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa.
Die Einsatzgrenzen sind die strengeren der beiden. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2; in Verkaufsstellen liegt er bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Diese beiden Zahlen zusammen sind der gesamte Spielraum für eine Lucky 31. Wer online CHF 2 pro Linie einsetzt, zahlt CHF 62 pro Schein und bleibt damit deutlich unter der Scheinobergrenze. Rechnet man die Obergrenze auf die Linien um, sind bei 31 Linien rund CHF 241 pro Linie möglich, ohne den Höchsteinsatz pro Kombi zu überschreiten — die Spielraumkante ist also die 7’500er-Grenze pro Wettschein, nicht die 500er-Grenze pro Wette.
Bei den Höchstgewinnen liegen die Zahlen so: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Was dem Systemspieler auffällt: Mit CHF 2 als Untergrenze und einer Kombi-Obergrenze von CHF 500 ist das Verhältnis zwischen kleinster und grösster Linie in der Westschweiz enger als bei Sporttip. Das schützt kleine Budgets, aber es deckelt den Spielraum nach oben. Wer mit einer Lucky 31 höhere Linieneinsätze fahren will, stösst hier schneller an die Decke.
Das Urteil: Jouez Sport ist die Plattform für kleine systematische Einsätze — CHF 2 pro Linie und CHF 62 pro Schein sind ein vernünftiger Einstieg in das Format, und die Scheinobergrenze von CHF 7’500 setzt der Fantasie eine Grenze, bevor die Bank sie setzt. Der Preis dieser Enge ist die Quote 1.10 als Untergrenze: Sie schliesst die ganz kurzen Favoriten aus, die in einer 31-Linien-Kette sonst als Ballast dienen.
IviBet: keine Schweizer Bewilligung
IviBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Da keine schweizerische Aufsicht besteht, gibt es hier keinen Rechtsschutz; die Domains können gesperrt werden.
Wer IviBet für eine Lucky 31 nutzt, spielt damit ausserhalb des Rahmens, in dem ein Schweizer Veranstalter Mindesteinsätze, Höchstgewinne und eine Aufsicht garantiert. Die Bewertung fällt entsprechend aus: Für das Format dieser Seite ist IviBet nicht die naheliegende Adresse, weil die Merkmale, die eine Systemwette kalkulierbar machen — feste Limiten, klare Rundung, schweizerischer Rechtsschutz — hier nicht greifen.
bet365: keine Schweizer Bewilligung
bet365 bietet Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung an. Es besteht kein schweizerischer Rechtsschutz; die Gespa führt den Anbieter explizit auf ihrer Sperrliste.
Aus Sicht der Kosten ist das die teuerste Konstellation: kein schweizerischer Rechtsschutz, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Wer das Format dennoch dort spielt, trägt das Risiko vollständig selbst, und der Betrag, um den es geht, ist bei 31 Linien kein kleiner.
Jackbit: keine Schweizer Bewilligung
Jackbit verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Wie bei anderen ausländischen Anbietern ist keine schweizerische Aufsicht gegeben, und der Zugang kann per DNS-Sperre unterbunden werden.
Für eine Lucky 31 fällt damit die Möglichkeit weg, sich bei einem Streit über eine ungültige Linie oder eine stornierte Auswahl auf schweizerisches Recht zu berufen. Genau diese Streitfälle sind bei Systemwetten häufig, weil eine einzige stornierte Auswahl mehrere Ketten verändert.
Sportaza: keine Schweizer Bewilligung
Sportaza hat keine Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt: keine schweizerische Aufsicht, kein Rechtsschutz im Streitfall und die Möglichkeit der DNS-Sperre.
Was bleibt, ist ein Produkt ohne schweizerische Rückendeckung. Bei einem Paket aus 31 Wetten ist die Zahl der Stellen, an denen eine Frage auftauchen kann, entsprechend grösser.
HornetBet: keine Schweizer Bewilligung
HornetBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die allgemeinen Hinweise zur fehlenden schweizerischen Aufsicht und zum fehlenden Rechtsschutz gelten auch für diesen Anbieter.
Das Format einer Lucky 31 verlangt eine klare Antwort auf die Frage, welche Quote eine Auswahl hat und wie eine Absage behandelt wird. Diese Antwort ist bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nicht einklagbar.
Bahigo: keine Schweizer Bewilligung
Bahigo bietet Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung an. Auch hier: kein schweizerischer Rechtsschutz und die Domains können gesperrt werden.
Wer hier spielt, tut das ohne die schweizerischen Schutzmechanismen — und bei 31 Linien pro Schein ist der Betrag, um den es geht, grösser als bei einer einzelnen Wette.
FortuneJack: keine Schweizer Bewilligung
FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Die fehlende schweizerische Aufsicht und die Möglichkeit der DNS-Sperre gelten analog.
Der Unterschied zu den beiden bewilligten Veranstaltern liegt nicht in der Bedienung, sondern im Rückhalt. Bei einem System mit 31 Linien und mehreren Absage- und Stornofällen ist dieser Rückhalt der eigentliche Gegenstand der Bewertung.
Coolzino: keine Schweizer Bewilligung
Coolzino verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die allgemeinen Regeln zu fehlendem Schutz und Sperrmöglichkeiten finden hier Anwendung.
Für das Thema dieser Seite bleibt damit nur ein Satz: Ein System aus 31 Linien braucht Regeln, die man nachlesen und durchsetzen kann. Bei Coolzino sind es nicht die schweizerischen.
Was die Marge in jeder Quote mit einem 31-Linien-Paket macht
Jede Quote enthält einen Anteil, der nicht an die Spielenden zurückfliesst. Marktseitig heisst die Grösse Auszahlungsquote oder Quotenschlüssel — der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt — und die Marge ist 100 % minus diese Quote. In der Schweiz gibt es dafür keine gesetzliche Vorgabe; es ist ein Marktbegriff, kein Tatbestand.
Die Auszahlungsquote eines Marktes ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes. Für ein Beispiel mit drei Ausgängen zu je Quote 2.10: 1 ÷ (1/2,10 + 1/2,10 + 1/2,10) ergibt eine Auszahlungsquote von 70 %. Anders gesagt: Sieben von zehn eingesetzten Franken kommen als Auszahlung zurück, drei bleiben im Markt. Ein Wettbewerber, der drei Ausgänge gleich hoch bewertet, arbeitet also mit 30 Rappen Aufschlag pro Franken — und das, bevor überhaupt ein Ergebnis feststeht.
Warum 31 Linien 31 Mal an derselben Marge teilnehmen
Das ist der Punkt, den Systemwetten-Werbung nicht ausspricht. Jede der 31 Linien ist eine eigene Wette mit eigener Quote, und in jeder steckt derselbe Aufschlag. Eine Lucky 31 spielt also nicht 31 Mal, sondern zahlt 31 Mal ein Stück Marge. Die Auszahlungsquote eines Pakets ist nicht besser als die jeder einzelnen Linie darin — sie ist ein gewichteter Durchschnitt derselben Werte.
Für den Spielenden heisst das: Wer CHF 31 einsetzt, hat nicht CHF 31 im Spiel, sondern rund CHF 21,7, wenn man die oben gerechnete Auszahlungsquote von 70 % zugrunde legt. Die übrigen rund CHF 9,3 sind der Preis, den der Markt für die Teilnahme verlangt. Diese Zahl ist ein Durchschnitt über viele Wetten und kein Verlust einer einzelnen Runde; über eine einzelne Lucky 31 sagt sie nur, dass der Erwartungswert unter dem Einsatz liegt.
Und das ist noch nicht das Ende der Rechnung. Die Marge wirkt innerhalb jeder Linie, aber bei Kombinationen multipliziert sie sich mit den Beinen. Wer zwei Linien zu je 90 % Auszahlungsquote kombiniert, hat 81 %; bei fünf Beinen sinkt der zurückgezahlte Anteil auf rund 59 %. Genau deshalb ist die Fünffachwette einer Lucky 31, die schönste Linie des Scheins, auch die mit dem grössten Aufschlag — ein Umstand, den ein Blick in die Werbung nicht verrät.
Was ein Beispiel mit 1.50, 2.00 und 2.50 über den Preis sagt
Nehmen wir erneut die drei illustrativen Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 auf einem Schein mit CHF 1 pro Linie und fünf Auswahlen. Die Marge einer Quote lässt sich nicht aus einer einzelnen Quote ablesen, und deshalb ist die entscheidende Beobachtung eine andere: Die Höhe des Verlustes bei vier Treffern hängt daran, welche Quote ausfällt. Wer die 2.50 streicht, hat ungefähr CHF 16 bis CHF 17 zurück; wer die 1.50 streicht, ungefähr CHF 24 bis CHF 25. Der Unterschied zwischen diesen beiden Fällen, rund CHF 8, ist mehr als das Doppelte des Einsatzes einer Linie, und er liegt vollständig in der Hand der Auswahl, nicht des Anbieters.
Wer den Aufschlag seines eigenen Marktes prüfen will, rechnet die Kehrwerte aller Quoten des Marktes zusammen und teilt 1 durch die Summe. Das ist eine Rechnung auf zehn Sekunden und sie sagt mehr über ein Angebot als jede Bewertungsseite.
Rechenbeispiel: was eine Lucky 31 bei 5 Treffern zurückgibt
Bei fünf Treffern aus fünf Auswahlen zahlt jede Linie des Scheins. Damit lässt sich die Bandbreite der Auszahlung mit den drei illustrativen Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 und CHF 1 pro Linie vollständig durchrechnen — als Beispiel, nicht als Preis.
Mit zwei Auswahlen zu 1.50, zwei zu 2.00 und einer zu 2.50 entsteht ein Schein, dessen 31 Linien alle gewinnen. Die Einzelwetten zahlen 1,50, 1,50, 2,00, 2,00 und 2,50 zurück, zusammen CHF 9,50. Die zehn Doppelwetten tragen je das Produkt zweier Quoten; sie liegen zwischen 2,25 (1,50 mal 1,50) und 5,00 (2,00 mal 2,50) und summieren sich auf rund CHF 42,75. Die zehn Dreierwetten bewegen sich zwischen 4,50 und 7,50 und ergeben rund CHF 62,25. Die fünf Vierfachwetten liegen zwischen 6,75 und 15,00, zusammen rund CHF 54,00. Die Fünffachwette schliesslich bringt 1,50 × 1,50 × 2,00 × 2,00 × 2,50 = 22,50 zurück — sie allein.
Der ganze Schein zahlt damit eine Rückzahlung von rund CHF 190 zurück, bei einem Einsatz von CHF 31. Der Nettoertrag liegt bei rund CHF 159. Diese Rückzahlung ist das, was ein gewinnender Schein auszahlt; sie sagt nichts darüber, wie wahrscheinlich fünf Treffer sind, und sie ist ein Beispiel auf illustrativen Quoten, kein Angebot.
Zwei Dinge lehrt die Aufstellung. Erstens: Die Fünffachwette mit CHF 22,50 ist die grösste Einzellinie des Scheins, aber sie ist nur rund ein Achtel der Gesamtrückzahlung. Der grösste Teil kommt aus der Breite — den vielen kleinen Linien, die alle gewinnen. Zweitens: Die Dreierwetten tragen mit rund CHF 62 mehr bei als jede andere Stufe, weil es zehn von ihnen gibt und ihre Produkte ordentlich gross sind. Die Struktur belohnt nicht den einen grossen Treffer, sondern die Vollständigkeit.
Rechnet man die Bandbreite für weniger Treffer, wird der Abstand sichtbar. Bei vier Treffern liegt die Rückzahlung zwischen rund CHF 16 und CHF 25 — je nachdem, welche Quote ausfällt. Zwischen CHF 25 und CHF 190 liegt eine einzige Auswahl. Das ist der Preis des Formats, und niemand sollte ihn als Überraschung erleben.
Die Marge als Preis: was der Spielende pro Franken zahlt
Wer die Auszahlungsquote eines Marktes kennt, kennt den Preis seiner Teilnahme. Bei den 70 %, die das Drei-Ausgänge-Beispiel oben ergab, zahlt der Spielende 30 Rappen pro Franken für das Recht, teilzunehmen. Bei Kombinationen mit vielen Beinen wächst dieser Anteil, weil sich die Kehrwerte multiplizieren. Die Fünffachwette einer Lucky 31 ist der Punkt, an dem der Preis am höchsten ist.
Das ist keine Kritik am Format, sondern seine Natur: Ein Paket aus 31 Linien kauft Wahlmöglichkeit und Abstufung, und Wahlmöglichkeit hat einen Preis. Wer ihn kennt, trifft eine andere Entscheidung als wer ihn nicht kennt. Wer ihn nicht kennt, hält den Schein für günstiger, als er ist, und setzt entsprechend zu viel.
Ein Wort zur Einordnung: Die Zahlen dieses Abschnitts stammen aus einem Beispiel mit drei gleich hohen Quoten. Der Aufschlag eines echten Marktes hängt davon ab, wie die Quoten verteilt sind, und deshalb ist die Kehrwertrechnung die einzige belastbare Prüfung — nicht eine Zahl, die man einmal liest und dann annimmt.
Für wen sich eine Lucky 31 lohnt und für wen nicht
Die Lucky 31 belohnt Vollständigkeit. Wer fünf Einschätzungen hat und alle fünf für brauchbar hält, bekommt mit diesem Schein eine Auszahlung in jeder Trefferkonstellation — das ist der Vorteil gegenüber einer einzelnen Kombiwette, die bei einem Fehler nichts zahlt. Wer dagegen eine einzige starke Einschätzung hat und vier Füllauswahlen, zahlt 31 Linien für ein Paket, dessen meiste Linien auf den Füllern stehen.
Der Kostenrahmen ist schnell gezogen. Bei Swisslos beginnt das Paket bei CHF 31, wenn man online den Mindesteinsatz von CHF 1 pro Linie nimmt, und die Systemwetten-Limite von CHF 10’000 gibt Raum nach oben. Bei Jouez Sport liegt die Untergrenze online bei CHF 2 pro Linie, also CHF 62 pro Schein, und die Scheinobergrenze von CHF 7’500 deckelt das Ganze. Wer unter CHF 30 pro Wettschein bleiben will, spielt keine Lucky 31 mit vollem Linieneinsatz — er wählt entweder eine kleinere Systemart oder einen Bruchteil des Einsatzes pro Linie.
Ein Hinweis, der bei diesem Format oft fehlt: Die Einsatzgrenzen gehören dem jeweiligen Veranstalter, nicht dem Gesetz. Bei Swisslos kann die Limite jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit einem bestimmten Einsatz plant, sollte die Grenze deshalb nicht als feste Grösse behandeln.
Was am Ende bleibt: Eine Lucky 31 ist ein Instrument für jemanden, der Einschätzungen sammelt, sie breit abstützen will und einen Betrag einsetzt, dessen Totalverlust ihn nicht trifft. Sie ist kein Werkzeug, um eine einzelne Einschätzung zu verstärken — dafür ist sie zu teuer.
Wie Wettscheine in der Schweiz versteuert werden
Der Steuerrahmen für Schweizer Wetten ist für die meisten Spielenden erfreulich unspektakulär. Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; erst darüber werden sie besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, also gilt «je nach Kanton».
Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein; diese lässt sich zurückholen, indem der Gewinn in der Steuererklärung angegeben wird. Eine typische Wette liegt weit unter der Schwelle: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.
Anders sieht es bei ausländischen Anbietern aus. Gewinne von ausländischen Veranstaltern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer — dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer also bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, tauscht den Schweizer Freibetrag gegen ein anderes Regime. Das ist eine Frage für die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung, nicht für eine Vergleichsseite.
Ein Konto, alle Wetten, und was das Sperrregister damit zu tun hat
Ein Spielerkonto pro Person mit geprüfter Identität — das ist die Regel im bewilligten Schweizer Markt. Sie hat eine unangenehme und eine nützliche Seite. Unangenehm: Die Prüfung findet vor der ersten Wette statt, nicht nach der zehnten. Nützlich: Weil alle Wetten über ein Konto laufen, greift eine Spielsperre auch wirklich.
Wer sich eine unbefristete Spielsperre eintragen lässt, steht in einem Register, das über das Sportsystem hinausreicht. Bei einem ausländischen Anbieter existiert diese Verbindung nicht. Das ist der praktische Unterschied, den die Rede von der «Freiheit» ausländischer Plattformen verschweigt: Freiheit heisst hier vor allem, dass die eigene Sperre nicht mehr wirkt.
Die Auszahlung folgt dieser Logik. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht, und ein Kredit an Spielende ist ausgeschlossen. Wer eine Auszahlung an eine dritte Person wünscht, wird sie nicht bekommen.
Wer sein Guthaben auflädt, sollte den Rhythmus kennen. Spielguthaben im Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen; der Mindestbetrag liegt bei CHF 20, in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Bei einem Schein, der CHF 31 kostet, sind das grosszügige Grenzen. Bei jemandem, der mehrere Scheine pro Woche spielt, sind es die Zahlen, die die tatsächliche Monatsausgabe bestimmen — nicht der einzelne Einsatz auf dem Wettschein.
Häufige Fragen zur Lucky 31
Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?
Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf fünf Auswahlen mit insgesamt 31 einzelnen Wetten. Sie ist eine Full-Cover-Wette, das heisst, die Einzelwetten sind eingeschlossen. Man braucht also genau fünf Einschätzungen; mit vier oder sechs Auswahlen entsteht eine andere Systemart.
Wie verteilen sich die 31 Wetten auf die einzelnen Stufen?
Die Aufteilung ist 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette. Jede Stufe kombiniert eine andere Anzahl von Auswahlen, und alle 31 Linien werden mit demselben Einsatz pro Linie gespielt.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
Die drei sind Nachbarn in einer Reihe. Die Lucky 15 hat 4 Auswahlen und 15 Wetten, die Lucky 31 hat eine Auswahl mehr und 31 Wetten, die Lucky 63 hat 6 Auswahlen und 63 Wetten. Jede Stufe fügt eine Auswahl hinzu und erhöht die Zahl der Wetten deutlich.
Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?
Der Gesamteinsatz ist der Einsatz pro Linie mal 31. Bei CHF 1 pro Linie kostet der Schein CHF 31, bei CHF 2 sind es CHF 62. Der Einsatz pro Linie wird vom Veranstalter begrenzt: Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?
Jede Quote enthält den Aufschlag des Marktes. Bei 31 Linien zahlt der Spielende diesen Aufschlag 31 Mal, und bei Kombinationen mit vielen Beinen multipliziert er sich zusätzlich. Die Auszahlungsquote eines Pakets ist daher nie besser als die seiner einzelnen Linien.
Wettarten – quotenvergleichch
Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichch»
