Heinz-Wette setzen in der Schweiz – nur zwei Veranstalter, feste Limiten
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungs- und Limitenangaben wurden gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2), das Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe) sowie die Angaben der Gespa zum Geldspielgesetz geprüft.
Eine Heinz-Wette ist keine Wette. Sie ist ein Behälter für 57 Wetten, und in der Schweiz darf diesen Behälter fast niemand anbieten. Wer sechs Spiele tippt und die Kombinationen darauf setzt, landet bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip oder bei der Loterie Romande mit Jouez Sport – sonst nirgends. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern eine Folge der interkantonalen Vereinbarung, und es entscheidet, wie dieser Vergleich aussehen muss: nicht als Rangliste unter Gleichen, sondern als Gegenüberstellung von zwei bewilligten Veranstaltern mit harten Einsatzgrenzen und einer Reihe ausländischer Namen, die in der Schweiz keine Bewilligung haben.
Der Kostengedanke steht auf dieser Seite vorn, und er beginnt beim Einsatz, nicht beim Gewinn. Eine Heinz-Wette bündelt 57 Wetten. Wer pro Einzelwette einen Franken ansetzt, gibt 57 Franken aus. Diesen Satz sollte man zweimal lesen, bevor man auf einen Knopf drückt, den ein Wettprogramm freundlich mit «Systemwette» beschriftet.
Verlustlimiten und Spielerschutz zuerst
Warum die Limite wichtiger ist als die Quote
Bei einer Einzelwette ist der Einsatz die Zahl, die man selbst in das Feld tippt. Bei einer Systemwette ist er das Ergebnis einer Multiplikation, die das System hinter dem Formular vornimmt. Wer 57 Wetten mit je einem Franken ansetzt, hat den Gegenwert von 57 Einzelwetten auf einem Wettschein – und ein einziges Wochenende entscheidet dann über den ganzen Betrag. Genau deshalb steht der Spielerschutz hier vor der Quotenlehre und nicht am Ende: die Grenze, die der Wettende selbst setzt, ist die einzige, die vor dieser Multiplikation schützt.

Verlustlimiten bei Swisslos: 1, 7 und 30 Tage
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die 72 Stunden sind der interessante Teil. Wer in einem schlechten Moment merkt, dass die Limite zu hoch steht, kann sie nicht am nächsten Morgen nach oben korrigieren – die Sperre für die Erhöhung schützt genau vor diesem Impuls. Und wem die Limite zu hoch erscheint, der senkt sie: das wirkt sofort, ohne Wartezeit, ohne Rückfrage.
Das Gesetz gibt den Rahmen vor, nicht die Zahl. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen; eine Senkung wirkt von Gesetzes wegen sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden. Swisslos und die Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. In der Schweiz gibt es keine gesetzlich festgelegte Einzahlungsobergrenze – die Zahl auf dem Konto ist die Zahl, die der Wettende selbst bestimmt hat.
Die Spielsperre: unbefristet heisst unbefristet
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Die Sperre ist das schärfste Werkzeug im ganzen System, und sie ist bewusst unsymmetrisch gebaut: hinein in Sekunden, hinaus erst nach Ablauf. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss ohnehin angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne – wer gesperrt ist und trotzdem setzt, verliert den Einsatz nicht nur an den Buchmacher, sondern an die Regel.
Wer in der Schweiz überhaupt setzen darf
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Für die Online-Registrierung braucht es zusätzlich Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignung teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Bei den Verkaufsstellen sieht die Praxis weniger sauber aus als die Regel. Testkäufe der Gespa im Jahr 2025 ergaben, dass an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Diese Zahl gehört auf jede Seite, die über Schweizer Sportwetten schreibt, weil sie den Abstand zwischen Bewilligungsauflage und Ladentheke zeigt – und weil sie die Annahme widerlegt, der bewilligte Kanal sei automatisch der kontrollierte.
Was der Kanalwechsel kostet
Das System hat zwei Seiten, und beide haben einen Preis. Der bewilligte Kanal bringt Kontrolle, Verlustlimiten, Spielsperre, ein schweizweites Register und einen Weg zurück, wenn das Setzen ausser Kontrolle gerät – dafür gibt es nur zwei Veranstalter, feste Einsatzgrenzen, eine geschlossene Liste zugelassener Sportarten und Wettarten, Wohnsitzbedingungen und eine Identitätsprüfung. Das ausländische Angebot bringt Bequemlichkeit, keine Identitätshürde, keine Limitenlogik – dafür keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Wer dort gewinnt, gewinnt ohne Schweizer Schutz; wer dort streitet, streitet ohne Schweizer Instanz. Keine der beiden Seiten ist die sichere Wahl von selbst.
Wie eine Heinz-Wette aufgebaut ist
Sechs Auswahlen, 57 Wetten
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht. Diese 57 setzen sich aus 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette zusammen; Einzelwetten auf die Auswahlen sind nicht enthalten. Das ist der ganze Bauplan, und er erklärt sofort, warum eine Heinz-Wette sich anders anfühlt als eine Kombiwette mit sechs Beinen.
Die Kombiwette ist ein Strang. Fällt ein Bein, ist der Strang tot. Die Heinz-Wette ist ein Netz aus 57 Strängen unterschiedlicher Länge, und das Netz fängt auch dann noch etwas auf, wenn zwei der sechs Auswahlen danebenliegen. Man bezahlt dieses Netz mit dem Einsatz: 57 Wetten kosten 57 Mal den Betrag pro Einzelwette.
Warum der Name «Heinz» heisst
Der «Heinz» ist eine Wette, die alle Kombinationen aus sechs Auswahlen ab dem Doppel abdeckt; der Name stammt von den 57 enthaltenen Mehrfachwetten. Die Zahl 57 ist also nicht Konstruktion, sondern Taufe. Wer das einmal weiss, sieht in jedem Wettprogramm mit dem Etikett «Heinz» die Zahl 57 und weiss, was als Nächstes auf dem Konto passiert.
Der Heinz hat sechs Auswahlen, der Super Heinz sieben und der Goliath acht; alle drei zählen zu den Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen umfassen. Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten – 21 Doppel-, 35 Dreier-, 35 Vierfach-, 21 Fünffach-, 7 Sechsfach- und 1 Siebenfachwette. Eine Auswahl mehr, mehr als doppelt so viele Wetten, mehr als doppelt so viel Einsatz. Die Reihe wächst brutal, und das ist mathematisch folgerichtig, nicht bösartig.
Was bei einer Heinz-Wette passieren muss, damit Geld zurückkommt
Bei einer Heinz-Wette müssen mindestens zwei Auswahlen gewinnen, damit es einen Ertrag gibt; eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht. Hier zeigt sich der eigentliche Preis des Systems. Sechs Tipps, fünf richtig, und trotzdem ist der Ertrag wahrscheinlich bescheiden: die Fünferkombination zahlt, die vielen Doppel glauben an die eine verlorene Auswahl nicht.
Anders gesagt: die Heinz-Wette belohnt die Breite, nicht die Spitze. Wer überzeugt ist, dass drei seiner sechs Tipps sitzen und die anderen drei chancenlos sind, baut mit einer Heinz-Wette ein teures Netz um diese drei Tipps – eine Dreierkombination hätte weniger gekostet und bei gleichem Ausgang mehr pro Franken Einsatz abgeworfen, weil sie nicht 54 tote Wetten mitfinanziert. Umgekehrt gilt: wer sechs ausgeglichene Tipps hat und die Sicherheit sucht, findet hier eine Struktur, die einen Ausrutscher verzeiht.
Ein Rechenbeispiel statt eines Quotenversprechens
Das folgende Rechenbeispiel verwendet drei illustrative Auswahlen mit Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50 und einen Einsatz von CHF 1 pro Einzelwette. Es ist ein Beispiel, kein Preis, und die Zahlen sind nicht aus einem Wettprogramm abgeschrieben.
Ein Sechser verlangt sechs Auswahlen. Für eine gegebene Anzahl richtiger Auswahlen ergeben sich folgende Erträge, wenn man die Quoten der drei genannten Werte auf die richtigen Auswahlen verteilt: sechs richtige bringen je nach Verteilung der Quoten rund CHF 11.20 bis CHF 11.30 zurück; fünf richtige – bei einer verlorenen Auswahl mit Quote 1.50 – rund CHF 5.00 bis CHF 5.10; vier richtige – bei zwei verlorenen Auswahlen mit Quote 1.50 und 2.00 – rund CHF 1.80; drei richtige – bei drei verlorenen Auswahlen – rund CHF 1.10; zwei richtige – bei vier verlorenen Auswahlen – rund CHF 1.10. Bei diesen Szenarien ist die Gesamtquote jeweils das Produkt der Einzelquoten der richtigen Auswahlen, multipliziert mit dem Einsatz von CHF 1 je Einzelwette.
Gerechnet wird mit der Sporttip-Regel: der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei vier richtigen Auswahlen also: 1 Franke Einsatz mal ein Quotenprodukt in der Grössenordnung von 1.8 ergibt einen Bruttobetrag um die CHF 1.80, der nach der Rundungsregel auf 5 Rappen stehen bleibt.
Und die Kosten dieser Struktur: sechs Einzelwetten mit je CHF 1, also mehr als 57 Franken, wenn man die Heinz-Wette verwendet, aber die Kosten müssen den Nettoertrag aus dem Sechser und die kleineren Kombinationen decken. Sechs richtige Auswahlen mit einem Quotenprodukt von rund 11.25 bringen brutto rund CHF 11.25 zurück – bei einem Einsatz von CHF 57 pro Heinz-Wette also ein Verlust von mehr als CHF 45 Franken. Das ist der Satz, den man in keinem Werbetext über Systemwetten findet: eine vollständig richtige Heinz-Wette kann Geld kosten.
Nur wer sehr hohe Quoten auf allen sechs Auswahlen hat, kehrt das Verhältnis. Mit sechs Quoten von 4.00 bringt der Sechser brutto CHF 4’096, und das deckt den Einsatz von CHF 57 mehrfach – aber sechs Viererquoten sind keine Ausgangslage, mit der man planen kann.
Woran Schweizer Veranstalter die Heinz-Wette binden
Wettmärkte: zugelassen ist, was auf der Liste steht
Erlaubt sind Sportwetten auf Sportereignisse – Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Das zugelassene Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026. Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet – Wetten auf Trainingsläufe nie. Die Liste enthält keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Für eine Heinz-Wette heisst das: sechs Auswahlen müssen alle aus diesem Katalog stammen. Wer sechs Spiele aus zwei Ligen und einem Pokalwettbewerb zusammenstellt, sollte vorher prüfen, ob alle drei auf der Liste stehen – ein nicht gelisteter Wettkampf fällt nicht aus Kulanz durch, er fällt ganz heraus. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, wo der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das Geldspielgesetz kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.
Systemwetten: die Höchsteinsätze unterscheiden sich deutlich
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2, und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Die Lücke zwischen CHF 10’000 und CHF 500 ist gross genug, um eine Kaufentscheidung zu tragen. Der eine Veranstalter öffnet Systemwetten bis zu einem Betrag, bei dem 57 Einzelwetten je nach Aufteilung fünfstellig werden; der andere deckelt den Wettschein bei CHF 7’500 Gesamteinsatz und die einzelne Kombiwette bei CHF 500. Wer eine Heinz-Wette mit spürbarem Volumen plant – und dafür ist das Format gedacht –, stösst bei Jouez Sport früher an eine Wand. Wer den Mindesteinsatz von CHF 1 pro Einzelwette nutzen will, findet ihn bei Sporttip; bei Jouez Sport liegt er mit CHF 2 doppelt so hoch, und das multipliziert mit 57 ist der erste Frankenbetrag, den man auf dieser Seite lernen sollte.
Gewinnobergrenzen
Diese Limite ist die eigentliche Bremse einer Systemwette, denn 57 Wetten können sich zu einem Betrag summieren, den ein Veranstalter nicht auszahlen will. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Die Mindestquote 1.10 ist die unterschätzte Angabe in diesem Reglement. Sie trifft eine Heinz-Wette nicht, weil jede Unterkombination aus sechs Auswahlen eine Gesamtquote weit über 1.10 erreicht. Sie trifft jemanden, der eine einzelne, sehr niedrig bepreiste Auswahl setzen will – bei einer Systemwette addieren sich sechs solcher Auswahlen zu deutlich weniger Risiko, als das System vorsieht, und der Veranstalter zieht hier die Linie.
Cash-Out und Livewetten: die Bedingungen, die man liest oder bereut
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Bei einer Heinz-Wette zeigt sich die Schwäche dieser Konstruktion sofort: es gibt keinen Teilverkauf. Wer die ersten vier Auswahlen gewonnen hat und die letzten zwei fürchten muss, kann nicht ein Paket aus den bereits entschiedenen Doppeln abstossen – entweder er verkauft alles, oder er wartet. Und der angebotene Betrag liegt unter dem, was ein vollständiger Durchlauf einbringen würde. Wer den Cash-Out als Notausgang einplant, plant mit einem Ausgang, dessen Preis Swisslos in dem Moment bestimmt.
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer eine Live-Auswahl als sechstes Bein einer Heinz-Wette verwendet und dabei auf ein Tor reagiert, das schon gefallen ist, verliert nicht den Einsatz der ganzen Wette, aber dieses eine Bein wirkt mit dem neutralen Faktor 1.00 weiter – und die Kombinationen, die auf dieser Auswahl aufbauen, rechnen ohne sie.
Der Kombiboost: wann er zählt und wann er verfällt
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online – Prematch, Live, Systemwetten – und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Die Staffel ist auf eine Heinz-Wette zugeschnitten: 5 % bei vier Voraussagen greift bei einer Heinz-Wette fast immer, weil vier von sechs Auswahlen über 1.50 häufig vorkommen. Der Sprung zu 20 % liegt bei sieben Voraussagen – also jenseits einer Heinz-Wette, deren sechs Auswahlen nie sieben ergeben. Wer die höheren Stufen will, muss die Auswahlzahl erhöhen, und damit landet man beim Super Heinz mit sieben Auswahlen und 120 Einzelwetten.
Die Mindestquote 1.50 macht den Boosten wertvoller und teurer zugleich: ein Bein mit Quote 1.10 im Achterpack trägt nichts zur Staffel bei, zählt aber voll auf den Einsatz. Der Boost ist damit eine Belohnung für risikoreiche Beine, nicht eine Ermässigung.
Quotenboosts bei Sporttip gelten dagegen nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Der Vergleich der zehn Anbieter
Die Einordnung: wer in der Schweiz Systemwetten anbieten darf
Kantone und Gesetz haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; jede der beiden bedient ihr eigenes Gebiet, und ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet offen. Vor diesem Hintergrund liest sich die Tabelle im nächsten Abschnitt nicht als Rangliste, sondern als Statusübersicht: zwei Zeilen mit Schweizer Bewilligung, acht ohne.
Die Übersicht: Bewilligung, Organisator, Limiten
| Anbieter | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter bzw. angegebene Bewilligung | Limiten und Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Swisslos (Sporttip) | Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Aufsicht Gespa | Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 (Einzel/Kombi), Systemwette CHF 10’000 |
| Loterie Romande (Jouez Sport) | Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Aufsicht Gespa | Mindesteinsatz online CHF 2, Höchsteinsatz CHF 500 (Einzel/Kombi), Wettschein mit Multiples max. CHF 7’500 |
| Rainbet | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | — |
| BassBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | — |
| Pribet | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | — |
| Rabona | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | — |
| GG.BET | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | — |
| BetLabel | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | — |
| Bettilt | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | — |
| N1 Bet | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | — |
Was die Tabelle zeigt und was sie verschweigt
Ausserhalb der zwei bewilligten Veranstalter gibt es in der Schweiz keine bewilligten Buchmacher, und das ist der Grund, warum eine Liste von zehn Anbietern auf dieser Seite so ungleich aussieht. Die acht ausländischen Namen stehen hier nicht als Alternativen, sondern als das, was einem Schweizer Wettenden im Netz tatsächlich begegnet.
Was die Tabelle verschweigt, ist das, was in keiner Zelle Platz findet: ein Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, bietet keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und von den Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – ein Wettender, der sich auf eine bestimmte Adresse eingerichtet hat, findet sie unter Umständen beim nächsten Versuch nicht mehr. Die Sperrliste umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains.
Die Spalte zu den Limiten bleibt bei den acht ausländischen Anbietern leer, da diese keine Schweizer Bewilligung haben und ihre Bedingungen nicht unter Schweizer Recht stehen. Wer dort spielt, verhandelt über Einsatzgrenzen, Auszahlungen und Streitfälle nach deren Regeln. Die zwei Schweizer Zeilen tragen dagegen konkrete Zahlen, weil ihre Reglements öffentlich und überprüfbar sind.
Wer zu wem passt
Wer in einem der Westschweizer Kantone wohnt, findet die höheren Höchsteinsätze nicht: Jouez Sport liegt bei CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 7’500 pro Wettschein. Wer sein Geld in einer Heinz-Wette mit fünfstelligem Einsatz parken will, hat dafür nur in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein den passenden Veranstalter. Umgekehrt ist die Grenze kein Nachteil für den, der mit kleinen Beträgen arbeitet: CHF 2 Mindesteinsatz online sind für drei bis vier Wetten pro Woche völlig ausreichend.
Was die Heinz-Wette unter dem Strich kostet
Der Einsatz multipliziert sich, die Chance nicht
Der unangenehmste Satz über Systemwetten lautet: der Einsatz multipliziert sich mit der Zahl der Einzelwetten, die Trefferwahrscheinlichkeit der Gesamtwette aber nicht. Eine Heinz-Wette gewinnt nicht, weil sie aus 57 Wetten besteht, sondern weil zwei oder mehr ihrer sechs Auswahlen richtig sind. Die 57 ist eine Struktur, keine Chance.
Das Margenthema verschärft das. Jede einzelne der 57 Wetten wird zu einem Preis abgerechnet, der die Marge des Veranstalters bereits enthält. Wer 57 Wetten setzt, zahlt diese Marge 57 Mal. Bei einer Einzelwette zahlt man sie einmal. Das erklärt, warum die Heinz-Wette auf einem Wettschein so attraktiv aussieht und auf dem Konto so wenig übrig lässt.
Der Rechenweg bei einem Einsatz pro Linie
Die Rechnung, die jeder selbst nachvollziehen kann, ist trivial und wird trotzdem selten gemacht: bei CHF 1 pro Einzelwette kostet eine Heinz-Wette CHF 57. Bei CHF 2 pro Einzelwette kostet sie CHF 114. Bei CHF 5 pro Einzelwette kostet sie CHF 285. Der Sprung zwischen dem Betrag, den man in das Feld tippt, und dem Betrag, der tatsächlich vom Konto geht, ist der teuerste Irrtum dieses Formats.
Bei Jouez Sport verdoppelt sich dieser erste Betrag, weil der Mindesteinsatz online CHF 2 beträgt. Eine Heinz-Wette mit dem kleinsten zulässigen Einsatz kostet dort CHF 114, nicht CHF 57.
Wenn ein Bein ausfällt
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Für eine Heinz-Wette bedeutet das: ein ausgefallenes Spiel reisst die Kombinationen nicht, die es enthält, sondern setzt sie auf den Faktor 1. Die Struktur bleibt erhalten, die 57 Wetten bleiben 57 Wetten, aber die Gesamtquoten sinken.
Was man stattdessen tun kann
Wer sechs Auswahlen für gut hält, kann das Geld anders verteilen: eine einzige Kombiwette mit sechs Beinen kostet einen Einsatz, eine Heinz-Wette kostet 57. Die Kombiwette stirbt bei einem Fehler, die Heinz-Wette nicht. Die Wahl hängt davon ab, wie sicher man sich bei jedem einzelnen Bein ist, und nicht davon, wie sehr man den grossen Gewinn vor Augen hat.
Wer sich unsicher ist, ob er wirklich sechs Auswahlen hat, für die er einsteht, hat zu wenige Auswahlen für eine Heinz-Wette. Drei oder vier Auswahlen mit einer kleineren Systemwette sind billiger und ehrlicher.
Die Rechtslage: zwei Veranstalter, ein Katalog
Ein Grossspiel unter Aufsicht
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021) beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).

Wem der Bewilligungsrahmen gehört
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Wohnsitz als Zugangsvoraussetzung
Ein Online-Konto braucht Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Unternehmens. Wer in Zürich wohnt, hat keinen Zugang zu Jouez Sport; wer in Genf wohnt, keinen zu Sporttip. Das ist keine Wettbewerbsverzerrung, sondern die Konstruktion des Konkordats – sie folgt der Sprachgrenze, nicht dem Markt.
Warum es keine dritte Bewilligung gibt
Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS).
Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar – bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht kein Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle.
Die Aufsicht verbietet nicht nur, sie benennt auch. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home im Zusammenhang mit Domain-Hopping und führt bet365 als auf der Liste befindlich. Für einen Wettenden ist das die praktische Frage hinter jeder ausländischen Adresse: wie lange sie erreichbar bleibt.
Werbung und Werbeverbot
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Ein Werbeverbot nach Uhrzeit gibt es nicht. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos); Bonusbeträge und -bedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.
Steuern: die meisten Gewinne bleiben steuerfrei
Gewinne aus schweizerisch erlaubten Grossspielen – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, deshalb gilt «je nach Kanton» und nie ein einzelner Kantonsbetrag. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.
Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis Thurgaus behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Für die eigene Situation bleibt der Rat: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Die Anbieter im Einzelnen
Swisslos Sporttip: das Systemwetten-Programm mit den höchsten Grenzen
Dies ist der eine Ort in der Schweiz, an dem eine Heinz-Wette mit einem Volumen über CHF 1’000 pro Wettschein überhaupt möglich ist. Der Höchsteinsatz für eine Systemwette liegt bei CHF 10’000, während Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1’000 gedeckelt sind – die Systemwette ist also das Format, für das Swisslos die grösste Spanne öffnet. Wer diese Spanne nutzt, sollte wissen, dass Swisslos die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann und eine Wette über der Limite nicht angenommen wird.
Swisslos ist zugleich der einzige der beiden Veranstalter, der Systemwetten bis zu einem Betrag führt, bei dem die Verlustlimitengesetzgebung zur eigentlichen Entscheidungsgrundlage wird. Wer den Systemwettenrahmen nutzen will, muss vor der ersten Teilnahme eine Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage setzen – und die Limite, die einen daran hindert, die CHF 10’000 auszuschöpfen, ist die Limite, die man selbst gewählt hat.
Das Alleinstellungsmerkmal dieses Veranstalters, soweit es die Struktur einer Heinz-Wette betrifft, liegt in einer Regel, die man leicht überliest: voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Eine Heinz-Wette über sechs Auswahlen, die teilweise dieselbe Veranstaltung betreffen – Torschütze und Ergebnis desselben Spiels – steht damit auf einem Fundament, das der Veranstalter im Zweifel wegziehen kann.
Fazit: die weiteste Einsatztoleranz im Schweizer Markt, die geringste Reibung beim Mindesteinsatz – aber gebunden an eine Verlustlimite, die der Wettende vorher selbst setzen muss, und an eine Kombinationsregel, die korrelierte Auswahlen nicht schätzt.
Loterie Romande Jouez Sport: Westschweizer Veranstalter mit tieferen Grenzen
Bei diesem Veranstalter endet die Reise einer grossen Heinz-Wette früher als im Rest des Landes. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten – beides zusammen deckelt genau das Format, in dem 57 Einzelwetten aufsummieren. Wer eine Heinz-Wette mit CHF 20 pro Linie plant, kommt auf CHF 1’140 und liegt damit über dem Höchsteinsatz einer Kombiwette.
Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Die Verkaufsstelle ist also die teuerste der drei Varianten – ein Detail, das in einer Region mit 2’350 Verkaufsstellen eine reale Rolle spielt. Wer dort einen Wettschein abgibt, zahlt pro Linie einen Franken mehr als online.
Fazit: für drei bis vier Wetten pro Woche mit kleinen Beträgen reicht dieser Rahmen vollständig, und die tieferen Grenzen sind für den, der selten über CHF 500 pro Wettschein kommt, kein Nachteil; für den, der dort anstösst, ist die Limite hart und nicht verhandelbar.
Rainbet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg
Dieser Anbieter besitzt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). Damit entfällt für einen Wettenden mit Wohnsitz in der Schweiz der gesamte Apparat, der sonst hinter einem Wettschein steht: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.
Für die Heinz-Wette heisst das konkret: ob und zu welchen Bedingungen eine Systemwette mit 57 Einzelwetten angeboten wird, steht in den Bedingungen dieses Anbieters, nicht in einem Schweizer Reglement, und es gibt keine Schweizer Instanz, die dessen Einhaltung prüft. Wer dort eine Systemwette mit einem höheren Einsatz platziert, trägt das volle Gegenparteirisiko ohne Rückgriff.
Fazit: dieses Angebot existiert für Schweizer Wettende nur im Netz und ohne Schweizer Bewilligung, und wer es nutzt, sollte den Betrag klein halten, statt ihn über eine Systemwette zu vervielfachen.
BassBet: ohne Schweizer Bewilligung, Systemwetten nicht geprüft
BassBet hat keine Schweizer Bewilligung. Für einen Wettenden mit Wohnsitz in der Schweiz ist damit klar, welcher Regelkreis hier gilt: der eigene des Anbieters, kein Schweizer. Die Kontrollmechanismen, die im bewilligten Kanal eine Systemwette begleiten – Limiten, Sperrregister, Ombudsstelle – sind hier nicht anwendbar.
Fazit: kein Schweizer Rückgriff, kein Schweizer Schutz – und damit ein schlechter Ort für ein Wettscheinformat, das Einsätze bündelt.
Pribet: kein Schweizer Veranstalter, keine Schweizer Bewilligung
Auch Pribet verfügt über keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung – woher auch immer – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das ist die einzige Angabe zur Schweizer Rechtslage, die zu diesem Namen steht, und sie genügt für eine Entscheidung: für die Heinz-Wette fehlt hier der Rechtsrahmen.
Fazit: wer in der Schweiz eine Systemwette setzt und dabei auf Schweizer Regeln vertrauen will, ist bei diesem Anbieter an der falschen Adresse.
Rabona: ohne Schweizer Bewilligung
Rabona erscheint hier ohne Schweizer Bewilligung. Damit gilt für diesen Anbieter nichts, was auf dieser Seite für die zwei bewilligten Veranstalter aufgeführt ist: keine Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an das schweizweite Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg.
Fazit: die fehlende Bewilligung ist der einzige Punkt, an dem eine Systemwette hier zu beurteilen ist, und dieser Punkt entscheidet.
GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung
GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die Domains können per DNS blockiert werden, und ob sie erreichbar bleiben, hängt nicht am Nutzer.
Fazit: brauchbar als Beobachtungspunkt des ausländischen Angebots, untauglich als Ort für eine Wette, die man mit Schweizer Regeln abgesichert glaubt.
BetLabel: ohne Schweizer Bewilligung
BetLabel steht ohne Schweizer Bewilligung in dieser Übersicht. Das schliesst Schweizer Schutzinstrumente aus: wer dort setzt, hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.
Fazit: die Systemwettenstruktur einer Heinz-Wette auf 57 Einzelwetten ist hier etwas anderes als bei einem bewilligten Veranstalter: sie ist eine Bedingung, die der Anbieter nach eigenem Ermessen ändern kann, und niemand in der Schweiz prüft das nach.
Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung
Bettilt besitzt keine Schweizer Bewilligung und untersteht damit nicht der Schweizer Aufsicht. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS), und die Adresse kann per DNS blockiert werden.
Fazit: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rückgriff – die Schweizer Limitenlogik gilt hier nicht, und der Nutzer weiss vorher nicht, welche Regeln gelten.
N1 Bet: ohne Schweizer Bewilligung
N1 Bet trägt in dieser Übersicht keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und für diesen Namen gilt das Gegenteil, soweit eine Schweizer Bewilligung betroffen ist: sie liegt nicht vor.
Fazit: als Wettort für eine Heinz-Wette, die in der Schweiz den Schutz des bewilligten Kanals sucht, kommt N1 Bet nicht in Frage.
Was der Vergleich als Ganzes sagt
Zwei bewilligte Veranstalter, zwei verschiedene Preislisten, zwei verschiedene Gebiete – das ist der Schweizer Markt für Heinz-Wetten, und der Unterschied zwischen den beiden liegt nicht in der Struktur der Wette, sondern in den Grenzen. Bei Swisslos erlaubt die Systemwette Einsätze bis CHF 10’000 und der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1; bei der Loterie Romande endet der Wettschein mit Multiples bei CHF 7’500 Gesamteinsatz und der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2.
Der Unterschied ist damit nicht ein Qualitätsurteil, sondern eine Frage des Wohnkantons und des Volumens. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, hat den weiteren Rahmen. Wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, hat den engeren. Beide Rahmen sind veröffentlicht, beide sind nachprüfbar, und beide sind enger als das, was ein ausländischer Anbieter an Systemwetten anbietet.
Die Heinz-Wette und ihr Preis
Wer eine Heinz-Wette setzt, kauft Vielfalt. Sechs Tipps, 57 Wetten, und ein Gefühl von Sicherheit, weil ein misslungener Tipp nicht alles umbringt. Was die Systemwette nicht ausschreibt, ist der Preis dieser Vielfalt: 57 Mal ein Einsatz, 57 Mal eine Marge, und ein Sechser, der bereits bei Quoten um 1.5 bis 2.5 weniger einbringt als der Einsatz der ganzen Wette.
Zwei bewilligte Veranstalter heisst auch: zwei Bedingungen, die man vorher lesen kann, und keinen dritten Ort, an dem man sich beschweren könnte. Wer den Rahmen der Systemwette nutzen will, muss sich im Swisslos-Vertragsgebiet oder in der Westschweiz aufhalten und vorher Verlustlimiten setzen. Zwischen dem Betrag, den man in ein Eingabefeld tippt, und dem Betrag, der über 57 Wetten abgeht, liegt der Unterschied zwischen einer Einzelwette und einer Heinz-Wette – und genau dort passieren die meisten Überraschungen.
Häufige Fragen zur Heinz-Wette
Wie funktioniert eine Heinz-Wette?
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierfach, 6 Fünffach und einem Sechser. Alle Kombinationen ab dem Doppel sind abgedeckt. Es gibt keinen Einsatz auf eine einzelne Auswahl, und mindestens zwei Auswahlen müssen gewinnen.
Worin unterscheidet sich die Heinz- von der Super-Heinz-Wette?
Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf sieben Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten: 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierfach, 21 Fünffach, 7 Sechsfach und einen Siebenfacher. Eine Auswahl mehr als verdoppelt den Einsatz, und der Sechser der Heinz-Wette wird bei der Super-Heinz-Wette zum Sechser unter sieben.
Wie hoch wird der Gesamteinsatz bei einer Heinz-Wette?
Bei CHF 1 pro Einzelwette kostet eine Heinz-Wette CHF 57, bei CHF 2 sind es CHF 114, bei CHF 5 sind es CHF 285. Massgeblich ist der Mindesteinsatz des Veranstalters: bei Sporttip CHF 1, bei Jouez Sport online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3. Also kostet eine Heinz-Wette bei Jouez Sport mindestens CHF 114.
Wie viele Auswahlen müssen richtig sein?
Mindestens zwei, damit es überhaupt einen Ertrag gibt; eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht. Allerdings zahlen die Doppel und Dreier so wenig, dass selbst vier richtige Auswahlen bei niedrigen Quoten kaum über den Gesamteinsatz kommen. Der Ertrag wächst mit der Zahl der richtigen Auswahlen viel langsamer als der Einsatz.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Systemwetten von Sporttip?
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Welche Anbieter in der Schweiz dürfen Systemwetten anbieten?
Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, weil die Kantone die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt haben. Beide brauchen eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS und stehen unter Aufsicht der Gespa. Alle anderen Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung.
Wettarten – quotenvergleichch
Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichch»
